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 Küche

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Marius
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BeitragThema: Re: Küche   Do Jan 15 2009, 22:16

Marius Plant, Lehrer für Arithmantik


Marius hob abwehrend die Hände. "Vergiss nicht, dass ich deiner Schwester nie begegnet bin, Alphard! Du wirst mich doch wohl nicht etwa mit meinem Bruder verwechseln!" Alles, was er über die Blacks wusste, hatte er entweder von Chris gehört oder es war allgemein bekannt, denn abgesehen von Alphard hatte er noch nie einen Angehörigen jener berühmten Familie getroffen - wobei, das stimmte nicht ganz, es gab schließlich auch im Moment Blacks unter den Schülern. Aber eben noch keinen Erwachsenen.

"Aber Minerva kann sehr nett sein- wenn sie will. Ich an deiner Stelle würde es mir nicht mit ihr verscherzen, aber das solltest du aus deiner Schulzeit auch noch selbst wissen." Natürlich wusste er, dass die Verwandlungslehrerin zu alt für sie beide war, aber es war doch immer vernünftig, sich gut mit seinen Kollegen zu verstehen. Alphards Reaktion auf die Erwähnung der Krankenschwester brachte ihn jedoch zum Grinsen. "Ich wusste doch, dass du dich für sie interessieren würdest! Es kann sogar sein, dass du sie kennst, ich glaube, Chris hat sie auch schon mal erwähnt, sie war auch in Gryffindor. Im Übrigen hört sie auf den wunderbar kurzen Namen Poppy."
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Alphard Black
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BeitragThema: Re: Küche   Mo Jan 19 2009, 02:12

„Ich verwechsele dich schon nicht. Im Gegensatz zum Rest meiner Familie bin ich dankenswerterweise noch nicht dem erblichen Wahnsinn verfallen…!“ Alphard schüttelte sich. Manchmal fürchtete er, er könne verrückt werden, genau wie seine Schwester. Er wusste, dass ihr Verhalten erblich bedingt war und da er diesselben Gene hatte… Nun, darüber wollte er jetzt gewiss nicht nachdenken…

Lieber dacht er an Poppy! Ja, der Name der jungen Krankenschwester von Hogwarts hatte ihn aufhorchen lassen und gleichzeitig von seinen Sorgen abgelenkt.

„Poppy? Wirklich?“

Alphard lächelte leicht. Er kannte sie tatsächlich. Die junge Frau war damals in ihrem Jahrgang gewesen – und im selben Haus wie Chris, was ja auch Marius schon erwähnt hatte. Fast schon nostalgisch seufzte er. Sie hatten sie ja so gerne geärgert. Ob sie immer noch so süß war?
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Marius
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BeitragThema: Re: Küche   Mo Jan 26 2009, 21:08

Marius Plant, Lehrer für Arithmantik


"Du bist zumindest nicht wahnsinniger als gesund ist, finde ich zumindest," erwiderte Marius grinsend, beobachtete Alphard aber mit leicht zusammengekniffenen Augen. Ob etwas dran war an dem Wahnsinn der Blacks? Die Reinblüter heirateten doch schließlich oft untereinander, auch innerhalb einer Familie, oder zumindest hatte er das mal gehört. Wobei hier natürlich nur so alte Sippen gemeint waren, und von denen auch nicht unbedingt alle. Vielleicht sollte er lieber von den traditionellen Slytherins sprechen? "Aber sag mal, wie sieht denn dieser erblicher Wahnsinn bei euch aus?" fragte er deshalb ungeniert war, seine Neugier war nun einmal stärker als seine Höflichkeit, das war schon immer so gewesen.

Aber die Krankenschwester war auch für ihn ein angenehmes Gesprächsthema, denn auch wenn ihm klar war, dass eine ernsthafte Beziehung zwischen ihnen beiden nicht möglich war - und auch nichts, was er anstrebte - so fand er sie trotzdem süß, ganz besonders, wenn sie sich aufregte. "Ja, Poppy Pomfrey. War sie mit dir zusammen auf der Schule? Wenn ja, dann muss ich sie dir ja nicht mehr vorstellen."
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BeitragThema: Re: Küche   Mi Jan 28 2009, 02:50

Marius Plant, Lehrer für Arithmantik


Alphard starrte ihn einen Moment lang nur irritiert an, dann zuckte er mit den Schultern. Es war nicht unbedingt höflich, ihn auf die Geisteskrankheit, die in seiner Familie kursierte anzusprechen, aber dann erinnerte er sich daran, dass Höflichkeit nicht unbedingt zum Erkennunsgmerkmal eines Marius Plant gehörte und er das wohl so akzeptieren musste.

„Wie Wahnsinn eben… Bei meiner Schwester ist es wohl ziemlich schlimm… Aber das könnte auch… mit ihrer Vergangenheit zusammenhängen…“


Das Thema Poppy Pomfrey gefiel ihm allerdings wesentlich besser als das Thema wahnsinnige Schwester, weswegen er sofort einen Themenwechsel versuchte.

