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 Innenhöfe

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Bellatrix Black
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Di Sep 07 2010, 23:12

Ilias & Bella

Bellatrix sah Ilias ein wenig kritisch an. „Der Schal ist dein, aber er ist an meinem Hals. Und du willst ihn mir wirklich weg nehmen, damit ich krank werde?“ Mit einem Hundeblick versuchte sie Ilias zu überzeugen, aber irgendwie ahnte sie, dass es nicht so leicht werden würde. Schließlich bemerkte sie, dass einige Schüler an ihnen vorbei zum Schloss gingen und sich über das Spiel unterhielten.
„Gerade interessiert mich, ob Slytherin verloren hat oder nicht.“ Sie versuchte den Gesprächen der Vorbeigehenden zuzuhören. „Sollen wir in den Gemeinschaftssaal oder hast du andere Pläne mit mir?“, fragte Bella dann und legte ihre Hand an den Schal, damit Ilias nicht auf die Idee kam ihn einfach auzuziehen.
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Ilias Avery



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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Fr Sep 17 2010, 20:47

Ilias schüttelte mit dem Kopf. „Ist das nicht furchtbar egal, ob du den Schal trägst? So schnell wirst du jetzt auch nicht krank, oder hast du etwa kein Immunsystem?“ stichelte er. Der Hundeblick zog bei ihm nicht. Er war ein Mann. Er fand Hündchen nicht süß. Er zog Bellatrix lediglich in seine Arme und sah sie an. „Vielleicht hast du so noch weniger Chancen krank zu werden“ lachte er. Irgendwie war er heute in Kuschellaune.
Der Slytherin seufzte. „Warum interessierst du dich jetzt auf einmal für das Spiel? Es ist vorbei, wir haben garantiert verloren und ich hab keine Lust auf depressive Stimmung im Gemeinschaftsraum.“ Da würde er noch eher in die Höhle des Löwens gehen. „Hast du denn Pläne mit mir?“ stellte er dann die Gegenfrage. Er ließ es sowieso einfach darauf ankommen, aber einmal heute war er ja schon sehr weit gekommen.
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Bellatrix Black
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Sa Sep 18 2010, 14:07

Bellatrix schmollte ein wenig und sah Ilias dann fast schon beleidigt an. So, er wollte ihr nicht den Schal lassen, aber dann kuscheln? Die Slytherin schob Ilias ein Stück von sich weg als er die Arme um sie legte und verschränkte die Arme. „Du hältst dich auch für ganz unwiderstehlich, was...“ Ja, sie war ein wenig gekränkt. Wenn er diesen blöden Schal wieder haben wollte, dann machte er sich gerade selbst das Leben schwer. Je mehr er darauf bestand, desto weniger würde Bella ihn heraus rücken. War ihm das nicht bewusst? Scheinbar ja nicht.

„Darf ich mich nicht für das Spiel interessieren? Immerhin werde ich wohl die sein, die sich Rodolphus Gejammer oder Frust anhören muss. Vielleicht sollte ich ihm einen Handspiegel geben? Dann hat er ja jemanden zum Reden.“ Bella verdrehte die Augen und strich sich dann durch die nassen Haare. Morgen war sie bestimmt krank. Sie musste auch noch zu Regulus in den Krankenflügel. Irgendwie würde der Tag heute noch lang werden, wenn sie sich das alles so betrachtete. „Da du ja so sehr deinen Schal wieder haben möchtest, kann ich dich ja damit an der Bank hier festbinden...“, hauchte sie in Ilias Ohr als er fragte, ob sie schon Pläne hätte. Dann beugte sie sich wieder zurück. „Und dann kann ich in den Krankenflügel. Aber du musst aufpassen, dass du nicht krank wirst im Regen...“
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   So Sep 19 2010, 17:07

Ilias seufzte. „Dann behalt den Schal und gib ihn mir irgendwann zurück, wenn du meinst, dass du keine zwei mehr von der Sorte brauchst.“ Er wollte gar nicht wissen, wie lange das dauerte. Er brauchte den ja eigentlich nicht. So kalt war es nun auch wieder nicht und Bella sollte sich einfach mal nicht so anstellen, dass sie krank werden würde. Auf die Frage, ob er sich für unwiderstehlich hielt, wusste er nicht direkt eine Antwort. Da musste er erstmal drüber nachdenken. „Nein eigentlich nicht, schließlich kannst du mir ja widerstehen“ grinste er. Falsche Selbsteinschätzung nannte man das wohl eher. Und Bella konnte er es gerade wohl sowieso nicht recht machen, also konnte er es sich auch für heute mit ihr verscherzen.

Ilias grinste kurz. „Der Spiegel ist gar keine schlechte Idee. Du kannst ja ein Bild von dir mit reinzaubern, dann freut er sich sogar noch.“ Die Idee hielt er wirklich nicht für etwas schlechtes, vielleicht würde Rodolphus dann öfter mit Spiegeln sprechen, wenn ihm etwas auf dem Herzen lag, was man nicht wissen wollte.
Etwas überrascht sah er Bella an. „Ich würde dich doch sehr bitten, das nicht zu tun. Ich will nicht so wie Rodolphus in der Eingangshalle enden.“ Ja, davor hatte er wirklich Angst. Er wusste nicht, ob Bella ihn dort aufgehangen hatte, aber er musste sich nicht noch von ihr mit einem Schal an die Bank fesseln lassen. Wobei er es dabei wohl einfacher haben würde, wieder los zu kommen, es sei denn Bella hatte wirklich einen Plan. „Wenn ich krank werde, dann darfst du mich pflegen“ meinte er dazu nur. Sollte sie ihn doch festbinden. Dann hatten sie aber wohl die nächste Zeit eher weniger Spaß.
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Di Sep 21 2010, 23:13

Es ging doch gar nicht darum, dass Bella zwei Schals brauchte. Es ging einzig und alleine um das Prinzip und nun war der Schal wohl mehr oder weniger ihr. Bis sie einen Grund sah ihn Ilias wieder zu geben. Oder ihn ihm schmackhaft zu machen, damit sie noch etwas dabei heraus schlagen konnte für sich selbst. Bellatrix grinste ein wenig schräg und kniff Ilias dann in die Wange. „Du bist ja so süß, wenn du auch einmal Recht hast. Ich bin vollkommen immun gegen deinen Charme.“ Dann ließ sie seine Wange wieder los, damit er nicht noch ganz rote Bäckchen bekommen würde.

„Dann weiß ich ja, was ich Rodolphus zu Weihnachten schenken kann, aber ich glaube, dass er dank denkt, dass ich auf ihn stehen würde.“ Und das war etwas, dass Bella zu diesem Zeitpunkt unbedingt vermeiden wollte. „Du würdest bestimmt eine bessere Figur abgeben, aber bevor ich dich dort aufhängen würde, würde ich noch etwas anderes mit dir machen.“ Ein kurzes Grinsen legte sich auf ihre Lippen, bevor sie Ilias einen kurzen Kuss aufhauchte. „Und glaub mir... du willst nicht von mir gepflegt werden. Ich bin darin nicht sonderlich gut...“
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Do Sep 23 2010, 22:02

Ilias funkelte Bella böse an. Das sollte sie sich noch einmal wagen, dass sie ihm in die Wange kniff. Das war genau das, was er schon an seiner Mutter gehasst hatte. Das hatte sie schon gemacht, als er noch ein kleiner Junge war. Das musste jetzt nicht auch noch Bella anfangen. Und dann diese Worte. Da konnte man eher noch kotzen. Er verdrehte nur die Augen, aber auch weil er nicht wusste, was er darauf noch sagen sollte. Nicht, dass er Bella noch verletzte, wo sie schon gegen seinen Charme immun war. Die Slytherin konnte einen wirklich fertig machen.

