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 Länderreien

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BeitragThema: Re: Länderreien   Mi März 25 2009, 14:00

EINSTIEG

Er hatte das Gefühl, dass das Schlossportal einen Schrim darstellte, eine schützende Mauer, die den Alltagstrubel und die lauten, geschwätzigen Stimmen der Schüler von ihm fernhalten würde, dass sie ihm kalt und steinern für einige Minuten Obdach bot, um sein von Nichts und wieder Nichts verwirrtes Inneres wieder in den Griff zu bekommen.

Mit angezogenen Knien saß Severus Snape am Fuße des Tors zum erhabenen Grundstück, lehnte den verpannten Rücken an das kalte Gestein und hielt seinen Kopf zwischen den Händen. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass ihn Gefühle der verschiedensten Art auf einmal überwältigt hatten, sodass er gar nicht mehr wusste, für welches er sich jetzt entscheiden sollte. Die letzten Tage ging das schon so: Sollte einmal irgendetwas, eine Kleinigkeit, ein nichtiges Ereignis, ein Wort, von dem Gewohnten abweichen, so sah er sich seit einiger Zeit selbst dabei zu, wie er unadäquat reagierte; in seinem Inneren brodelte es, er war glücklich und traurig, er liebte und hasste zugleich, er wollte lachen und weinen, er wollte umarmen und war bereit zuzuschlagen, alles im selbem Moment. Dabei war es gar nicht wichtig, wer gerade vor ihm stand, mit wem Severus sich unterhielt. Es geschah von allein, und seit heute plagte ihn eine unterschwellige, zermürbende Panik, irgendwann völlig die Kontrolle zu verlieren.

Er hatte gewusst, dass er nur rauskommen musste, einmal weg von den Gesichtern, die ihn zornig machten und an alles erinnerten, weg von der Schule, ihr einmal, für wenige Minuten den Rücken zukehren, dann würde der Schwall absinken, und er hatte Recht. Jetzt, da er vor dem Tor im nieselnden Regen saß, diesen löschend auf Fingern und Wangen spürte, merkte er, wie er Ruhe fand. Ruhe genug, um sich mit diesen seltsamen Dingen zu befassen, die wohl nur er selbst nachvollziehen könnte, oder aber jemand, der ihn gut kannte.

Mit neugeschöpfter Kraft sprang Severus auf. Er wusste, was er zu tun hatte. Er musste Lily finden, hoffen, dass sie Zeit für ihn hatte, um mit ihr alleine zu sein, sich Worte zurechtlegen, um seine Gefühle, derer er nicht mehr Herr war, zu beschreiben. Wenn ihm jemand helfen konnte, dann war sie das.

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Gabriel Bessant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Do Mai 07 2009, 00:08

pp: Große Halle (Zeitsprung)

Gabriel saß auf einer Steinmauer in der Nähe der Brücke, die von den Ländereien auf den Schulhof führte. Er hatte seinen Bruder heute noch nicht gesehen.. Dabei wollte er gerade jetzt so oft wie möglich bei ihm sein. Sein großer Bruder brauchte ihn jetzt, jetzt, wo er diese grässliche Diagnose erhalten hatte.

Gabs stieß mit dem Fuß heftig einen Stein zur Seite und fluchte leise. Warum hatte das passieren müssen? Lawrence hatte das nicht verdient… Niemand hatte so etwas verdient, aber ganz gewiss nicht Lawrence…. Und er durfte ihn jetzt nicht allein lassen – er musste ihn suchen…

Kurzentschlossen stand Gabs auf und bewegte sich auf die Brücke zu. Wo mochte Lawrence wohl stecken…?

Seine eigenen Problem ignorierte er, sie waren nebensächlich. Was machte es schon, dass eine seiner besten Freundinnen mir nichts dir nichts auf Hogwarts verschwunden war, um nach Amerika zu gehen? Das war nichtig neben dem, was Lawrence jetzt durchleiden musste…


Zuletzt von Gabriel Bessant am Fr Mai 08 2009, 17:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Do Mai 07 2009, 20:50

pp: Krankenflügel (Zeisprung)

Direkt nach dem Ende des Unterrichts hatte Lawrence sich in die Bibliothek gesetzt, um seine Hausaufgaben für den nächsten Tag zu erledigen, wirklich lange hatte er allerdings nicht dafür gebraucht. Der Schulstoff fiel ihm nicht schwer, er hatte auch keine Verständnisprobleme. Und seit jener Diagnose vor zwei Wochen vertiefte er sich immer mehr in die Arbeit. Irgendetwas musste er schließlich tun, um sich abzulenken, so schwer ihm das auch fiel. Als er jedoch wirklich nichts mehr zu tun gehabt hatte, hatte der Siebtklässler beschlossen, noch einen kleinen Spaziergang über die Ländereien zu machen. Er wusste, dass sein kleiner Bruder und sein bester Freund Ian sich vermutlich fragten, wo er denn schon wieder steckte, und ihm war auch klar, dass Gabriel sich vermutlich Sorgen um ihn machte, aber obwohl er die Zeit mit dem Jungen immer genossen hatte, verspürte im Augenblick immer öfter das Bedürfnis, allein zu sein. Er brauchte einfach Zeit, um mit seiner drohenden Erblindung zurecht zu kommen...
Die Diagnose der Krankenschwester hatte für ihn einen großen Schock bedeutet, von dem er sich noch immer nicht ganz erholt hatte. Einerseits konnte er es einfach nicht glauben. Es ging ihm doch gut, nur gelegentlich Kopfschmerzen, und zwischendurch diese... Sehfehler, aber das war doch nicht so schlimm... Andererseits hatte er auch ein Gefühl der Endgültigkeit, er wusste einfach, dass Madam Pomfrey sich nicht geirrt hatte. Er würde blind werden, unwiderruflich.