„Sie war in Chris’s Klasse – also in unserem Jahrgang… Ist sie immer noch so süß?“
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Marius
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BeitragThema: Re: Küche   Di Feb 10 2009, 00:14

Marius Plant, Lehrer für Arithmantik


Marius machte keinerlei Anstalten, ganz auf Alphards Versuch eines Themawechsels einzugehen, der Wahnsinn in dessen Familie fand er ungefähr ebenso interessant wie die junge Krankenschwester. "Wieso? Welche Vergangenheit denn?" erkundigte er sich ungeniert, noch immer kam er gar nicht auf den Gedanken, seine Fragerei könnte unhöflich und fehl am Platze sein. Er hatte schon immer dazu geneigt, das zu tun, was er wollte, ganz egal, was andere darüber dachten - vielleicht hatte er deshalb nicht nur positive Eindrücke hinterlassen in seinem Leben.

Allerdings konnte er es auch trotz seiner Neugier nicht lassen, weiter auf Poppy Pomfrey einzugehen, immerhin handelte es sich um eine hübsche junge Frau, und für solche interessierte er sich schließlich immer, zu jeder Tages- und Nachtzeit. "Ja, also ich würde schon sagen, dass sie süß ist, ich denke, sie wird dir gefallen. Du solltest sie dringend treffen - wobei du sie ja nicht mehr kennenlernen musst. Meinst du, sie erinnert sich auch noch an dich?"
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BeitragThema: Re: Küche   Mi Feb 11 2009, 20:09

Alphard sah Marius ungnädig an. Dem Kerl mangelte es wirklich an Sensibilität. „Ich will nicht drüber reden, klar?“ So gut kannten sie sich nun auch wieder nicht. Er konnte ihm ja wohl kaum von Nemesis' erstem Kind erzählen, wenn sogar ihre beiden Söhne nichts davon wussten. Das kleine Mädchen war kaum jünger gewesen als er selbst und er erinnerte sich nur dunkel daran, mit ihr einst gespielt zu haben... bis der Unfall passierte. Alphard biss sich auf die Lippen. Die Kleine hatte Elliania geheißen.

Alphard schüttelte leicht den Kopf um sich von den Geistern der Vergangenheit zu befreien, dann sah er wieder zu Marius.
„Ob sie sich an mich erinnert? Da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher...“ Ob diese Erinnerung sonderlich positiv war, war jedoch eine andere Frage...
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Marius
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BeitragThema: Re: Küche   Mo Feb 16 2009, 18:04

Marius Plant, Lehrer für Arithmantik


Marius zuckte mit den Schultern und hob in der gleichen Bewegung abwehren die Hände. "Wenn du meinst. Mir soll's gleich sein", erwiderte er gelassen. Wenn Alphard nicht über die Geschichte seiner Familie reden wollte - obwohl diese bestimmt ziemlich interessant war - dann sollte es eben so sein. Natürlich hatte er das bis vor einem Augenblick noch anders gesehen, schließlich hatte er andauernd weitergefragt, aber der ungnädige Blick seines Kollegen brachte selbst ihn dazu, das Thema fallen zu lassen. Immerhin konnten sie noch über die kleine Poppy reden.

"Und wie sieht diese Erinnerung aus?" erkundigte er sich neugierig. Die Ellbogen auf den Tisch gestützt beugte er sich etwas vor, um Alphard zu verstehen zu geben, dass dieser seine ganze Aufmerksamkeit besaß. "Sie hat da mal was erwähnt, glaube ich... Als sie besoffen war..."
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BeitragThema: Re: Küche   Mo Nov 01 2010, 01:01

cf: Korridore 3. Stock (+ Ian)

Ian & Matilda

Auf dem Weg in die Küche hatte sich Ian bei Matilda einfach so eingehakt. Nicht dass es die junge Frau gestört hätte, aber irgendwie erschien es ihr seltsam. Wenn sie anderen Schülern begegneten, würden diese vielleicht mehr darin sehen als es eigentlich war. Aber sie und der Ravenclaw waren schon lange miteinander befreundet und bis jetzt war niemand auf die Idee gekommen, irgendwelche Gerüchte in die Welt zu setzen. Wieso sollte gerade heute also jemand so etwas tun? Und wieso machte sich Tilda gerade jetzt über so etwas Gedanken? Bisher war es ihr doch sonst auch so ziemlich egal gewesen, was andere von ihr dachten.
Aber an diesem Tag war Tilda dann doch erleichtert als sie endlich den Keller des Schlosses erreicht hatten. Auf dem Weg hatten Ian und Tilda über alles mögliche geplaudert und schon einige Korridore zuvor war den beiden Schülern ein köstlicher Duft in die Nase gestiegen. "Wahrscheinlich sind die Hauselfen schon mit dem Essen für heute Abend beschäftigt", meinte Tilda. Die Ravenclaw ging weiter mit Ian den freundlich erhellten und sehr sauberen unterirdischen Gang entlang, bis sie das Gemälde mit einer Obstschale, hinter dem sich der Geheimgang zur Küche verbarg, erreichten. "Ich denke, du lässt mir den Vortritt", drängte sich Tilda vor und kitzelte die auf dem Bild abgebildete Birne. Die Gryffindor musste grinsen als die Birne zu kichern begann und sich eine Türklinke verwandelte.
In der Großküche waren so schien es hunderte kleiner Hauselfen gerade dabei, den Abwasch vom Mittagstisch zu erledigen und mindestens genauso viele die leckersten Speisen zuzubereiten, die es am Abend geben sollte. Die Gryffindor blickte sich um, es hatte sich nichts geändert seit sie das letzte Mal hier gewesen war. Danach wandte sie sich an Ian: " Nun an welche Tisch wollen wir uns setzen? Gryffindor oder Ravenclaw?" Dabei wies sie auf die vier großen Tische, die in der selben Anordnung wie die Esstische in der darüber liegenden Großen Halle standen.
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BeitragThema: Re: Küche   Fr Nov 05 2010, 21:10