„Ach, tust du nicht?“ Ilias grinste. Rodolphus war doch sowieso schon davon überzeugt, warum sollte sie ihm dann nicht auch jetzt schon ein solches Geschenk machen? „Zum Geburtstag würde so etwas auch gut kommen. Oder nein, noch besser, zum Valentinstag.“ Wie furchtbar kitschig sowas doch war. Damit kam er überhaupt nicht klar.
„Ich würde überall besser aussehen.“ Das war einfach ein ungeschriebenes Gesetz. Bella sollte jetzt nicht auf die Idee kommen, ihm da zu widersprechen. „So, was würdest du denn mit mir machen?“ Er beugte sich zu ihr hin, wenn sie nicht wollte, dass irgendwer im Vorbeigehen etwas aufschnappen würde, konnte sie es ihm auch zu flüstern. „Und vielleicht machst du deine Arbeit ja ganz gut“ zwinkerte er schließlich. Das würde man wohl eher testen müssen. Wobei er doch wirklich hoffte, dass Bella die Leute, die sie pflegen sollte, nicht gleich foltern würde.
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Do Sep 23 2010, 22:54

Bellatrix lachte leise. „Aber Weihnachten ist das nächste, was zeitlich gesehen vor uns steht. Ich kann es ihm auch zu Halloween schenken, aber da schenkt man sich normal ja nichts.“ Sie zuckte mit den Schultern. Sie wollte Rodolphus auch nichts zu diesem Tag schenken. Zuerst mussten sie ihn heil überstehen. Und eine Nacht konnte ganz schön lang werden. Immerhin gab es eine wirksame Methode, um sich Rodolphus vom Leib zu halten, falls er ihr an die Wäsche wollte.
Dann fragte Ilias, was Bella lieber machen würde als ihn in der Eingangshalle aufzuhängen. Sie grinste amüsiert. „Rate doch einmal.“ Als könnte sich der Slytherin den Teil nicht auch denken. Warum musste immer alles ausgesprochen werden?
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Do Sep 23 2010, 23:36

„Du kannst vermutlich froh sein, wenn du von ihm ein Danke bekommst, weil du mit ihm auf den Ball gehst.“ Ilias traute Rodolphus aber eigentlich nicht einmal das zu. Solange er Bella hatte, war ihm wohl alles egal, auch aus welchem Motiv Bella mit ihm zum Ball ging. Hauptsache sie ging mit ihm. Ihm konnte es auch eigentlich egal sein, er wurde ja nicht ausgenutzt.
„Ich glaube ich brauch nicht raten.“ Ilias war sich ziemlich sicher und beugte sich weiter zu Bella vor, um sie schließlich zu küssen. Dann sah er sie an. „Oder soll ich noch über die Ländereien hüpfen und mich auf die Suche nach roten Nelken machen, damit du glücklich bist?“ Ilias zwinkerte ihr zu. Dann würde sie aber auch schön mit ihm kommen müssen. Er fragte sich gerade, ob er wirklich wusste, wie Nelken aussahen. Die Farbe war dann ja einfach zu bestimmen.

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BeitragThema: Re: Innenhöfe   So Sep 26 2010, 01:19

Bellatrix winkte ab, als es um das Thema Rodolphus als Ballpartner ging. Wenn sie zu viel darüber reden würde, dann würde sie noch die Bedingungen ausplaudern: Sie ging ja nur mit ihm zu Ball, weil er nicht verraten hatte, dass sie die gewesen war, die ihn in der Eingangshalle platziert hatte. Auch wenn Bella noch lange nicht glauben wollte, dass das Thema damit gegessen wäre. Rodolphus hatte zwar kein gutes Gedächtnis, aber solche Dinge behielt er sich zu gut. Trotzdem hatte es noch nicht genügt, dass er von ihr los lassen würde.

Die Slytherin lächelte dann leicht und neigte den Kopf zur Seite. „Ich glaube, dass ich heute auch so in deiner Nähe glücklich bin, ganz ohne Nelken.“ Vielleicht hätte sie es ihm doch nicht sagen sollen, da ihm wohl nun immer die roten Nelken im Kopf herum gehen würden, wenn er an sie dachte. Aber daran konnte Bella nun auch nichts ändern. „Was machen wir nun? Ich wollte nicht ewig hier im Regen herum sitzen...“
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Alphard Black
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Di Okt 05 2010, 23:19

Einstieg nach Zeitsprung


Alphard stand an eine steinerne Wand gelehnt und genehmigte sich in Ruhe eine Zigarette. Er konnte nur hoffen, dass ihm Miss Huxley nicht wieder über den Weg lief, aber vielleicht hatte er ja Glück und die Irre war schon dabei, sich auf den Ball vorzubereiten. Wie ihm der arme Tropf leid tat, der heute Abend mit ihr als Ballpartnerin auf dem Ball erscheinen musste…! Er nahm einen tiefen Zug aus seiner Kippe und blies kleine Rauchkringel in die Luft, bevor er die Zigarette zu Boden warf und mit der Fußspitze austrat. Am liebsten würde er sich noch eine genehmigen, aber er wusste ja, dass es ungesund war, und ihm nicht gut tat, und eigentlich wollte er seinen Zigarettenkonsum einschränken. Also versagte er sich zähneknirschend die nächste Tabakration und trommelte mit den Fingern unruhig gegen die Wand.

Wo Poppy wohl gerade war? Ob sie sich schon auf den Ball vorbereitete? Er freute sich schon sehr auf heute Abend und hoffte natürlich, dass sie das genauso empfand, aber ganz sicher war er sich nicht. Was war nur los mit ihm, dass er sich von einer Frau so verwirren ließ? Das passierte ihm doch sonst nicht…Er konnte doch so gut mit Frauen…! Aber Poppy war nicht wie andere Frauen… Und er musste gestehen, dass er bei ihr auch nicht wie sonst war…
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Dorcas Meadowes
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Do Okt 07 2010, 21:52

Einstieg nach Zeitsprung

Den Brief, den Dorcas von Dumbledore erhalten hatte, hatte sie schon längst geschluckt. Es war kein Problem für sie, dass sie als Aufsichtsperson nach Hogwarts beordert wurde, um auch am Ball anwesend zu sein. Vielleicht war es auch ganz gut. Der Brief von ihrem Chef dahingehend hatte die junge Aurorin auch nicht sonderlich überrascht. Es musste immer jemand draußen sein oder auf den Gängen. Sie konnten nicht gemeinsam die komplette Arbeit erledigen, dann bräuchten sie wohl noch einige Auroren mehr zu Aufsicht. Und auf die Lehrer konnte man an diesem Tag wohl nur zählen, was die Schüler anging. Alles andere lag wohl auch nicht in ihrem Einzugsgebiet, wenn man es so nennen wollte. Dorcas hatte sich schon den ganzen Tag Gedanken darüber gemacht, wie sie den Abend verbringen wollte. Sie hatte ja auch sonst niemanden, also wohl allein. Aber mit welcher Kleidung?