So in seine eigenen Gedanken versunken, bemerkte er nicht das schöne Wetter, er bemerkte auch nicht, wo er überhaupt hinging, aber irgendwann fand er sich in der Nähe auf der Brücke wieder, die von den Ländereien auf den Schulhof führte. Zum eigentlichen Schloss war es nun nicht mehr weit, aber noch wollte Lawrence nicht hineingehen. Mit einem leisen Seufzen ließ er sich auf einen großen Stein sinken, der unter einer alten Eiche mitten auf der Wiese lag. Nur noch ein paar Minuten, dann würde er in den Gemeinschaftsraum zurückgehen und nachschauen, ob er Gabriel irgendwo fand, nur noch ein paar Minuten...
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Gabriel Bessant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Fr Mai 08 2009, 17:23

Gabriel hatte unruhig auf einem Felsen balanciert, immer nach seinem älteren Bruder Ausschau haltend, als er plötzlich das Gleichgewicht verlor und etwas nach vorne stolperte. Er fiel jedoch nicht zu Boden, sondern stolperte nur ein paar Schritte nach vorne – dafür entdeckte er endlich Lawrence. Er saß etwas abseits auf einem flachen Stein unter eine alten Eiche.

Gabs seufzte bedrückt. Sollte er sich ihm nähern? Er hatte irgendwie das Gefühl, dass Lawrence in letzter Zeit lieber allein war – und wer konnte ihm das verdenken?. Aber er machte sich solche Sorgen um ihn.

Der Junge trat ein paar Schritte näher und beobachtete seinen Bruder ohne etwas zu sagen. Stumm stand er da und wagte es kaum, Lawrence aus seinen Gedanken zu reißen und auf sich aufmerksam zu machen.

„Law...?“ murmelte er schließlich sehr leise und ging ein paar Schritte auf die Eiche zu.
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BeitragThema: Re: Länderreien   So Mai 10 2009, 20:25

Lawrence hatte den Kopf in die Hände gestützt und starrte Löcher in die Luft. Er wusste noch nicht einmal, woran er denken sollte. Am liebsten wollte er gar nicht denken, aber das fiel ihm so schwer. Immer, wenn er es versuchte, kam ihm die Stimme der Krankenschwester wieder in den Sinn, wie sie ihm ihre Diagnose erklärt hatte. "Ihre Netzhäute lösen sich ab, Mr Plant. Sie werden vermutlich erblinden." Das waren ihre Worte gewesen, er würde sie wohl nie im Leben vergessen können. Aber warum nur? Warum gerade er? Er wünschte keinem, dass er erblindete, aber er verstand einfach nicht, warum es ihn treffen musste.

Bevor er jedoch noch weiter in seine düsteren Gedanken versinken konnte, hörte er die leise Stimme seines Bruders. Etwas irritiert hob er den Kopf, er hatte gar nicht gemerkt, dass Gabriel zu ihm gekommen war - es war ihm ja noch nicht einmal aufgefallen, dass der Junge überhaupt in der Nähe war...! "Hallo Gabs..." murmelte er und riss sich zusammen, um dem Drittklässler wenigstens ein halbherziges Lächeln schenken zu können. Er wollte nicht, dass Gabriel sich Sorgen um ihn machte. "Setz dich doch zu mir..."
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BeitragThema: Re: Länderreien   Mo Mai 11 2009, 03:13

Gabs verzog leicht das Gesicht. Lawrences Lächeln sah so gezwungen und gequält aus. Ganz und gar nicht so wie er das von seinem Bruder gewohnt war. Aber wer konnte es ihm verdenken?

Er trat näher zu ihm und setzte sich dann ganz dicht neben seinen älteren Bruder. Er lehnte sich gegen Laws Schulter und verharrte zuerst ganz stumm neben ihm. Er hoffte, dass er ihm irgendwie Trost spenden konnte, doch im Grunde war ihm klar, dass nichts das im Moment vermochte.

„Wo warst du die ganze Zeit…?“ fragte er leise und strich seinem Bruder behutsam über den Arm.

„Ich habe dich gesucht…“
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BeitragThema: Re: Länderreien   Mo Mai 18 2009, 21:01

Auch wenn Gabriel vielleicht nicht viel für ihn tun konnte, so war Lawrence doch froh über seine Gesellschaft. Gleichzeitig fragte er sich allerdings auch, warum er nicht gleich nach dem Ende des heutigen Unterrichts zu seinem kleinen Bruder gegangen war, sondern vorher noch allein sein wollte. Viel Sinn ergab es nicht, aber im Augenblick schwankten seine Gefühle andauernd.
"Och..." antwortete er leise und betrachtete das Gras zu seinen Füßen. Wie deutlich er einen Halm vom anderen unterscheiden konnte, wie satt ihre Farbe auf ihn wirkte. Und das sollte wirklich alles für seine Augen verschwinden? "Ich war zuerst noch in der Bibliothek, und danach noch ein wenig spazieren. Es ist so schönes Wetter..." Der Ravenclaw verstummte. Was sollte er sagen? Irgenwie gingen ihm in letzter Zeit immer wieder die Worte auf, weshalb er jetzt einfach nach Gabriels Hand griff und kurz drückte. "Was ist mit dir? Hast du eigentlich schon etwas von deiner Freundin gehört, Tamsin?" Trotz seiner eigenen Sorgen hatte Lawrence nicht vergessen, dass die Drittklässlerin Tamsin Danver, eine Freundin seines Bruders, vor kurzem nach Amerika gegangen war.
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Gabriel Bessant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Mi Mai 20 2009, 23:02