„Klar tu ich das.“ Ian trat einen Schritt zur Seite und sah zu, wie Matilda die Birne kitzelte. Er mochte diese Art, eine Tür zu öffnen, das könnte es ruhig öfter geben. Aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass gerade sein Vater etwas dagegen einzuwenden hätte, wenn er zuhause sein Zimmer mit einer ähnlichen Tür ausstatten würde. Aber wer immer hier in Hogwarts auf die Idee gekommen war, hatte definitiv Humor. Dicht hinter der Gryffindor betrat Ian die Küche und atmete erst einmal tief ein. „Du hast recht, das hier ist definitiv für heute Abend.“ Mit strahlenden Augen sah er sich um. Die Hauselfen wuselten geschäftig hin und her und schienen schon einmal alles vorzubereiten. Sah ganz so aus, ob sie heute Abend wieder ein richtiges Festessen würden genießen zu können.

Als Matilda dann jedoch fragte, an welchen Tisch sie sich setzen wollten, drehte er sich zu ihr um und dachte kurz nach. „Hm… ich bin ja ein stolzer Ravenclaw, aber da du ja die Lady bist…“ Sein Blick wanderte für einen Moment zwischen dem „Ravenclaw“- und dem „Gryffindor“-Tisch hin und her, bevor er einen Entschluss fasste. „Wie wäre es denn, wenn wir mal etwas für die „zwischenhäuserliche“ Verständigung tun – oder wie auch immer man das nennen soll – und uns an den Hufflepuff-Tisch setzen?“
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BeitragThema: Re: Küche   So Nov 07 2010, 00:07

Tilda wartete bis Ian überlegt hatte an welchen Tisch sich die beiden setzen sollten und blickte ihn dabei fragend an. Sie war gespannt, für welche Seite er sich entscheiden würde. Die Gryffindor wusste, dass ihr Freund ein stolzer Ravenclaw war wie er auch selbst sagte, aber nicht minder stolz war sie auf ihr Haus. Die junge Frau hatte sich vom ersten Tag an in Gryffindor wohl gefühlt und fand es immer noch schmeichelhaft, dass der sprechende Hut sie für mutig genug hielt, dass sie in dieses Haus passen würde. Davon war sie zwar nicht so überzeugt, aber wenigstens glaubte ein ein schäbiger uralter Zauberer-Spitzhut daran und das musste etwas bedeuten, oder?
Grinsend beobachtete die Gryffindor wie Ians Blick abwechselnd vom Tisch der Gryffindors zum Ravenclaw-Tisch wanderte. Schließlich unterbreitete er ihr den Vorschlag sich doch an den Hufflepuff-Tisch zu setzen. "Wie diplomatisch von dir", kommentierte Matilda und musste lachen. Daran hatte sie im ersten Moment gar nicht gedacht. Selbst wenn sich Ian für sein Haustisch entschieden hätte, wäre Tilda damit einverstanden gewesen, aber das würde sie ihm ganz sicher nicht unter die Nase reiben.
Nickend stimmte die Gryffindor also dem Vorschlag zu und ging hinüber zu dem Hufflepufftisch, setzte sich auf ein Stuhl nieder und lehnte ihren Besen an den daneben stehenden. Dann schaute sich die Gryffindor nach einem kleinen Hauselfen um, den sie bitten konnte Ian und sich Tee und etwas zu essen zu bringen. Obwohl Tilda selbst in einer reinen Zaubererfamilie aufgewachsen war, fand sie die etwa kniehohen glatzköpfigen Geschöpfe etwas befremdlich. Sie taten ihr zwar nicht leid, denn immerhin ging es den Hauselfen in Hogwarts verhältnismäßig gut, aber wie konnte man sich freiwillig für ein Sklavenleben entscheiden? Als sie noch tief in ihren Gedanken versunken war, kam ein kleiner Hauself auf sie zugelaufen, verbeugte sich tief vor ihr, sodass seine Nasenspitze fast den Küchenboden berührte und sah sie dann mit Tennisball-großen runden Augen an: "Was kann ich für die Herrschaften tun?"
Tilda grinste über die Hochachtung die dieses kleine Wesen ihr gegenüber brachte. "Lieber Herr Hauself, mein Freund und ich sind halb verdurstet und am Verhungern. Wären sie so freundlich und würden uns Tee und etwas zu essen bringen?", fragte die junge Frau überfreundlich und amüsiert. Nachdem Tilda dem Hauself hinterhergeblickt hatte wie dieser geschäftig von dannen rauschte, wendete sie sich wieder Ian zu.
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BeitragThema: Re: Küche   Mi Nov 10 2010, 01:13

Grinsend setzte sich Ian auf einen Platz direkt gegenüber von Matilda und streckte genüsslich seine Beine aus, bevor er das emsige Treiben der Hauselfen beobachtete. Hier war immer so viel los, das war auch schon bei seinen bisherigen Besuchen hier so gewesen, aber dennoch fand er es recht gemütlich. Es war immer warm hier, und es gab gutes Essen. Mit einem Lächeln nickte er seine Freundin zu, als sie für sie beide bestellte, dann griff er wieder nach ihrer Hand.