Noch ehe sich die ehemalige Ravenclaw darüber Gedanken machen konnte, hatte sie sich schon dazu entschlossen, noch ein wenig nach draußen zu gehen. Sie verließ das Schloss und sah sich kurze Zeit später in einem der Innenhöfe wieder. An der einen Wand gelehnt stehend, sah sie Alphard, der ja auch immer noch in irgendeiner Weise ihr Kollege war. Sie ging auf den Mann zu und stellte sich neben ihn. Während Alphard seine Zigarette ausdrückte, zog Dorcas eine Schachtel Zigaretten aus ihrer Jacke und sah kurz zu Alphard. „Magst du noch eine?“ Sie war sich eigentlich sicher, dass Alphard auch eine nehmen würde. Sie selbst nahm sich eine und steckte sich eine an. Langsam bließ sie den beruhigenden Rauch wieder aus.
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Alphard Black
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Mi Okt 20 2010, 02:14

Alphard & Dorcas


Alphard hatte gerade hinein gehen wollen – draußen zu sein erinnerte ihn ja doch nur daran, dass er eine weitere Zigarette rauchen wollte, obwohl er ja eigentlich keine rauchen wollte – als sich Dorcas Meadowes zu ihm gesellte. Alphard lehnte sich wieder gegen die Wand und grinste seine Kollegin freundlich an. In Gesellschaft konnte er ja auch noch ein wenig draußen bleiben, ohne der Versuchung der Zigaretten nachzugehen.

Falsch gedacht. Dorcas zog eine Zigarettenschachtel aus ihrer Jacke und bot ihm eine an. Von dannen zog sein guter Vorsatz, fortan gesund zu leben, und er nickte halb zähneknirschend, halb dankbar für die Ausrede, nun doch noch eine rauchen zu können. „Danke.“ Genau wie Dorcas zündete er die Zigarette an und nahm einen Zug.

„Dich hat man wohl abgestellt, um auf die Knirpse aufzupassen? Ich glaube, das hätte ich auch noch hingekriegt…“ meinte er und zwinkerte Dorcas zu, wurde dann jedoch ernster. „Es geht wohl um die ganzen Mordfälle in letzter Zeit, was…? Ist ganz schön verzwickt, die Lage. Und es gibt noch immer keine wirklichen Fortschritte?“

Eigentlich wollte er sich ja nicht über diese ganzen düsteren Vorfälle unterhalten. Den Tod von Richard Essex, der ja noch vor kurzem so was wie ein Kollege von ihm gewesen war, ignorierte er sowieso lieber, und außerdem war er ja eben noch so gut gelaunt gewesen wegen des Balles… Eigentlich wollte er sich das nicht vermiesen lassen.

„Aber naja, auf dem Ball wird schon nichts passieren…!“ meinte er folglich leichthin, während er weitere Rauchkringel in die Luft blies. „Hast du ne Begleitung?“
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Dorcas Meadowes
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Fr Okt 22 2010, 00:04

Dorcas steckte die Schachtel wieder in die Tasche ihrer Jacke, nachdem auch Alphard sich eine Zigarette genommen und angesteckt hatte. Sie zog den Reißverschluss der Tasche zu und sah in den Himmel. „Keine Ursache“ gab sie zur Antwort auf seinen Dank und sah dann den Mann neben sich an. Sie konnte ja nicht ahnen, dass sie gerade seinen guten Vorsatz zerstört hatte, aber selbst wenn, das war ihr relativ egal. Sie hatte ihn ja nicht dazu gezwungen.

Dorcas nickte. „Manchmal könnte ich mir wirklich besseres vorstellen, aber eigentlich hatte ich es nicht anders gewollt.“ Hatte sie eigentlich jemals erwähnt, dass sie wegen Emmeline freiwillig hierher gekommen war? Um ihre beste Freundin zu unterstützen und vor allem damit Emmeline nicht alleine hier war? „Ich muss ja nicht viel machen. Außer aufpassen, dass nichts passiert.“ Die Aurorin zuckte mit den Schultern. „Ja, um die geht es immer noch. Aber solange sie nichts finden, wird es auch schwer. Und wir sind ja auch nur noch zum Schutz hier. Ich glaube nicht, dass man das ganze Geschehen jemals aufklären wird, wenn wir nicht bald jemanden sozusagen auf frischer Tat ertappen.“ Sie machte sich kaum Hoffnungen, dass dies überhaupt passieren würde.

Dorcas seufzte kurz. „Alphard, ich wär mir da nicht so sicher, dass auf dem Ball nichts passieren kann. Wir sind vom Ministerium aus nicht umsonst dabei. Es sind nicht nur die Schüler und Lehrer hier, da kann einfach zu viel passieren.“ Sie wollte niemanden Angst einjagen, ganz und gar nicht. Aber unter den aktuellen Umständen musste sie zu Vorsicht anhalten. Und Dorcas war ohnehin eine skeptische Person, die irgendwie immer recht realistisch einschätzen konnte, ob jemand in Gefahr war, oder von jemanden Gefahr ausging. Und der Ball war etwas Spezielles. Es konnte viel passieren, es war eben eine große Veranstaltung. „Ich habe keine Begleitung und brauche auch keine für heute Abend. Ich bin nicht zum Vergnügen hier, sondern um heute Abend zu arbeiten.“
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Mi Okt 27 2010, 13:53

Alphard zog genüsslich an der Zigarette und fragte sich vage, warum er sich überhaupt vorgenommen hatte, seinen Zigarettenkonsum einzuschränken. Erstens würde er das sowieso nicht durchhalten, wie er ja soeben bewiesen hatte, und außerdem war es so entspannend… Ja, er wusste, dass es ungesund war, aber es würde ihn ja nicht gleich von heute auf morgen umbringen, nicht wahr? Aber Poppy würde es wohl nicht gerne sehen… Alphard seufzte unwillkürlich. Naja, er würde ihr ja schließlich keinen Rauch ins Gesicht blasen oder so etwas…

„Was ist mit diesen grünlichen Wolken?“ erkundigte er sich. Er hatte von dem seltsamen Phänomen in der Zeitung gelesen, ging aber davon aus, dass dort nicht alles verraten worden war, eventuell weil man der Bevölkerung keine Angst einjagen wollte… „Keine heiße Spur?“ Aber eine Spur waren sie doch zumindest, denn immerhin hatte man auch bei Rebecca eine grünliche Verfärbung der Wolken entdecken können. „Der Mord an Rebecca Oate und der an Ricky Essex sind doch wohl höchstwahrscheinlich vom selben Täter begangen worden? Oder wie sonst erklärt man sich das bei beiden aufgetretene Phänomen…?“

Alphard verzog leicht das Gesicht. Eigentlich hatte er sich doch nicht die Stimmung vermiesen lassen wollen und hätte es gerne vermieden, ernstere Gespräche über die mysteriösen Fälle zu führen, aber Dorcas hatte offensichtlich keine Lust, sich auf seinen vorgetäuschten Optimismus einzulassen. „Ich fürchte, du hast Recht… es ist möglich, dass auf dem Ball etwas passiert, zumal zwei der Morde direkt mit Hogwarts zu tun hatten, nicht wahr? Ich hoffe einfach, dass nichts passiert…“ Insbesondere hoffte er auf einen ruhigen Ablauf des Abends, damit er sich in Ruhe mit Poppy unterhalten konnte, mit ihr tanzen… Es war das erste Mal, dass er das Gefühl hatte, dass Poppy ihn nicht gleich erwürgen wollte, wenn sie ihn sah, und eigentlich wollte er das ausnutzen. Aber wenn etwas passieren sollte, war es ebenso klar, dass er sich seinen Kollegen – den Auroren, wohlgemerkt – anschließen würde, um die Anwesenden zu schützen.