„Ja…“ antwortete Gabs leise. „Es ist sehr schönes Wetter…“ Er lehnte sich gegen Lawrence, sanft nur, doch er wollte ihm nahe sein, als hoffte er, ihn durch seine Nähe irgendwie trösten zu können, obwohl er doch eigentlich wusste, dass diese Hoffnung vergebens war, es geradezu sein musste…! Wie konnte er Lawrence trösten…? Es war schrecklich… Da gab es nichts daran zu deuteln, nichts was man abwiegeln, nichts wodurch man beruhigen konnte. Einfach nur grausam.

„Von Tamsin… jaaah…“ antwortete Gabs lang gezogen. Er wollte eigentlich nicht über Tamsins abrupten Aufbruch sprechen, ihm war eigentlich nicht danach zumute… Und Lawrence wollte vermutlich auch nicht hören, dass er sie sehr vermisste, musste ihm dieses Problem doch als geradezu nichtig erscheinen… Aber vielleicht wollte er sich ja ablenken? Vielleicht wollte er über etwas Triviales sprechen, um nicht daran denken zu müssen?

„Ich habe heute morgen beim Frühstück einen Brief von ihr bekommen… Aber ich bin noch nicht dazu gekommen, ihn zu lesen…“ Das entsprach nicht ganz der Wahrheit. Er hatte in letzter Zeit eher anderen Gedanken nachgehangen und wusste nicht, ob er sich auf Tamsins Schilderung eines amerikanischen Schultages einlassen konnte, zumal er, sobal er den Brief gelesen hatte, ihr auch antworten musste. Und er hatte ihr noch nicht von Lawrences…Diagnose erzählt. Tamsin war in die USA gezogen, bevor sich die Nachricht hatte verbreiten können. Mittlerweile wusste es natürlich fast jeder, auch wenn weder er noch Lawrence etwas hatten verlauten lassen. Auch Ian, das wusste er, würde nichts sagen, wenn Lawrence dies nicht wollte. Blieb also noch die Frage, wer es dann gewesen war…

„Hast du… hast du dir in der Bibliothek etwas ausgeliehen…?“
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BeitragThema: Re: Länderreien   Mi Mai 27 2009, 15:34

Jewel Jensson, 6. Klasse Hufflepuff

Nach Zeitsprung

Die junge Schwedin schrie kurz auf, ihre Bücher kippten ihr aus dem Arm und landeten auf dem Boden, ebenso wie das Mädchen selbst. Sie fluchte leise auf Schwedisch, wieso traf es immer sie? Okay, die Treppen runter laufen und dazu versuch mit der Person hinter sich zu reden, war nicht gerade eine ihrer besten Ideen. Jewel seufzte kurz, fuhr sich durch die langen, gewellten Haare, die sie heute offen trug, und sammelte die Bücher wieder auf. Zum Glück war Mike gerade nicht hier, der hätte was zu lachen gehabt. Wo steckte er eigentlich? Naja, spätestens in der nächsten Unterrichtsstunde würde sie ihn wiedersehen. Langsam stand sie wieder auf, Lust auf den Unterricht hatte sie heute überhaupt nicht. Für ihre Verhältnisse war sie sogar viel zu früh dran! Sie verzog kurz das Gesicht, machte sich jedoch wieder auf den Weg bis ihr plötzlich einfiel, dass sie ihren Stundenplan oben vergessen hatte. Nein, heute ging auch alles schief!
Ihr Blick fiel aus dem Fenster, hinaus auf die grünen Ländereien. Eigentlich hatte sie ja noch ein paar Minuten Zeit und wo sie hinsollte hatte sie auch vergessen, da konnte sie genauso gut, noch ein wenig an die frische Luft gehen. Vielleicht traf sie ja sogar jemanden aus ihrem Jahrgang?
Ein Lächeln zierte das Gesicht der Schwedin und sie verließ eilig das Schloss. Die warmen Sonnenstrahlen schienen ihr ins Gesicht und sie ließ sich kurzerhand ins Gras fallen, ihre Schulbücher lagen neben ihr. Der Unterricht konnte warten, sie fand man müsse dieses Wetter genießen, solange es noch so gut war.
Wie blöd nur, dass sie hier alleine war, niemand zum reden hier. Sie schloss die Augen um die Sonne zu geniessen und döste dabei ein.
Erst durch lautere Stimmen wurde sie geweckt, wie lang hatte sie geschlafen? Das Mädchen gähnte leise und blickte sich um. Sie sah viele Mitschüler, die hier herumliefen, offenbar hatte sie zu lange geschlafen.
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Do Mai 28 2009, 21:51