„Ganz ehrlich, Tilda? Viel wärmer fühlt sich deine Hand noch nicht an“, kommentierte er. „Oder ist das schon wieder im Bereich des Normalen für eine Frau?“ Es hieß doch, dass Frauen immer kalte Hände und Füße hatten, und Matilda war wohl gerade der lebende Beweis dafür. Auch wenn er natürlich nicht über die Wärme oder Kälte ihrer Füße reden konnte. „Du brauchst für den Winter jemanden, der dir immer die Hände warm hält…“ Eigentlich sollten diese Worte als Scherz gemeint sein, aber sie klangen dann doch wesentlich ernster als er beabsichtigt hatte.
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BeitragThema: Re: Küche   Do Nov 11 2010, 01:46

Auf den warmen Tee, den die Hauselfen Ian und Tilda bringen würden, freute sich die Gryffindor bereits. In der großen Küche war es zwar warm und sehr gemütlich, aber gerade beim Sitzen merkte Matilda, dass sie doch recht durchgefroren war. Ihr war das gar nicht so aufgefallen, als sie mit Ian in den Keller gelaufen war, doch jetzt begann die junge Frau zu zittern und zog ihren Umhang enger um sich. Um sich weiter aufzuwärmen begann sie ihre Hände gegeneinander zu reiben, dabei griff Ian plötzlich nach ihrer Hand. Seine Haut fühlte sich wie zuvor Korridor immer noch besonders warm auf ihrer kalten Hand an.

"Keine Angst, meine Hände werden schon nicht abfrieren. Und selbst wenn, dann wäre es für heute Abend nicht so schlimm, da solltest du dir eher Gedanken um meine Füße machen, wenn du mit mir tanzen willst", antwortete Tilda scherzhaft auf Ians Kommentar. Woher sollte sie wissen, ob ihre Hauttemperatur bei Frauen im Bereich des Normalen lag? Die Gryffindor hatte sich nie als das typische Mädchen verstanden und sich bisher eigentlich auch immer gefreut, wenn ihre Freunde sie eher als Kumpel wahrnahmen. Sie hasste es nämlich, wenn ihre Geschlechtsgenossinnen sich besonders schwach stellten, um sich von Männern beschützen zu lassen. Das hatte sie bisher immer ganz gut selbst gekonnt. Tilda hatte aber keine große Lust in diesem Moment eine Diskussion mit Ian zu beginnen, ob die These, dass Frauen immer kalte Hände hätten, ein Vorurteil oder Tatsache war. Deswegen genoss sie einfach weiter von ihm gewärmt zu werden und antwortete nicht auf die Frage.

Matilda war eben in Gedanken vertieft gewesen als sie aufhorchte. Wie bitte? Hatte Ian gerade wirklich gesagt, dass sie jemand für den Winter brauchte, der ihr die Hände wärmte? Die Gryffindor blickte von ihren Händen auf und schaute ihrem Gegenüber in die Augen. Sie versuchte an seinem Blick zu erkennen, wie Ian das gemeint hatte. Sollte das jetzt ein Scherz sein oder meinte er das ernst? Oder wollte er einfach prüfen, wie sie reagierte?

Tilda überlegte kurz, was sie jetzt antworten sollte und hoffte, dass die entstandene Gesprächspause nicht allzu unangenehm werden würde. Dann begann sie todernst zu antworten: "Ja, darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Und ich habe auch schon jemand gefunden. Emrys Yaxley zwinkert mir in letzter Zeit immer ganz süß zu und er sieht auch echt verdammt gut aus. Was denkst du? Meinst du, da wird was draus?" Tilda musste sich verdammt zusammenreißen, um nicht in schallendes Gelächter auszubrechen, versuchte aber so lange wie möglich die Beherrschung zu bewahren.
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BeitragThema: Re: Küche   Sa Nov 13 2010, 03:47

Ian schüttelte den Kopf. „Ich bevorzuge es, wenn meine Tanzpartnerinnen auch Hände haben. Wo sonst soll ich sie festhalten, damit ich sie bei der Drehung nicht verliere?“ Er zog die Augenbrauen hoch und betrachtete Matilda. „Das wäre doch jammerschade, meinst du nicht auch? Dich zu verlieren, meine ich.“ Für einen kurzen Moment hatte der Ravenclaw das Gefühl, sich mit diesen Worten nicht nur auf das Tanzen zu beziehen, aber worauf denn sonst noch? Gut, sie war eine gute Freundin, die er auch vermisst hatte, als er in Deutschland gewesen war, aber…

Er schüttelte leicht den Kopf, aber der weitere Verlauf des Gespräches verlangte dann ohnehin seine ganze Aufmerksamkeit, ganz besonders Matildas Worte über Emrys Yaxley. Ian starrte sie so geschockt an, als ob sie gerade behauptet hätte, das Gras auf dem Quidditchfeld hätte sich über Nacht blau verfärbt. „Bitte?!“ Er konnte seinen Ohren nicht trauen. „Yaxley?! Emrys Yaxley?!“ Wenn sie jetzt wenigstens von Tamwyn Yaxley gesprochen hätte, diesen Sechstklässler aus Ravenclaw, gut, okay, das hätte er vielleicht noch akzeptieren können, aber Emrys?! Dieser Eisklumpen?! Und der sollte auf Tilda stehen?!