„Ich habe eine Begleitung!“ verkündete er, mit einem Anflug von Stolz. „…aber wenn es hart auf hart kommt, geht bei mir natürlich auch die Arbeit vor… Ich bin schließlich immer noch Auror, auch wenn ich die zweifelhafte Ehre habe, lauter Teenagern etwas beibringen zu müssen…“
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Dorcas Meadowes
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Fr Okt 29 2010, 21:33

Dorcas nutzte das Schweigen von Alphard dafür, sich ein paar Gedanken über ihre Zukunft hier zu machen. Immerhin hatte Alphard wohl gerade eine Phase, wo er weniger redete. Zumindest sprach er im Normalfall deutlich mehr als Dorcas. Aber wer tat das nicht. Sie war ja fast schon die Verschwiegenheit in Person. Jedenfalls dachte sie sehr genau darüber nach, wann und wie viel sie erzählte. Allerdings drehte sie den Kopf zu ihrem Kollegen, als dieser auf einmal seufzte. Wo kam das denn jetzt her? Hatte er doch irgendwie etwas, was ihn Kummer bereitete? Allerdings sah sie ihn nur an, sie fragte nicht genauer nach. Es ging sie ja auch eigentlich nichts an, es sei denn, Alphard wollte gerade seine Gedanken mit ihr teilen.

Dorcas zuckte mit den Schultern. „Das ist der einzige Anhaltspunkt, den es gibt. Nur die grünlichen Wolken, die irgendein Symbol darstellen sollen.“ Sie sah Alphard kurz an. „Wenn man nicht herausfinden kann, wodurch diese Wolken entstehen, beziehungsweise wer sie so dahin zaubert, dann haben wir auch keinen Anhaltspunkt, wer für die Morde verantwortlich ist.“ Und genau darin lag das Problem. Wenn die Morde an Rebecca Oate und Richard Essex wirklich durch ein und dieselbe Person durchgeführt wurden und die Färbung der Wolken etwas damit zu tun hatte, dann musste man immer noch herausfinden, wer dafür in Frage kam. Im Moment sah es dadurch nicht aus, als ob sie einen Täter finden konnten. „Ich kann dir auch nicht sagen, wie man sich dieses Phänomen erklären soll. Aber es muss ja nicht immer nur ein einzelner Täter sein. Vielleicht ist es auch Zufall, dass es zwei Morde gab und zweimal die grünliche Färbung?“ Dorcas glaubte eigentlich nicht an Zufälle. Aber im Moment hatte sie kaum eine andere Wahl.

Dorcas musste kurz grinsen. Ja, man konnte wohl auch den optimistischsten Menschen davon überzeugen, einmal realistisch zu denken. Wenigstens ein Erfolg am Tag musste ja auch drin sein. „Ganz genau. Aber ich würde schon gerne wissen, was sie sich dieses Mal einfallen lassen. Oder besser gesagt, wer sich etwas einfallen lässt und wer das Opfer sein soll.“ Die Aurorin seufzte kurz. Sie hatte aber auch von Anfang an nicht gedacht, dass es ein ruhiger Abend für sie ein würde, wo sie ein paar Mal ihre Runden zog um dann festzustellen, dass alles in Ordnung ist. Sie zweifelte. Aber auch das war etwas, was sie meistens tat.

Wow. Super. Und sie nicht. Machte das jetzt einen Unterschied? Sie waren doch erwachsene Menschen. Dachte sie jedenfalls. Bei Alphard jedoch hatte sie gerade das Gefühl, er entwickelte sich wieder zurück, so stolz wie er von seiner Begleitung erzählte. „Und wer ist es?“ wollte sie dann wissen und hoffte, dass er sich keine Schülerin der älteren Jahrgänge angelacht hatte. „Und du sollst ihnen auch etwas Praxis beibringen, also hast du uns sowieso zu helfen.“

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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Sa Okt 30 2010, 12:28

Irrte er sich oder hatte Dorcas ihn nach seinem mehr oder weniger unfreiwilligen Seufzer fragend angesehen? Aber sie fragte nicht weiter nach, also ging auch Alphard nicht mehr darauf ein. Seine Frage nach Raucher oder Nichtraucher (Poppy zuliebe, nicht unbedingt wegen seiner Gesundheit) musste er ja ohnehin mit sich selbst machen, und derzeit hatte er noch das starke Gefühl, dass das Rauchersein gewinnen würde – Poppy war schließlich nur ein Flirt, und sie mochte ihn ja sowieso nicht. Ob sie ihn mehr mögen würde, wenn er aufhören würde zu rauchen? Aber es war ja müßig, darüber nachzudenken, solange die werten Kollegen ihm weiterhin ihre Kippen anboten und ihn damit in Versuchung führten.

Alphard zog zweifelnd die Augenbrauen hoch. „Ein Zufall? Zwei Morde, beide mit einem unerklärlichen Grüne-Wolken-Phänomen und das soll Zufall sein? Ich bezweifle es irgendwie… Ich meine, es ist natürlich möglich, aber heißt es nicht, dass die einfachste Lösung diejenige ist, die man zuerst in Betracht ziehen sollte? Ockhams Rasiermesser heißt das Prinzip, glaube ich…“ Hatte er dieses Prinzip durch die Aurorenausbildung gelernt, auf der Uni oder durch Lektüre von Sherlock-Holmes-Kurzgeschichten? Egal, es kam ihm auf jeden Fall ziemlich logisch vor, besonders in diesem Fall. „Aber dadurch wissen wir doch schon mal, worauf wir uns unter anderem konzentrieren sollten – man muss herausfinden, wie die Wolken entstehen. Ich denke mal, dass man davon ausgehen sollte, dass sie mit den Fällen verbunden sind, bevor wir das Gegenteil bewiesen haben…“ Es tat gut, sich wieder mit der Aurorenarbeit zu beschäftigen, wenn auch nur in der Zwiesprache mit Dorcas, sonst musste er ja fast fürchten, seine eigentliche Arbeit zu verlernen, während er hier als Lehrer aushalf.

Dorcas schien Optimismus, wie üblich, für eine völlig überflüssige Erfindung zu halten, und malte sich lieber schon mal aus, was auf so einem Ball alles passieren konnte. Vorausschau war zwar notwendig als Auror, aber man konnte es auch übertrieben. Immerhin konnte man schließlich für einen Angriff gewappnet sein und dennoch die Festlichkeiten genießen. Zumindest er konnte das, ob Dorcas auch dazu in der Lage war, wusste er nicht genau.