Lawrence war froh über die Nähe, die Gabriel ihm bot, auch wenn sein kleiner Bruder es vermutlich nicht wusste, irgendwie tröstete diese ihn schon. Auch wenn sie ihm nicht dabei half, zu vergessen, was geschehen würde, das konnte vermutlich nichts und niemand. Er versuchte andauernd, sich irgendwie abzulenken, er las ein Buch nach dem anderen, vertiefte sich in seine Hausaufgaben, er tat alles, was ihm in den Sinn kam, aber nichts brachte etwas. Was auch immer er tat, die Diagnose blieb wie eine dunkle Wolke über ihm hängen. Aber dennoch, auch wenn es ihm schwer fiel, in Gedanken bei der aktuellen Situation zu bleiben, so konnte er Gabriel doch noch anhören, dass er nicht über die Abreise seiner Freundin Tamsin reden wollte. "Lies ihn bald..." meinte er deshalb auch nur abschließend. Wenn seinem Bruder andere Gesprächsthemen lieber waren, dann würde er nicht darauf beharren, niemand sollte dazu gezwungen werden, über etwas zu sprechen, das er vermeiden wollte. Dann doch lieber über Bücher plaudern.

"Ja, habe ich..." Mit einem leichten, aber immer noch nicht ganz überzeugend wirkenden Lächeln nahm er die beiden Bücher, die er sich heute ausgeliehen hatte, aus seiner Tasche. Eines davon war lediglich ein Lehrbuch über Alte Runen, ein Fach, in dem er schließlich Ende dieses Schuljahres eine der Abschlussprüfungen schreiben würde, das andere jedoch ein schon etwas älterer Roman, der auch für einen Zauberer in den Bereich 'Fantasy-Buch' fallen würde. "Ich lese viel in letzter Zeit..."
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Marius
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BeitragThema: Re: Länderreien   Do Mai 28 2009, 22:50

Marius Plant, Lehrer für Arithmantik


Ausnahmsweise einmal nicht in seinem üblichen Kleidungsstück, einem Anzug, sondern in einem Muggel-Trainingsanzug war Marius an diesem Nachmittag nach Ende des Unterrichts auf den Ländereien unterwegs. Seiner Meinung nach müsste man das strahlende Wetter nutzen, schließlich war es wirklich nicht so häufig hier oben in den Highlands. Und was gab es schöneres, als unter diesem blauen Himmel ein paar Runden um den See zu joggen?
Mittlerweile hatte der junge Mann seine sportliche Betätigung allerdings beendet und lief locker zum Schloss zurück - beziehungsweise, er wollte zurück zum Schloss laufen, sollte aber nicht dort ankommen, da sein Blick auf eine Schülerin fiel, die im Gras saß und sich umschaute. Täuschte er sich oder sah sie etwas verschlafen aus? Grinsend beobachtete er das Mädchen eine Weile, dann ließ er sich neben ihr auf dem Boden nieder, während er in seinem Gedächtnis nach ihrem Namen kramte. Sie saß nicht bei ihm im Unterricht, daher kannte er sie nicht wirklich, aber normalerweise verfügte er über ein gutes Namensgedächtnis. "Miss...Jensson, nicht wahr?"
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Gabriel Bessant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Sa Mai 30 2009, 14:29

Gabriel drückte sich immer noch an seinen Bruder – er wusste einfach nicht, wie er ihn sonst trösten sollte. Der blonde Junge lehnte seinen Kopf gegen die Schulter des Älteren, der so oft für ihn da gewesen war, und seufzte leise.

„Ja, ich lese ihn bald... Heute Abend irgendwann...“

Und dann würde er ihr antworten müssen. Vielleicht erkundigte sie sich sogar nach Lawrences Gesundheit, schließlich hatte sie seine Sorge um ihn ja deutlich mitbekommen... Und was sollte er ihr dann sagen?

Lawrence lächelte ihn leicht an, aber es war nicht das warmherzige, liebe Lächeln, das er von ihm gewohnt war. Es sah gestellt aus, gezwungen und nicht besonders überzeugend. Gabs versuchte das Lächeln zu erwidern, doch es gelang ihm selbst mehr schlecht als recht, denn seinen Bruder so leiden zu sehen, tat ihm in der Seele weh.

Um sowohl sich selbst als auch Lawrence abzulenken, griff er nach dem Roman, den Lawrence sich ausgelesen hatte, und blätterte, mehr oder weniger lustlost, darin herum.
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BeitragThema: Re: Länderreien   So Mai 31 2009, 12:16