„Aus dir und Yaxley??“ Sein Blick drückte immer noch komplette Fassungslosigkeit aus, und in seiner Überraschung übersah er ganz den kleinen Hauselfen, der mit einem Tablett voller Gebäck, Kuchen und einer Teekanne zu ihnen herüber geeilt kam. „Ich meine, also…“ Was sollte er darauf nur sagen? Er wollte Matilda ja nicht beleidigen, aber sie und Emrys passten seiner Meinung nach so gar nicht zusammen. „Also… bist du dir sicher, dass er… was ich sagen will, ist folgendes… ach, egal – warum ausgerechnet Yaxley?!“ stotterte er verwirrt.
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BeitragThema: Re: Küche   Di Nov 16 2010, 18:36

Tilda musste beim Anblick des geschockten Ian breit grinsen. Anscheinend glaubte ihr der Ravenclaw die Geschichte über sie und den Slytherin. Zumindest schien er keines ihrer Worte zu bezweifeln und suchte zunächst nach den passenden Worten. Matilda amüsierte sich köstlich über Ians Fassungslosigkeit. Ihr war gar nicht bewusst gewesen wie sehr es ihren Freund schockieren würde, wenn sie mit Emrys Yaxley etwas hätte. Wie Ian das überhaupt in Erwägung ziehen konnte? Nunja der Slytherin war groß, gut gebaut und kleidete sich wirklich stilvoll, aber eigentlich sollte Ian doch wissen, dass Tilda nicht so viel Wert auf Äußerlichkeiten legte. Zumindest war es ihr erst einmal wichtig, dass sie mit ihrem Freund lachen konnte und um ehrlich zu sein, konnte sich die Gryffindor an kein Moment erinnern, an dem sie Yaxley jemals lachen gesehen hatte. Dafür kannte sie ihn einfach nicht gut genug und hatte bis jetzt auch nicht vorgehabt, das zu ändern. Oder lag es gar nicht unbedingt direkt an Yaxley, dass Ian so schockiert reagierte?
Der Ravenclaw stammelte zunächst nur herum und Tilda war sehr gespannt, was er zu sagen hatte. Wenn er ihr sagen würde, dass sie mit Emrys zusammenpasse, dann wäre das eine glatte Lüge, aber zumindest echt lieb gemeint. Andererseits wünschte sich Tilda, dass ihre Freunde ehrlich zu ihr waren, obwohl das nicht immer leicht zu ertragen ist.

Endlich brachte ein kleiner Hauself ein Tablett zu ihnen und stellte Tee, Gebäck sowie Kuchen vor ihr und Ian auf den Tisch. Da der Ravenclaw anscheinend keinerlei Notiz von dem freundlichen Wesen nahm, bedankte sich Tilda bei dem Hauself. Dieser verbeugte sich tief, drehte sich um und eilte zurück zu seiner üblichen Arbeit. Die Gryffindor nahm eine Tasse, schenkte Tee ein und stellte sie vor Ian ab. Danach goss sie sich selbst von dem warmen Getränk ein und wärmte ihre Hände an der Tasse.

Eigentlich hatte die Gryffindor nicht vorgehabt, Ian lange auf die Folter zu spannen, aber seine Reaktion war einfach zu lustig. Schließlich hatte Ian eine vollständige Frage hervorgebracht. Warum ausgerechnet Emrys? Das war es, was er wissen wollte? Letztendlich konnte sich Tilda nicht mehr zurückhalten und lachte laut los, wobei sie fast ihren Tee verschüttet hätte. "Warum gerade Yaxley?", wiederholte die junge Frau schließlich die Frage als sie sich wieder im Stande dazu fühlte. "Das willst du wissen? Ging es nicht gerade darum, dass ich jemand brauche, der mir die Hände wärmt? Um ehrlich zu sein, fand ich die Aussage einfach zu komisch. Und Emrys Yaxley war das Absurdeste, was mir in dem Moment eingefallen ist." "Entschuldige Ian, aber ich konnte nicht anders", gestand sie ihrem Freund schließlich. Tilda versuchte mit einem liebevollen Blick und Lächeln Ian milde zu stimmen und ihr ihren kleinen Spaß zu verzeihen.
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BeitragThema: Re: Küche   Di Nov 23 2010, 21:53

Ian starrte Matilda immer noch reichlich fassungslos an, auch als sie schon längst entschuldigt hatte. Die Worte seiner Freundin hatten ihn wirklich geschockt, auch wenn ihm selbst nicht so ganz klar war, weshalb, denn immerhin sollte es ihn doch eigentlich freuen, wenn sie einen Freund fand, der sie liebte, oder nicht? Und Yaxley… nun ja, Ian konnte nicht gerade behaupten, den Slytherin sonderlich gut leiden zu können, aber er war doch wenigstens ein ehrlicher Kerl, oder etwa nicht? Aber es erleichterte ihn doch ungemein, dass alles doch nur ein Scherz war, und nachdem er sich noch einen Moment gegönnt hatte, um sich von dem Schock zu erholen, musste er dann doch grinsen. Er konnte Matilda ohnehin nicht allzu lange böse sein.