„Wer würde das nicht gerne wissen? Aber Kriminelle senden ja selten Ankündigungen ihrer Taten voraus, nicht wahr? Auch wenn uns das die Arbeit erheblich erleichtern würde…“ Er zuckte mit den Schultern. Klar, er würde auch gerne wissen, ob und was für den heutigen Abend geplant war. Aber er war sich ziemlich sicher, dass es keine Möglichkeit gab, dies auch zu erfahren, bevor der Abend verstrichen war, es sei denn sie entlarvten heute Morgen zufällig den Verantwortlichen, der hinter den Morden steckte, was er aber irgendwo bezweifelte.

Auch wenn das Gespräch der beiden Auroren sich nun überwiegend um den Ball und die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen drehte, vergaß Alphard nicht, dass sich das Thema auch um Ballverabredungen gedreht hatte. Ihm war gar nicht aufgefallen, dass der Stolz, der in seiner Stimme mitschwang, vielleicht befremdlich auf Dorcas wirken könnte und gewiss war es ihm nicht in den Sinn gekommen, anzudeuten, dass es einen Unterschied machte, ob sie jetzt einen Ballpartner hatte oder nicht, er freute sich einfach nur über seine eigene ‚Eroberung’. Jegliche Missbilligung, die in Dorcas’ Stimme liegen mochte, entging ihm vollständig. „Mit Poppy Pomfrey, der Schulkrankenschwester – sie war in meinem Jahrgang…Und was die Praxis meiner Schüler angeht, ich glaube nicht, dass sich alle von denen schon in einer Schlacht beweisen sollten, also wirst du mir hoffentlich verzeihen, wenn ich euch nicht mit einer vollständigen Schülerarmee zur Seite stehe, ich glaube, Professor Dumbledore würde das nicht so gerne sehen, meinst du nicht auch?“
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Sa Okt 30 2010, 23:54

Dorcas fragte nicht nach. Es war nicht ihre Art. Sie wollte nicht neugierig sein. Das hier hatte nichts mit irgendwelchen Ermittlungen zu tun, also konnte sie sich ruhig das Wort verbieten. Alphard schien ihren Blick zwar bemerkt zu haben - jedenfalls hatte das die Mittzwanzigerin so im Gefühl, aber er fragte zum Glück auch nicht nach, was sie wissen wollte. War auch besser so. Dann brauchte sie sich nicht ganz so ertappt fühlen, wie sowieso schon. Irgendwie mochte sie solche Situationen ha auch generell nichts und Alphards Zwiespalt hätte sie ihm ohnehin nicht abnehmen können. Das musste er schon mit sich selbst klären.

Dorcas seufzte. „Vielleicht hast du Recht. Eigentlich ganz bestimmt. Aber bevor wir nicht wissen, wodurch diese Phänomen erscheinen ist, können wir wohl kaum sicher davon ausgehen, dass beides miteinander zusammenhängt. Auch wenn es wohl so aussehen könnte. Man kann doch erstmal nur darauf schließen, dass die Morde zusammen gehören, ich mein, welcher normale Mensch bringt zuerst eine Schülerin und dann einen Lehrer um, die auch noch von der gleichen Schule stammen. Das macht doch überhaupt keinen Sinn. Und vor allem frage ich mich nach dem Motiv. Will da jemand auf sich aufmerksam machen, oder haben wir es mit einem Serienmörder zu tun?“ Alles Fragen, auf die Dorcas im Moment noch überhaupt keine Antwort wusste. Aber wenn sich etwas herausfinden ließ, dann wohl am ehesten hier an Ort und Stelle. Nur warum hatten sie dann bisher nichts gefunden? Es war alles so ungewiss und das störte die Aurorin. Sie wollte endlich Klarheit in diesem Fall und das wünschten sich wohl die meisten.

Dorcas schmunzelte kurz. „Also manchmal wäre ich für Arbeitserleichterung. Oder wenn sie es einem wirklich so leicht machen würden, dass man eine Chance hat, sie zu schnappen. Ich mein, im Normalfall kann man Morde ja noch irgendwie aufklären, nur die letzten beiden nicht.“ Sie seufzte. Aber sie wollte auch nicht wissen, was am Abend noch alles auf sie zu kommen würde. Sie hoffte noch auf ein ruhiges Fest. Auch wenn ihr dazu entschieden zu viele Personen anwesend sein würden.

Dorcas verdrehte nur die Augen. Seitdem Alphard hier war, entging ihm wohl, wie sie mit ihm umging. Auch wenn sie es missbilligte, dass er sich wie ein kleiner Schuljunge aufführte, schien ihm das völlig zu entgehen. Lag das jetzt etwa an seiner Begleitung für den Ball? Man munkelte wohl auch unter den Schülern, was mit den beiden los war, jedenfalls hatte sie da etwas aufgeschnappt. Hoffentlich war dem nicht so. Und hoffentlich würde Alphard schnellstmöglich zur Besinnung kommen, dass er andere Aufgaben an dieser Schule hatte, als die Schulheilerin abzuschleppen. Oder zumindest es zu versuchen. „Ich hoffe doch sehr für dich, dass du dich auf deine Arbeit besinnst und jetzt nicht vor hast, Poppy zu umgarnen. Ich würde es dir sehr übel nehmen, wenn du den Schülern dadurch nichts mehr beibringst und dadurch auch keine Armee aufstellen kannst.“ Der letzte Teil war gelogen. Die Armee sollten dann doch besser die darstellen, die es konnten. Alphard gehörte dazu. Aber keine Schüler, die man noch bevormunden musste.

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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Fr Nov 12 2010, 04:48


Alphard zog die Augenbrauen hoch. „Da stellt sich doch eher die Frage, welcher normale Mensch überhaupt einen Mord begeht. Und es besteht zumindest ein Zusammenhang zwischen den beiden Opfern. Beide waren mit Hogwarts verbunden. Wäre das nicht der Fall, gäbe es gar keine Verbindungen zwischen den beiden, wäre das noch sinnloser…“ Er dachte über Dorcas‘ andere Anmerkungen nach. Ein Serienmörder, das würde Sinn machen. Bislang gab es zwei Opfer, es bestand eine, wenn auch lose, Verbindung zwischen beiden, und der Mörder hatte eine Art Markenzeichen hinterlassen, auch wenn es bereits halb verblasst war, als die Auroren eingetroffen waren. „Wenn es ein Serienmörder ist, dann hegt er vielleicht einen Groll gegen Hogwarts? Und geht deshalb gezielt gegen Schüler und Lehrer vor?“ Da musste er sich ja fast Sorgen machen, als Lehrer in Howgarts, und dann auch noch an einer Stelle, die weithin als verflucht galt.