Jewel Jensson, 6. Klasse Hufflepuff

Jewel streckte sich nochmal ausgiebig, wie konnte sie nur hier einschlafen? Sie schüttelte grinsend ihren Kopf, gut dass kein Lehrer sie hier gefunden hatte, sonst müsste sie jetzt Nachsitzen und dabei war noch so schönes Wetter.
Sie blickte sich langsam um und erkannte einige Mitschüler von sich, die ganz in der Nähe wohl ein Gespräch führten. Jewel wollte nicht stören und zudem war sie jetzt einfach zu faul um sich zu rühren. Dann fiel ihr neugieriger Blick auf eine Person, die langsam auf sie zugejoggt kam. Es handelte sich um einen ihrer Lehrer und Jewel schnappte kurz überrascht nach Luft, als er sich neben ihr niederließ. Genau genommen war es nicht ihr Lehrer, da sie Arithmatik nicht belegt hatte, was sie bis jetzt noch nie bereut hatte aber dennoch er war immer noch ein Lehrer. Ein ziemlich gut aussehender Lehrer, sie hatte schon oft Mädchen über ihn kichern hören und sie konnte es ihnen nicht verübeln. Die Schwedin lächelte zur Begrüßung und fuhr sich durch die blonden Haare. Bestimmt waren sie total zerzaust, doch damit musste sie jetzt wohl leben. „Guten Mor.. äh Abend.“ Sie musterte den Lehrer von der Seite, es war gewöhnungsbedürftig einen Lehrer bei seiner Freizeitaktivität zu sehen, wie er auch noch in Sportsklamotten. „Genau.“ Nickte sie als Mr. Plant nach ihrem Namen fragte. „Gehen sie oft joggen?“ Eigentlich hatte sie nichts sagen sollen, doch die Neugier hatte ihr wieder mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Peinlich, sie sollte sich den Mund zukleben. Vielleicht. „Also ich meine ich will nicht aufdringlich oder neugierig oder sowas sein..“ setzte sie an, doch sie kam nur in stottern. Mist!
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Livia
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BeitragThema: Re: Länderreien   Mo Jun 01 2009, 16:05

Livia Sage, 5. Klasse Ravenclaw



Tief atmete Livia die warme Abendluft ein. Sie war froh heute endlich mal aus dem Schloss herauszukommen, den Nachmittag hatte sie größtenteils mit Lernen verbracht, das musste eben auch mal sein. Besonders wenn man wie Liv die schlechte Angewohnheit hatte, alle Hausaufgaben und Arbeiten immer bis zum letzten Tag aufzuschieben und man dann mittags mehr zu tun hatte, als eigentlich überhaupt ging. Aber für heute hatte die junge Hexe es endlich geschafft und nun beschloss sie sich noch ein wenig nach draußen zu verziehen, bevor es dunkel werden würde - und bis dahin hatte sie ja auch noch genug Zeit, es war erst früh am Abend.
Gedankenverloren schlug Livia einen der Wege, die vom Schloss an den Wiesen vorbei führten ein. Wohin sollte sie gehen? Ein bestimmtes Ziel hatte sie eigentlich nicht vor Augen, hauptsache nicht im überfüllten Gemeinschaftsraum sitzen müssen. Trotzdem, ein bisschen Gesellschaft könnte ich schon gebrauchen, dachte Liv und lies ihren Blick kurz suchend über die Wiese schweifen. Nein, von ihren Freunden war niemand zu entdecken. Vielleicht versuch ich's mal am See, überlegte die Ravenclaw kurz und schlug dann einen Weg in Richtung See ein, beeilte sich aber nicht wirklich, sondern lies sich beim gehen etwas Zeit.
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Mike Wallet



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BeitragThema: Re: Länderreien   Mo Jun 01 2009, 23:35

[Einstiegspost]

Gemächlich schlenderte Mike aus dem Schloss hinaus auf die Ländereien, es war noch ziemlich warm er hatte also gut daran getan sich keine Jacke an zu ziehen. Der junge Zauberer, war froh aus dem Gemeinschaftsraum zu kommen in dem noch immer Hausaufgaben auf ihn warteten. Er hatte zwar schon fast den ganzen nachmittag nur Hausaufgaben gemacht, aber zu seinem Bedauern wurden sie nicht weniger.
Mike hoffte jemanden von seinen Freunden hier draußen an zu treffen er ließ seinen Blick über die Ländereien schweifen und tatsächlich entdeckte er Livia, eine seiner Freundinen die im Haus Ravenclarw war. "Livia!", rief er der Hexe erfreut zu und ging schnell zu dem Mädchen hinüber, die sich anscheinend auf dem Weg zum See befand. Bei ihr angekommen grinste er die Freundin an "Hey Livia! Auch hier? Wie geht es dir?"
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Livia
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BeitragThema: Re: Länderreien   Di Jun 02 2009, 22:31

Livia Sage, 5. Klasse Ravenclaw



"Livia!" Eine laute Stimme riss Liv aus ihren Gedanken. Fast ein wenig erschrocken fuhr die junge Hexe herum und entdeckte Mike, der den Weg endlang zu ihr herüber kam. Sofort erschien ein Lächeln auf Livia's Gesicht, anscheinend musste sie heute doch nicht alleine bleiben. Schließlich war der Hufflepuff bei ihr angekommen und fragte sie, wie es ihr ginge.
"Hey Mike!", begrüßte sie ihn,"Klar, mir gehts gut! Und dir?" Neugierig wandt sie sich Mike zu, er schien auch ganz guter Laune zu sein, wahrscheinlich war er wie sie den Hausaufgaben im Gemeinschaftsraum entkommen. Aber der frühe Abend war eindeutig zu schön, um ihn im überfüllten Gemeinschaftsraum zu verbrigen, rausgehen war wohl das einzig sinnvolle was man heute machen konnte.
"Hast du irgendwas vor?", fragte sie Mike, "Oder bist du auch nur einfach den Hausaufgaben entflohen?" Ein Grinsen breitet sich auf ihren Lippen aus, ihr selbst ging es nicht anders.
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Mike Wallet



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BeitragThema: Re: Länderreien   Do Jun 04 2009, 20:50