„Tu mir das nie wieder an, Tilda, sei so lieb!“ rief er laut und aus presste sich zur Untermalung seiner Worte noch eine Hand auf die Brust. Dass er mit der anderen nach der Teetasse griff, die er inzwischen auch entdeckt hatte, mochte die dramatische Wirkung seiner Geste vielleicht wieder zunichtemachen, aber das kümmerte ihn wenig. „Wenn du wirklich einmal ernsthaft auf die Suche nach einem männlichen Händewärmer gehst, sag vorher einfach Bescheid, ich helfe dir gerne bei der Suche“, fügte er nach einer kurzen Pause noch hinzu, doch so ganz wusste er auch nicht, was dieser Satz aussagen sollte. „Oder du besorgst dir einfach einen mit einem Wärmezauber belegten Gegenstand, ist vielleicht verlässlicher.“
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BeitragThema: Re: Küche   Sa Dez 04 2010, 01:03

Matilda fielen tausend Steine vom Herzen als Ian sie endlich erleichtert ansah und nicht mehr so bedrückt aussah. Er grinste sie sogar an und die Gryffindor erwiderte dies mit einem Augenzwinkern. Sie versuchte ihren Unschuldsblick aufzusetzen und hoffte, dass Ian gar nicht anders konnte und die Sache so schnell wie möglich als blöden Scherz abhakte. Tilda war sich zwar immer noch nicht sicher, wieso der Ravenclaw so entsetzt reagiert hatte, wollte aber auch nicht weiter nachfragen.

"Ich denke, du musst noch ein wenig an deiner Ausdrucksweise arbeiten, dass es noch theatralischer rüber kommt, wenn du dir an die Brust fasst", bemerkte Tilda und musste lachen, weil Ian so maßlos mit dieser Geste übertrieben hatte. "Vielleicht solltest du in die Theatergruppe. Die suchen sicher noch jemand, der so entsetzt gucken kann."
"In Ordnung Ian." Für einen kurzen Moment wurde die Gryffindor ernst, um dann nicht weniger theatralisch aber mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht die Hand zum Schwur zu heben: "Ich schwöre hiermit feierlich beim Barte Merlins, dass ich dir das nie wieder antun werde." Tilda musste lachen, da sie sich gar nicht sicher war, was sie Ian nicht mehr antun sollte, aber sie wollte ihn auf jeden Fall nicht noch einmal so schockiert sehen.

Ungläubig hob die Gryffindor eine Augenbraue als Ian ihr anbot, bei der Suche nach einem männlichen Händewärmer behilflich zu sein. "Danke, Ian. Ich werde darauf zurückkommen..." antwortete sie ihm im ersten Moment knapp, obwohl sie keine Ahnung hatte, was sie davon halten sollte. Ihre männlichen Freunde und dazu zählte der Ravenclaw nun einmal waren so ziemlich die letzten, die sie nach derartiger Hilfe fragen würde. Sehr sonderbar, dachte sich die Gryffindor. "Wahrscheinlich hast du Recht, vielleicht sollte ich mir wirklich einen verzauberten Gegenstand besorgen. Gegen die guten alten Handschuhe wäre auch nichts einzuwenden. Was das andere betrifft hatte ich bis jetzt nicht das Gefühl gehabt, dass ich irgendwelche Hilfe bräuchte. Oder meinst du ich hätte welche nötig? An wen hast du denn gedacht?", fragte Tilda ihren Gegenüber interessiert und schaute ihn auffordernd an. Auf diese Antwort war sie nun wirklich gespannt.


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BeitragThema: Re: Küche   Mo Dez 06 2010, 22:07

Ian lachte nur und verdrehte scherzhaft die Augen. „Ach, die Theater-AG. Da wäre mein Talent doch nur vergeudet. Nein, ich brauche eine richtige Herausforderung…!“ entgegnete er in seinem arrogantesten Tonfall – was aber wohl immer noch nicht sonderlich überzeugend klang, wenn er ehrlich war. Matilda würde auf so etwas ohnehin niemals hereinfallen, da war er sich sicher. Sie kannte ihn einfach zu gut. „Aber schön, dass du meine Mimik zu schätzen weißt.“ Noch mehr als Matilda seine schauspielerische Leistung wusste er im Moment aber die Auswahl an Gebäck, die der Hauself ihnen hingestellt hatte, zu schätzen. Mit leicht verengten Augen musterte ein Stück nach dem anderen, bevor er sich für eines entschied. „Mmmh… also, kochen und backen können die Hauselfen ja“, kommentierte er und lachte, als sich ein Elf in der Nähe, der seine Worte wohl mit angehört hatte, verneigte. „Deine Leistung ist aber nicht schlecht. Sehr schöner Schwur, das muss ich dir lassen. Aber dein charmantes Grinsen passt nicht so ganz.“ Er zwinkerte ihr zu. Am Ende machten sie hier noch einen Wettbewerb, wer von ihnen Dramatik und Theatralik am besten verhauen konnte.