„Es kann natürlich auch sein, dass der Täter auf sich aufmerksam machen will – dann stellt sich nur die Frage, wieso?“ Alphard zuckte mit den Schultern. „Er muss ja schließlich ein Ziel haben. Wenn es sich zum Beispiel um einen Terroristen handelt, der mit seinen Taten etwas erreichen möchte, dann sollte es bald eine Art Forderung geben, oder?“ Was würde ein Terrorist als Nächstes unternehmen? Wenn man davon ausging, dass er sich in der Nähe von Hogwarts aufhielt, da die beiden Mordfälle, die eine Verbindung miteinander zu tun hatten, beide in Schottland, in unmittelbarer Nähe der Schule stattgefunden hatten, dann war es wohl anzunehmen, dass er als nächstes am Halloween-Ball in Erscheinung treten würde. Eine solche Gelegenheit würde er sich kaum entgehen lassen…

Alphards Blick verfinsterte sich. „Ich hoffe wirklich, dass wir genügend Sicherheitsvorkehrungen für heute Abend getroffen haben… egal, ob es ein Serienmörder mit Groll auf die Schule ist, oder ein Terrorist, in beiden Fällen ist es sehr wahrscheinlich, dass er heute Abend wieder etwas unternimmt…“

Dorcas hatte es also erfolgreich geschafft, ihm die Laune zu verderben. Aber ganz so pessimistisch wie sie war er dann doch nicht. Manchmal schien es ihm, als sähe sie außer ihrer Arbeit überhaupt nichts, und das konnte doch nicht gesund sein…

„Also, eigentlich habe ich schon vor, Poppy zu umgarnen,“ erwiderte er deswegen fast herausfordernd – ganz konnte ihm Dorcas‘ missbilligender Tonfal nun nicht mehr entgehen – „aber keine Sorge, ich bin durchaus in der Lage, zwei Aufgaben auf einmal zu erledigen: die Schüler werden exzellent vorbereitet sein. Aber auf die Armee musst du wohl verzichten. Wenn ich die Schüler schon auf Aurorenniveau bringen könnte, dann könnte man ja bald die Uni schließen – und mir natürlich einen Haufen Geld geben.“
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Dorcas Meadowes
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   So Nov 14 2010, 16:52

„Kein normaler Mensch würde einen Mord begehen. Und ein Mensch, der noch schlimmer tickt, als sowieso schon, würde nur ein Serienmörder sein.“ Da war sich Dorcas ziemlich sicher. Allerdings war kein Mensch wirklich als normal zu bezeichnen. Jeder hatte Ecken und Kanten, bei manchen waren sie nur etwas stärker ausgeprägt. Ihre Macke war es ja auch, dass sie sich vollkommen auf ihren Beruf konzentrierte, um ihr überhaupt nicht funktionierendes Privatleben ausblenden zu können.
Dann jedoch sah sie Alphard an. „Also es ist schon komisch, dass zwei Menschen umgebracht werden, die in Hogwarts lebten. Das Problem ist nur, dass es keine wirkliche Verbindung gibt, wo man sagen könnte, der Täter hat ein Motiv. Wenn es denn überhaupt ein und derselbe Täter war. Die Opfer waren Schüler und Lehrer. Wenn da wirklich eine Verbindung besteht, dann muss es jemand sein, der sowohl Essex als auch Oates kannte.“ Obwohl man sich eigentlich auch leicht über Mittelsmänner Informationen beschaffen konnte und nicht unbedingt davon ausgehen musste, dass der Täter auch in Hogwarts oder im Umfeld arbeitete. Es kam einfach jeder in Frage.

Dorcas zuckte ebenfalls mit den Schultern. Möglich war es. Sie glaubte sogar daran, dass Alphard damit Recht haben konnte. So abwegig war das gar nicht. Aber dann stand immer noch die Frage nach einem Motiv und dem Bild des Täters im Raum. „Auf jeden Fall ist es jemand, der ein Zeichen gibt. Die Veränderungen im Himmel müssen ja schon darauf schließen lassen, dass beide Täter oder beide Taten miteinander zu tun haben. Ich mein, welche zwei Idioten, die unabhängig mit jeweils anderem Motiv einen Mord begehen, denken sich das gleiche Zeichen aus?“ Das war schwachsinnig. Das würde doch keiner tun. Es sei denn, jemand wollte eine falsche Fährte legen. Nur hätte man dann nicht zwei Personen der gleichen Schule ausgewählt. „Ich bin jedenfalls mal gespannt, was es noch mit den Morden auf sich hat. Möglicherweise hast du mit der Theorie, dass es Terroristen sind, Recht.“ Bezweifeln wollte sie es nicht. Auch wenn es sich noch so absurd anhörte, irgendwo war es bisher der logischste Erklärungsansatz von allen gewesen.

Die Aurorin zuckte mit den Schultern. „Ich denke, dass kann man nie mit Gewissheit sagen. Wir haben Leute da und unter den Gästen werden auch noch die einen oder anderen guten Zauberer sein, die uns notfalls helfen können, ein Inferno abzuwenden.“ Sie war sich dessen sicher. Man konnte sowieso nur noch hoffen, dass die Schüler nicht zu Schaden kommen würden, sollte heute wirklich etwas vorfallen.

Dorcas war dann aber doch froh, als Alphard das Thema wieder in eine ganz andere Richtung lenkte. Während sie den letzten Zug ihrer Zigarette nahm und diese dann auf dem Boden ausdrückte, erzählte Alphard ihr von seinem Vorhaben. „Ich bin dann auf jeden Fall mal gespannt, wie sie darauf reagiert.“ Poppy sah nun nicht so wirklich danach aus, als wäre sie leicht zu haben. Da hatte Alphard sicherlich eine harte Nuss zu knacken, aber sie kannte ja auch nicht seine Qualitäten beim Flirten. Zum Glück sollte man meinen. Das war im Moment immerhin das letzte was sie brauchen konnte. „Ich weiß, das liegt dir ja wohl auch am Herzen. Aber das mit Geld besprechen wir nochmal, dann kannst du mich nämlich schon mal zur Hilfe einstellen, ich will ja nicht, dass du unter der Last zerbrichst“ schmunzelte sie dann.

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BeitragThema: Re: Innenhöfe   So Nov 21 2010, 17:16

cf: Große Halle, Seite 5

Moira & Alice

Als sie in einen der vielen Innenhöfe ankamen, sah sich Moira aufmerksam um. Einige Schüler trieben sich hier rum; sie redeten, diskutierten und schlenderten herum. Ob es unter ihnen auch welche gab, die noch keine Verabredung hatten?
Moira, immer noch Arm in Arm mit ihrer besten Freundin, setzte sich auf eine der Bänke. Sie war etwas kühl, weswegen sie leicht zusammenzuckte.
Ihr aufmerksamer Blick schweifte ab und gelangte schließlich zu Alice zurück.
Moira brauchte nicht lange, bis sie wieder grinste, doch diesmal war es etwas anzüglich.
"Und, hast du einen bestimmten Kanditaten im Blick?", fragte sie. Es war nicht zu leugnen, dass die Weasley ihre Freundin necken wollte, aber bei ihr war es ein realtiver Normalzustand, an den man sich schnell gewöhnte.
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Di Nov 30 2010, 21:55

cf: Große Halle

Alice betrat mit Moira die Innenhöfe. Sie setzen sich auf eine Bank. Alice blinzelte leicht in die Sonnenstrahlen. Und hast du schon einen Kanidaten im Auge drang Moiras Stimme in ihr Ohr.
Alice blickte sich um. Es gab hier wohl keine große Auswahl davon.
"Für wenn würdest du dich entscheiden wenn alle Jungs von der Schule noch nicht vergeben wären?" fragte sie stadtessen.
Sie wartete auf eine Antwort von ihr und ließ ihren Blick in den Himmel schweifen.
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Mi Dez 01 2010, 03:46


„Hm…“ Alphard zog noch einmal an seiner Zigarette, bevor er sie zu Boden warf und austrat. „Ja, ohne eine offensichtliche Verbindung zwischen den beiden, müsste der Mörder beide schon gekannt haben, damit ein persönliches Motiv ins Spiel kommen könnte… Schließlich gehen auch Serienmörder meist nach einer gewissen Logik vor und töten nicht immer willkürlich… Aber könnte es nicht sein, dass es eine Verbindung zwischen den beiden gibt, die uns bislang nicht aufgefallen ist, weil wir ihr keine Bedeutung zuweisen?“ Es konnte doch immerhin sein, dass eine Eigenschaft, die vielleicht den beiden Opfern gemein war, den Täter verärgerte, für die Auroren aber so normal war, dass es ihnen gar nicht auffiel.