"Mir geht es sehr gut!", antwortete er auf Livias Frage. Vor einer halben Stunde noch hätte seine Laune nicht schlechter seien können, doch nun da seine Hausaufgaben irgend wo in seiner Schultasche vergammelten hatte er deutlich bessere Laune.
Auf Livias Frage ob er etwas vorhätte schüttelte er den Kopf: "Nö, ich hab nichts bestimmtes vor, Ich entfliehe nur dem überfüllten Gemeinschaftsraum un meinen Hausaufgaben! Hast du noch etwas vor?"
Der Hufflepuff schaute kurz auf zum Himmel, es war so gut wie gar nicht bewölkt und die Sonne schien sogar. "Echt schönes Wetter," sagte der Hufflepuff mehr zu sich selbst asl zu der Ravenclarw.
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Sa Jun 06 2009, 02:32

Lawrence beobachtete wie Gabriel in dem Roman blätterte, den er sich heute in der Schulbibliothek ausgeliehen hatte. Er hatte ihn selbst noch nicht gelesen, aber es versprach eine interessante Lektüre zu werden. Oder zumindest würde es das unter anderen Umständen versprechen. Es stimmte, er las viel in letzter Zeit, und teilweise ganz gewiss um sich abzulenken, aber sonderlich gut funktionierte es nicht, wenn er ehrlich war. Immer wieder kam ihm der Gedanke, dass er nicht wusste, wie viele Bücher er noch würde lesen können. Vielleicht war das auch ein Grund für die vielen Stunden, die er lesend in der Bibliothek oder im Schlafsaal verbrachte; vielleicht wollte er ganz einfach noch möglichst viele Bücher kennenlernen, bevor er es nicht mehr konnte... Fast schon ein wenig unwillig schüttelte Lawrence leicht den Kopf. Konnte er es nicht denn nicht einmal vergessen, verdrängen? Und sich auf das Gespräch mit seinem kleinen Bruder konzentrieren?

"Interessiert es dich?" fragte er nach einer Pause, die schon fast zu lange andauerte. "Wenn du möchtest, kannst du es gerne vor mir lesen, ich habe ja noch das hier." Er ergriff das Lehrbuch und hielt es kurz hoch. "Ich habe schließlich noch viel zu lernen in diesem Jahr, vor den Abschlussprüfungen." Zugeben, bis dahin hatte er noch viel Zeit, es war erst September, das Schuljahr hatte vor gerade einmal zwei Wochen begonnen, aber es konnte nie zu früh sein, um mit dem Lernen zu beginnen, damit man nachher nicht in unnötigen Stress geriet. Er fühlte sich einfach sicherer und ruhigerer, wenn er genügend gelernt hatte. Lawrence war bewusst, dass Ian das anders sah, dass sein bester Freund vermutlich erst auf den letzten Drücker mit den Vorbereitungen anfangen würde, aber so war er nun einmal. Aber wenn Lawrence gerade schon an seine Klassenkameraden dachte - was war mit Taylor Statham? Der Siebtklässler wusste, dass sein Schlafsaalkamerad seit seiner Geburt blind war, und auch wenn er Mitgefühl mit dem Jungen empfand, so hatte er ihn doch schon immer dafür bewundert, wie er in Hogwarts zurecht kam. Vielleicht... ja, vielleicht sollte er einmal mit ihm reden...
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Marius
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BeitragThema: Re: Länderreien   Sa Jun 06 2009, 18:15

Marius Plant, Lehrer für Arithmantik


Marius bedachte die Schülerin mit einem charmanten Lächeln. "Guten Abend. Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, wenn ich Ihnen ein wenig Gesellschaft leiste." Er wusste zwar selbst nicht so genau, welchen Sinn diese Handlung haben sollte, aber er war ohnehin niemand, der sich immer logisch und vernünftig verhielt. Das lag wohl schon in der Familie. Und der Anblick der Hufflepuff, die sich durch die Haare strich und immer noch ein wenig verschlafen wirkte, dazu ihr Versprecher, amüsierte ihn ein wenig. Er hatte sich wohl nicht getäuscht, das Mädchen hatte ein kleines Nickerchen gemacht, und vielleicht hatte sie dadurch sogar Unterricht verpasst. Aber er würde ihr deswegen keine Vorwürfe machen, schließlich hatte er selbst mehr als einmal eine oder zwei Stunden geschwänzt, als er selbst noch Schüler gewesen war. Solange sie ihren Abschluss machen und mit ihrem Ergebnis zufrieden sein würde, sah er das alles nicht so eng.

"Ja, ich gehe recht oft joggen, oder treibe irgendeine andere Art Sport. Wenn es geht jeden Nachmittag nach dem Unterricht." Marius hatte Sport schon immer geliebt, und er brauchte diesen körperlichen Ausgleich einfach. Wegen dieser Leidenschaft bedauerte er es immer wieder, dass außer Quidditch und der Tanz-AG kein Sport für die Schüler angeboten wurde. Womöglich sollte er einmal mit Professor Dumbledore darüber sprechen. Die Muggel kannten so viele schöne Sportarten, die doch bestimmt auch jungen Zauberern Spaß machen würden. "Aber jetzt will ich Sie nicht weiter stören. Dösen Sie noch schön." Er zwinkerte ihr zu, diese kleine Spitze hatte er sich dann doch nicht verkneifen können. Aber das Mädchen wusste hoffentlich, dass er es nicht böse oder vorwurfsvoll meinte, sonst würde er sie gewiss nicht immer noch anlächeln. Mit diesen Worten erhob er sich und joggte langsam zum Schloss zurück. Es wurde Zeit, dass er sich wieder umzog.