Das wäre aber vielleicht wirklich noch ein besseres Gesprächsthema als die Suche nach einem männlichen Handwärmer für Matilda. Ian wusste selbst nicht mehr so genau, weshalb er damit überhaupt angefangen hatte. So machte er sich doch nur zum Affen. Wie gut, dass er sich in ihrer Gegenwart noch nie verunsichert gefühlt hatte, wenn er einfach nur er selbst war. Nur – war er das im Augenblick?! Seit wann machte er sich solche Gedanken um Matildas Hände, oder worum ging es hier gerade? „Ach, Handschuhe…“ Er schüttelte knapp den Kopf, ganz in dem Versuch, das Gespräch in lockeren, lustigen Bahnen zu halten. „Die sind viel zu… altmodisch? Uninteressant? Du hast was Besseres verdient.“ Schon griff er nach einem zweiten Gebäckstückchen und biss hinein, immerhin gab ihm das auch genügend Zeit, sich wieder zu fangen und über seine nächsten Worte nachzudenken. „Aber willst du wirklich, dass ich dich verkupple, Tilda?“ Er zog die Augenbrauen hoch. Bislang hatte er das immer nur mit Lawrence versucht, und sonderlich viel Erfolg hatte er nicht gerade gehabt. Aber vielleicht passte Cassandra Jugson auch wirklich nicht so gut zu seinem besten Freund.
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BeitragThema: Re: Küche   Mi Dez 08 2010, 00:46

"Was besseres als Handschuhe?" wiederholte Tilda ihren Freund. "Lass das mal ja nicht meine Granny hören. Die strickt mir jedes Jahr welche und schenkt sie mir zu Weihnachten. Meine Schublade zuhause platzt schon aus allen Nähten." Das Mädchen beobachtete ihren Gegenüber, wie er sich ein Gebäckstück nach dem anderen nahm, vorher aber sorgfältig jedes einzelne betrachtete. Während Ian noch auf seinem Keks kaute, nahm Tilda einen weiteren Schluck aus ihrer Teetasse. Die junge Frau konnte nur mit dem Kopf nicken, denn der Ravenclaw hatte Recht mit der Behauptung gehabt, dass die Hauselfen gut backen und kochen konnten.

Tilda wartete bis Ian wieder das Wort ergriff. Irgendwie war sie von seiner Antwort ein wenig enttäuscht. Sie war zu neugierig gewesen, wen ihr Freund für sie aussuchen würde, stattdessen gab er ihr eine Gegenfrage zurück. Ob sie wirklich von Ian verkuppelt werden wollte? Um Gottes Willen NEIN! Es hatte zwar kein Chaos gegeben, als er das selbe bei Lawrence Plant versucht hatte, aber darauf wollte sich die Gryffindor nicht verlassen. Richtig erfolgreich waren seine Kuppelversuche auch nicht, von daher konnte man nicht behaupten, dass Ian ein Händchen in diesen Dingen hatte. Allein schon seine Auswahl für ihren gemeinsamen Freund war Tildas Meinung nach voll daneben gewesen. Bei dem Gedanken an Lawrence zusammen mit der Slytherin Cassandra Jugson musste Tilda schmunzeln. Hatte sich Ian überhaupt etwas dabei gedacht oder einfach nur die erste genommen, die ihm in den Sinn kam?

"Nein, ich will ganz sicher nicht von dir verkuppelt werden", antwortete sie Ian also schließlich und lachte. "Du hast wirklich viele Stärken, aber Verkuppeln gehört nicht dazu, tut mir leid." Die Gryffindor lächelte ihren Gegenüber an. Sie war sich sicher, dass Ian nicht beleidigt sein würde, wenn sie das so offen sagte. Trotzdem erklärte sie weiter: " Ich will dich nur nochmal daran erinnern, dass du Lawrence mit Cassandra Jugson zusammenbringen wolltest. Ehrlich gesagt, kann ich gar nicht begreifen wie du auf diese Kombination gekommen bist. Meiner Meinung nach braucht Law jemand, die lustig und offen ist. Es kann schon sein, dass Cassandra wirklich nett und freundlich ist, aber sie ist viel zu pessimistisch und verschlossen."
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Ian Fraser



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BeitragThema: Re: Küche   Mi Dez 15 2010, 21:03

"Vielleicht solltest du dir dann angewöhnen, mehrere Paare deines Handschuhvorrats auf einmal zu tragen? Dann hast du mehr Platz in der Schublade und wärmere Hände. Und ich komme nicht mehr auf den dummen Gedanken, dir bei der Suche nach einem männlichen Heizkissen behilflich sein“, schlug Ian seiner Freundin gut gelaunt vor. Doch obwohl dieser Vorschlag seiner Meinung nach eindeutig vernünftig und logisch klang – zumindest, wenn Matilda auch Handschuhe hatte, die so groß waren, dass sie über anderen getragen werden konnten – verspürte er auch fast schon so etwas wie Enttäuschung bei diesem Gedanken. Denn immerhin würde das auch heißen, dass er ihr ihre Hände auch nicht mehr zu wärmen brauchte, wie er es ja auf dem Weg in die Küche getan hatte…

Im selben Augenblick fragte Ian sich aber auch, was in letzter Zeit mit ihm los war. Er war doch sonst eher jemand, der jeden Gedanken aussprechen konnte, egal, wie dumm oder unsinnig er gerade war, warum also war er dann heute die ganze Zeit damit beschäftigt, solche seltsamen Einfälle zu verdrängen? Das konnte doch nichts mit Matilda zu tun haben – oder doch? Immerhin verhielt er sich anders, wenn er mit Lawrence zusammen war. Und was tat er jetzt gerade? Darüber nachdenken, warum er über manche Dinge nicht nachdenken wollte? Großartig. Und genauso seltsam. Er sollte sich lieber wieder auf sein Gespräch mit der Gryffindor konzentrieren, sonst würde sie ihm am Ende noch vorwerfen, sie zu ignorieren.