Alphard musste fast grinsen, auch wenn er schon ahnte, dass Dorcas das gar nicht gutheißen würde. „…deine zwei Idioten, die sich unabhängig von einander dasselbe Zeichen aussuchen, müssten schon telepathisch begabt sein, damit ihnen das gelingen könnte…“
In Gedanken ging er die Akten zu Rebecca Oate und Richard Essex durch auf der Suche nach einer Gemeinsamkeit, und zwar einer, die nicht direkt auffiel. Dabei fielen ihm die Parallelen auf, die die Zeitungen zwischen Rebecca und Victor O’Geith gezogen hatten – beide waren in Hufflepuff gewesen. Konnte die Verbindung wirklich so trivial sein? Aber nein, Essex war ja niemals auf Hogwarts gewesen – erst als Lehrer war er an die Zauberschule gekommen. Gleichzeitig bemühte er sich, Dorcas weiter zuzuhören. Sie schien nun auch das Thema wechseln zu wollen – fast ein Wunder, wenn man bedachte, dass sie sich überwiegend für ihren Beruf interessierte.

„Wem sagst du das, ich bin auch gespannt, wie sie darauf reagiert…“ Immerhin wusste er ja, dass Poppy zumindest am Anfang des Schuljahres nicht gut auf ihn zu sprechen gewesen war – warum konnte er sich nicht denken. Vielleicht weil er früher in Slytherin gewesen war und sie in Gryffindor? Mehr konnte da doch nicht sein…
„Ach, du willst Professorin an meiner Privat-Uni werden, verstehe ich das richtig?“ Er grinste. „Ja, da können wir nochmal drüber reden…“

In Gedanken war er noch immer bei Poppy. Vielleicht dachte sie ja, dass er so arrogant war wie der Rest seiner Familie und sie verachtete, weil sie in Gryffindor gewesen war? Dabei hatte er ihr doch mittlerweile mehr als deutlich gemacht, dass er Interesse an ihr hatte – er wollte mit ihr flirten, verstand sich, nicht mehr – wie konnte sie da immer noch denken, dass er irgendetwas gegen ihr altes Schulhaus hatte?! Sein bester Freund war immerhin auch Gryffindor gewesen! Alphard runzelte die Stirn. War Poppy nicht muggelgeboren? Vielleicht lag es ja daran… Aber er hatte doch seine Vorurteile so gut wie vollständig abgelegt…

Alphard riss die Augen auf, plötzlich aufgeregt. Da war eine Verbindung, ganz eindeutig, zwischen den beiden Mordopfern, und dann auch noch eine, die einer ganzen Menge von Leuten als Motiv dienen konnte, zumindest wenn man sich in den Kreisen seiner eigenen Familie herumtrieb.

„Dorcas… die Opfer waren beide muggelgeboren…!“ Ja, das war durchaus ein Motiv für Zauberer, die Wert auf ihr reines Blut legten. Aber war es wirklich des Rätsels Lösung?
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Dorcas Meadowes
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Mi Dez 01 2010, 23:28

Dorcas zuckte mit den Schultern. Zu diesem Schluss war sie auch schon gekommen. Was sollte auch ein Mörder seine Opfer nicht kennen, wenn es keine Verbindung gab. Man schoss ja nicht wahllos den Todesfluch auf irgendwelche Opfer ab, wenn man keinen Grund hatte. Zumindest war es doch meistens so. Entweder der Täter war sowas von geistig verwirrt, dass ihm alles egal war, oder er hatte ein Motiv. Und letzteres überwog eigentlich. „Naja, im Prinzip muss es eine Verbindung geben, die uns noch nicht aufgefallen ist. Alles andere können wir – das glaub ich zumindest – direkt ausschließen.“ Eigentlich musste man ja doch nur mit gesundem Menschenverstand an diese Sache heran gehen.

Dorcas erwiderte das Grinsen kurz. „Oder der eine hat es dem anderen via Legilementik eingetrichtert.“ Sie glaubte selbst nicht mehr daran, aber naja. Man musste auf alles gefasst sein. Und so sehr würde sie es nicht wundern, wenn sie nachher mit verschiedenen Tätern, aber dem gleichen Motiv zu tun hatten. So etwas gab es allerdings auch eher selten, oder es war ihr bisher noch nicht unter gekommen. Während Dorcas so langsam mit ihren Gedanken von diesem Thema wegdriftete, schien sich Alphard weitere Gedanken zu machen. Jedenfalls hatte sie die Befürchtung, schließlich kannten sie sich lange genug, um zu wissen, dass Dorcas eher nicht so gesprächig war, wenn es ins Private ging. Aber das hier war heute auch eine ganz andere Situation als sonst.

„Nein, das verstehst du falsch. Aber wenn du mich jetzt in die Verwaltung steckst, dann werde ich zum Mörder.“ Das war doch mal eine deutliche Ansage. Nein, in die Verwaltung würde sie garantiert nicht gehen. Ihr reichte der Bürokram, wenn sie gerade nicht unterwegs war. Dafür hatte sie nicht gelernt und nicht studiert. „Aber eine interessante Erfahrung wäre es sicherlich, vor allem weil ich nicht so sehr davon überzeugt bist, dass du in der Lage bist, einen Privatuni zu errichten.“ Manchmal musste man die Dinge eben so sagen, wie sie einen in den Kopf schossen.

Dorcas spielte gerade mit einem Faden, der an ihrem Jackenärmel ab stand, als sie sah, wie Alphard die Stirn runzelte. Irgendwie hatte sie so das Gefühl, dass ihm gerade entweder etwas nicht passte, oder er etwas herausgefunden hatte. Sie war sich nicht sicher, ob sie ihn fragen sollte. Er schien ja schon irgendwie in Gedanken versunken und da fand Dorcas wohl kaum Platz. Als er auch noch die Augen aufriss, machte er ihr fast schon Angst und sie sah ihn ernst an. „Alles in Ordnung?“ fragte sie vorsichtig, aber da sprudelte es auch schon aus ihm heraus.