tbc: Büro Marius Plant


Zuletzt von Marius Plant am Mo Jun 15 2009, 21:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Taylor
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BeitragThema: Re: Länderreien   So Jun 07 2009, 17:09

Taylor Statham, 7. Klasse Ravenclaw

[einstiegspost]

Es regnete nicht und das fand Taylor schade. Er mochte das Geräusch von den Tropfen auf allen möglichen Untergründen, am liebsten jedoch, wenn das Nass auf seine Haut fiel. Deshalb war er nicht ganz so glücklich darüber, dass die Sonne noch schien. Es gefiel ihm aber, dass es kühl war und nicht so heiß. Eigentlich schönes Wetter, wenn auch ohne Regen. Er spürte, wie Cleo ihm um die Beine strich, als er die Treppen hinunter stieg, die ihn vom Schloss weg auf die Ländereien führte. Er wusste noch nicht, wo er hinwollte und ließ sich mehr oder weniger einfach treiben, er hoffte bloß, dass nicht zu viele andere Schüler hier draußen waren, auch wenn er das für unwahrscheinlich hielt. Er hielt seinen Stock vorsichtig in der Hand, ließ ihn über den Weg gleiten. Er hasste es, denn das machte ihn alles andere als unauffällig und vermutlich saß hinter irgendeinem Busch jemand, der sich über ihn lustig machte. Er ließ seufzend den Kopf hängen und ging langsam weiter.
Noch hörte der junge Ravenclaw keine ihm vertraute Stimme, war nur die Frage, war es gut oder nicht? Eigentlich wollte Taylor ja seine Ruhe haben, ein wenig alleine sein. Also so wie immer. Aber er überlegte, ob es ihm wirklich schaden würde, einen seiner wenigen Freunde zu treffen und sich mit ihnen zu unterhalten. Also hörte er etwas genauer hin, ob er nicht doch jemanden traf.

Er folgte dem Weg, über die Brücke, das vertraute 'Tack Tack' seines Stockes hallte auf dem Holz unüberhörbar wider und er schämte sich ein klein wenig dafür, er konnte aber nichts dafür und so versuchte er, so sicher, wie es ihm möglich war, auf die andere Seite zu kommen. Der Klang vom Stock auf Holz wich einem anderen und er seufzte. Gut, das hatte er schon einmal geschafft. Er hörte Cleo leise maunzen und wusste, dass er nicht ganz alleine war. Nur, wohin wollte er jetzt? Unschlüssig blieb er stehen.
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Gabriel Bessant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Di Jun 09 2009, 00:45

„Ach… nein… lies du es nur zuerst…“ erwiderte Gabs. Er wollte Lawrence doch nicht seine einzige Ablenkung nehmen… Das wäre wirklich unfair von ihm und außerdem hatte er auch noch anderes zu lesen. Tamsins Brief, zum Beispiel… Aber das wollte er noch ein wenig aufschieben. Immerhin war er sich fast sicher, dass sie ihn nach Lawrence fragen würde und dann müsste er ihr erzählen, was Miss Pomfreys Untersuchung ergeben hatte, und wenn er ehrlich war, dann wollte auch er selbst, genau wie Lawrence diese Hiobsbotschaft am liebsten verdrängen…

Gabriel zog die Knie an und stützte seinen Kopf darauf. Ob Lawrence jemals wieder fröhlich werden würde…? Er konnte es sich fast nicht vorstellen und das stimmte ihn mehr als traurig. Der blonde Junge seufzte leise, blickte auf das noch feuchte Gras und folgte mit den Augen den Bewegungen der kleinen Käfer, die emsig ihrer Arbeit nachgingen. Sie waren klein und zerbrechlich und eine einzige Bewegung von ihm konnte sie auslöschen.

Wir sind uns gar nicht so unähnlich…

Als Gabs wieder aufsah, entdeckte er Taylor Statham, einen Ravenclaw aus dem Jahrgang seines Bruders, der auch mit Lawrence befreundet war. Taylor war blind, von Geburt an, also konnte er Lawrence vielleicht helfen. Auch wenn Gabriel nicht wirklich wusste wie. Und er wusste auch nicht, ob Lawrence Taylors Anwesenheit jetzt schätzen oder sie eher als störend empfindend würde, mochte es schließlich sein, dass Taylor ihn an sein eigenes, ihm bevorstehendes Schicksal erinnerte.
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Di Jun 09 2009, 12:41

"Wenn du meinst..." erwiderte Lawrence leise und packte die beiden Bücher wieder zurück in die Tasche. Einen Moment verharrte er in dieser Haltung, den Blick auf das feine Muster im Leder gerichtet, mit einer Hand strich er über den Verschluss, dann schüttelte er sich leicht und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf seinen kleinen Bruder. Besorgt betrachtete er ihn von der Seite. Gabriel sah so bedrückt aus, so unglücklich. Lawrence seufzte leise. Er wusste, dass Gabs sich Sorgen um ihn machte, aber er mochte es nicht, den jüngeren so zu sehen. Nach einer Weile legte er ihm den Arm um die Schultern und drückte ihn an sich. "Gabriel..." begann er mit leiser Stimme, brach dann aber ab. Es gab einfach nichts zu sagen. Dem Siebtklässler war klar, dass es absoluter Unsinn war, seinem Bruder zu sagen, er solle sich keine Sorgen machen. Das war nichts, was man einfach an- oder abstellen konnte.