„Das ist ja fast schon schade. Aber nur fast. Ich hätte doch bestimmt einen tollen Freund für dich gefunden.“ Ian grinste und schenkte sich noch ein wenig Tee aus, bevor er die Kanne hob und Tilda fragend ansah. „Und sag nichts gegen Law und Cassandra.“ Mit zur Seite geneigtem Kopf hielt er für einen Moment inne und ließ sich ihre Worte noch einmal durch den Kopf gehen, bevor er langsam nickte. „Obwohl du wahrscheinlich recht hast, die beiden passen womöglich wirklich nicht so gut zusammen.“ Natürlich hatte sie recht, das hatte er schon lange gewusst, aber es war ja auch nur ums Vergnügen gegangen. „Aber weißt du, Tilda, jetzt hast du ein Problem. Du hast gesagt, Law bräuchte jemanden, der offen und lustig ist. Das stimmt ja auch – aber ist dir schon mal aufgefallen, dass du dann eigentlich ziemlich gut zu ihm passen würdest?“ Mit hochgezogenen Augenbrauen wartete er auf ihre Reaktion.
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BeitragThema: Re: Küche   Fr Dez 17 2010, 23:42

"Klar, dass du das - fast - schade findest. Es hätte dir bestimmt einen Heidenspaß gemacht, mich mit irgendeinem dahergelaufenen Slytherin zu verkuppeln", meinte Tilda und grinste bei dem Gedanken. Die junge Frau nahm sich einen Keks und bis ein Stück davon ab. Beinahe hätte sie sich aber an dem Bissen verschluckt, denn Ian hatte gerade festgestellt, dass sie gut mit Law zusammen passen würde. Die Gryffindor hustete und hielt sich dabei die Hand vor den Mund. Jetzt hatte Ian es wirklich geschafft, sie zu schockieren. Natürlich waren es ihre eigenen Worte gewesen, dass ihr gemeinsamer Freund ein offenes und lustiges Mädchen brauchte, aber dabei hatte sie keinesfalls an sich selbst gedacht.

Was sollte sie jetzt antworten? Sie mochte Lawrence natürlich, aber als Freund und nicht mehr. Die Gryffindor überlegte fieberhaft, was sie Ian entgegnen sollte, ohne dass dieser auf irgendwelche falsche Gedanken kam. Vielleicht sollte sie sich einfach mal dumm stellen? Oder es mit einem lustigen Spruch abtun? Schließlich entschied sich die junge Frau dafür, ihrem Gegenüber ernst zu antworten, denn sie wollte nicht, dass er sich irgendetwas zusammen reimte, was nicht stimmte. " Ähm nein, es ist mir nicht aufgefallen, dass ich zu Law passen würde. Ich mag Lawrence wirklich sehr. Er ist ein netter Typ und ein wirklich guter Freund. Aber schlag dir das mal schnell aus dem Kopf, Ian." Sie versuchte den Ravenclaw besonders eindringlich anzuschauen. "Wehe, du kommst auf die glorreiche Idee, uns verkuppeln zu wollen. Wenn du dich nicht zurückhalten kannst, dann jage ich dir einen Rictusempra-Zauber an den Hals", drohte Tilda Ian, musste aber bei dem Gedanken, dass Ian sich lachend vor ihr auf dem Boden krümmte, selbst grinsen.
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BeitragThema: Re: Küche   Sa Dez 25 2010, 14:40

Ian beobachtete Tilda genau. Offenbar hatte seine Bemerkung, sie würde doch im Grunde gut zu Lawrence passen, sie ziemlich schockiert, sogar so sehr, dass sie sich an einem Stück ihres Kekses verschluckte. Fast tat es ihm schon leid, so etwas gesagt zu haben, aber es war das erste, was ihm spontan eingefallen war – oder besser gesagt, sie war die erste, an die er gedacht hatte. Es stimmte doch, die Gryffindor war ein fröhlicher und offener Mensch, und genau das brauchte Law. Nur würde er es wirklich fertig bringen, ausgerechnet die beiden zu verkuppeln? Sein bester Freund und seine beste Freundin? Irgendwie hatte dieser Gedanke etwas Seltsames an sich, und auch wenn Ian keine Begründung dafür geben konnte oder wollte, so war er doch auf eine eigenartige Art erleichtert darüber, dass Matilda kein Interesse an Lawrence hatte, zumindest nicht auf diese Weise.

„Ja, er ist ein netter Typ“, stimmte er ihr deshalb nur rasch zu. „Aber wenn du so schwere Geschütze auffährst, werde ich darauf verzichten, euch beide zu verkuppeln. Vielleicht sollte ich wirklich dir die Wahl eines passenden Freundes selbst überlassen… immerhin bist du ja auch so irgendwie davon betroffen.“ Er lächelte sie an. Was für eine Erkenntnis, Tilda war betroffen, wenn es darum ging, einen festen Freund für sich selbst zu finden. Wow. „Na gut, dann eben keine romantische Szene zwischen Tilda und Law heute Abend.“ Er neigte den Kopf zur Seite und betrachtete sie. „Hm, aber am Ende wäre ich dann noch eifersüchtig geworden. Mein bester Freund und meine Ballpartnerin.“ Er schüttelte sich gespielt übertrieben bei diesem Gedanken, grinste aber gleich darauf wieder. „Dann muss ich mir wohl doch jemand anderen suchen um mich über Romantik amüsieren zu können. Wer, denkst du, kommt denn dafür in Frage? Wer passt gut zusammen?“
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