Sie verstand nicht wirklich, was Alphard ihr damit sagen wollte. Gut, auch wenn sie Muggelgeboren waren, was gab es dann für ein Motiv? Das sagte ja auch noch nichts über den Mörder der Personen aus. „Und was willst du mir gerade damit sagen? Ich mein, dass sie alle muggelgeboren waren, dass kann auch Zufall sein.“

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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Di Dez 21 2010, 23:00



„Kann ein Zufall sein, ja…“ stimmte Alphard ihr zu. „Aber da wir anscheinend völlig im Dunkeln tappen, würde ich es als Motiv dennoch nicht außer Betracht lassen…“ Sah Dorcas nicht, dass es viele Zauberer gab, für die allein die Tatsache, dass sie sich einem Muggelgeborenen gegenüber standen, Motiv genug war, zu morden? Natürlich waren die meisten Reinblüter sich zu fein für solche Methoden, viele fürchteten wohl auch um ihr Ansehen in der Gesellschaft – denn so sehr sie auch die Durchmischung von magischem und nicht-magischem Blut verachteten, den meisten war bewusst, dass sie in der Gesellschaft einer mächtigen Opposition gegenüber standen, denen die Reinheit des Blutes vollkommen egal war, die, eher im Gegenteil, muggelfreundlich-gesinnt waren. Das hieß aber nicht, dass es nicht doch einige Fanatiker gab, die auch zu extremen Mitteln greifen würden, um sich von den Schlammblütern zu befreien.

„Weißt du, Dorcas, ich kenne einige Zauberer, die den Verstorbenen sicher keine Träne nachweinen, ihren Tod vielleicht sogar begrüßen, nur weil sie muggelgeboren sind… es könnte schon ein Motiv sein, in den richtigen Kreisen…“ sagte er leise. In seinen Kreisen, zum Beispiel, oder besser gesagt, in den Kreisen seiner Familie. Wer sagte denn, dass der cholerische Caspar Lestrange, der Muggel, Halbblüter und Schlammblüter über alles hasste, nicht zum Morden fähig war? Oder vielleicht ein Rosier, ein Avery, wer wusste schon, wozu diese alten Familien fähig waren? Er würde es ja selbst seinem eigenen Schwager zutrauen, wenn er nicht annehmen müsste, dass dieser sich nicht selbst die Finger schmutzig machen würde…
„Dass du mich nicht für fähig hältst, eine Privatuni zu errichten, spricht ja Bände für dein Vertrauen in mich…“ scherzte er kurz, um die Stimmung ein wenig aufzulockern, wurde jedoch schnell wieder ernst. Das Hauptthema ihrer Diskussion war nun einmal eher ernsthaft, und Alphard kannte Dorcas gut genug, um zu wissen, dass sie sich eher über das Berufliche unterhielt statt dumme Witze über irgendwelche Privatunis zu machen, also kam er zu ihrer Idee, ihrem Scherz viel mehr, von vorhin zurück.

„…Legilimentik vielleicht nicht, aber dass mehrere Täter dasselbe Motiv haben, ist vielleicht doch nicht so unwahrscheinlich… Wenn es wirklich Terroristen sind, ist es ja vielleicht eine Gruppe von Zauberern?“ Eine Gruppe von reinblütigen Zauberern, die es auf Muggelgeborene abgesehen hatte, vielleicht? Oder ehemalige Schüler, die einen Groll auf Hogwarts hegten? Aber nein, das war lächerlich. Aus solch einem Motiv heraus mordete man doch nicht…“
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BeitragThema: Re: Innenhöfe   Di Dez 28 2010, 00:48

Es verwunderte sie, dass gerade Alphard der Meinung war, dass man dieses Motiv durchaus nicht außer Betracht lassen sollte, gerade wenn man im Dunkeln tappte. Möglicherweise hatte er recht. Ganz sicher sogar. Man musste jeder Einzelheit in diesem Fall nachgehen und wenn es nur die Tatsache war, dass alle Opfer den gleichen Blutstatus inne hatten. Ansonsten konnte man nie auf eine Verbindung schließen. „Ich denke, du hast Recht. Aber mal angenommen, genau das ist das Motiv. Wie sollen wir dann noch vorgehen, den Mörder zu finden? Ich meine, es gibt sicherlich nicht allzu viele, die Wert auf das Blut legen, aber sicherlich noch genug, die ein Motiv hätten.“ Vielleicht brauchte man auch einfach nur ein paar mehr Hinweise, als den bloßen Verdacht, dass auch der Blutstatus ein Motiv sein konnte?

„Aber denkst du wirklich, wir müssten genau in den Kreisen suchen? Bei denen, die alles dafür tun würden, damit ihr Blut weitergegeben wird und die ihre eigenen Familienmitglieder als schwarze Schafe hinstellen, weil sie anders denken?“ Dorcas würden sicherlich einige Beispiele dafür einfallen, war Alphard nicht selbst so jemand? Er musste sich doch eigentlich damit auskennen, oder nicht? Aber sollte sie daran wirklich glauben? Alphard mochte Recht haben, aber konnte er diese Vorwürfe nicht vielleicht auch anbringen, weil er die Denkweise nicht verstehen konnte? Dorcas versuchte es einfach nüchtern von beiden Seiten zu betrachten. Aber irgendwo musste sie Alphard Recht geben, auch wenn sie das nicht wollte. Egal. Sie sagte einfach gar nichts dazu und versuchte erst einmal ihre Gedanken zu sortieren.

Dorcas musste lachen. Sie konnte gar nicht anders. Hatte denn Alphard noch gar nichts über sie erfahren? „Du hast noch gut reden. Seit wann bin ich diejenige, die anderen uneingeschränktes Vertrauen entgegen bringt?“ fragte sie dann nach. Natürlich konnte Alphard jeder Zeit mit seiner Zeit anfangen, was auch immer er wollte. Aber trotzdem musste Dorcas zugeben, dass sie ihm die Leitung einer Privatuni nicht zutraute. Warum? Weil sie bisher den Eindruck hatte, dass Alphard ziemlich wechselhaft war und daher ihrer Meinung nach nicht ganz so gut geeignet.

Die schnellen Themenumschwünge von Alphard überraschten die junge Frau nun doch etwas. Sie hatte nicht erwartet, dass er so schnell zwischen Privatem und Beruflichem hin und her springen konnte. Eine ganz neue Seite an ihm und Dorcas hätte sich gewünscht, dass das Gespräch etwas geradliniger verlief. Na gut, man konnte nicht alles haben, aber immerhin waren sie beide in Gedanken schon etwas weiter gekommen, als das gesamte Ministerium in den letzten Wochen, seitdem die Morde begonnen hatten. „Damit könntest du Recht haben.“ Dorcas wusste nicht, ob sie mehr dazu sagen wollte. „Allerdings frage ich mich, wie sie dann darauf kommen, unschuldige Menschen einfach so zu ermorden? Ich mein, Lehrer sind für die Ausbildung ihrer Schüler zuständig, dabei ist es doch egal, ob er Flugkunde oder Muggelkunde unterrichtet. Muss es dann unbedingt sein, dass er nicht muggelgeboren ist? Und um die Schülerin tut es mir eigentlich noch mehr Leid, ich mein, sie kann doch am allerwenigsten dafür.“ Dorcas verstand so langsam die Welt nicht mehr. Was, wenn Alphard mit seinem Verdacht Recht hatte und es Terroristen waren? Dann hatten sie ein ganz großes Problem, denn irgendwie mussten sie früher oder später dieses Problem angehen.
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