Bevor die Gesprächspause sich jedoch zu sehr in die Länge ziehen konnte, bemerkte Lawrence seinen Freund Taylor gar nicht einmal so weit entfernt von ihnen zusammen mit seiner Katze, seiner treuen Begleiterin, neben der Brücke stehen. Gerade eben noch hatte er an ihn gedacht, wie so oft in letzter Zeit. Vielleicht würde ihm dessen Gesellschaft wirklich gut tun. "Taylor!" rief er deshalb zu seinem Klassenkameraden hinüber. "Möchtest du zu Gabriel und mir kommen?" Er vertraute darauf, dass der Blinde ihn an seiner Stimme erkennen würde, immerhin teilten sie seit mehr als sechs Jahren einen Schlafsaal.
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BeitragThema: Re: Länderreien   Do Jun 11 2009, 01:52

Gabriel lehnte sich gegen Lawrence, als dieser einen Arm um ihn legte und ihn an sich drückte. Sacht legte er seine eigene Hand auf Laws Arm und drückte ihn leicht, dann sah er ihn von der Seite aus an. Er wirkte blass… Natürlich wusste Gabs, dass auch er dunkle Ringe unter den Augen hatte und nicht sehr gesund aussah, doch er hoffte, dass es Lawrence nicht auffallen würde. Sein großer Bruder hatte schon genug Sorgen…

Bevor er noch entscheiden konnte, ob er Lawrence auf Taylor aufmerksam machen konnte, hatte dieser seinen Freund schon selbst entdeckt und ihn zu ihnen gerufen.

„Hallo, Taylor!“ sagte daraufhin auch Gabriel, denn obwohl Lawrence Taylor bereits gesagt hatte, dass auch er hier war, doch er hielt es für höflicher, sich noch selbst zu erkennen zu geben.
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Taylor
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BeitragThema: Re: Länderreien   Do Jun 11 2009, 16:33

Taylor Statham, 7. Klasse Ravenclaw

Taylor lauschte weiter den Geräuschen um sich herum, unsicher, wohin er gehen sollte. Er konnte sich manchmal wirklich nicht entscheiden und er wusste auch nicht genau, wo es für ihn am besten war, ohne wirklich sonderlich wahrgenommen zu werden. Er hatte eben immer das Gefühl, dass jeder ihm etwas Böses wollte, auch wenn er rein rational wusste, dass das gar nicht stimmte. Trotzdem befürchtete er, dass man sich über ihn lustig machte. Das war vermutlich einfach so, wenn man immer irgendwo gepiesakt wurde und das kannte er aus seiner Kindheit ja ganz genau. Nur, weil er nicht so war, wie die anderen. Und das in vielerlei Hinsicht... Er hoffte bloß, dass das etwas unsichtbares war. Noch mehr Gründe, gehänselt zu werden brauchte er nicht.

Gerade, als er sich wieder in Bewegung setzen wollte, hörte Taylor einen ihm sehr bekannte Stimme. Kein Wunder, waren er und der Rufende doch seit Jahren befreundet und im selben Schlafsaal untergebracht. Er neigte den Kopf in die Richtung, aus der Lawrence gerufen hatte und machte sich vorsichtig auf den Weg zu ihm. Gut, dass Cleo bei ihm war. Dass Gabriel mit dabei war, hatte er schon aus Lawrence' Anrede mitbekommen, aber er lächelte leicht, als der Jüngere ihn auch begrüßte. Er kam bei beiden an und lächelte. Er wusste ja, dass die beiden ihm nicht schaden würden. "Hallo! Schön, jemanden zu treffen, den man mag!" Das machte ihn gleich viel sicherer.
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Länderreien   Sa Jun 13 2009, 23:28

Lawrence warf seinem Bruder von der Seite einen Blick zu. Gabriel sah so ... blass aus, er hatte richtige dunkle Ringe unter den Augen, als ob er nicht mehr genug schlafen würde. Der Siebtklässler machte sich Sorgen um ihn, doch er beschloss, erst später mit dem Jüngeren darüber zu sprechen, wenn sie wieder allein sein würden, denn in diesem Moment kam sein Klassenkamerad Taylor, den er gerade gerufen hatte, auch zu ihnen. Kurz lächelte er Gabriel noch an, dann wandte er sich an seinen Freund. "Hallo Taylor. Ja, es ist immer schön, Freunde zu treffen", erwiderte mit seiner ruhigen, sanften Stimme. Freundschaft war in der Tat etwas wunderbares, denn Freunde konnten einem immer helfen, allein schon durch ihre Anwesenheit.

"Wie geht es dir, Taylor?" fragte er auch gleich weiter, und bei Lawrence konnte man sich sicher sein, dass es sich nicht um eine bloße Floskel handelte, sondern dass er sich ehrlich für das Befinden seiner Mitmenschen interessierte. Der Siebtklässler war ein junger Mann, der immer versuchte, für andere dazusein und ihnen zu helfen, wann immer er es vermochte. "Aber verzeih, möchtest du dich vielleicht setzen?" Höflich erhob er sich von seinem Platz auf dem Felsen, einerseits um Taylor Platz zu machen, andererseits auch, um ihm helfen zu können, sollte er es denn wollen.
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