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 Der See

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Taylor
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BeitragThema: Re: Der See   Mo Aug 03 2009, 23:09

Taylor Nightstone, 5. Klasse Slytherin

Taylor lächelte James an und antwortete: "Nein, mich interessiert sowas eigentlich nicht. Ich finde solche Leute einfach nur lächerlich, die total drauf achten wer reinblütig ist oder nicht". Sie bückte sich und hob ihr Buch auf. "Hast du deinen Aufsatz für Verteidigung gegen die dunklen Künste schon gemacht?" und deutete dabei auf ihr Buch.
Es schien nicht so als hätte er im Unterricht am Morgen überhaupt darauf geachtet was Professor Black erzählt hatte und nach seinem Duell mit Sev, als er in den Krankenflügel verschwunden war, konnte er auch nicht mehr viel davon mitbekommen haben. "Du hast ja nicht viel vom Unterricht mitbekommen. Wenn du willst helf ich dir". Sie lächelte wieder.
Auch wenn sie anders war als die anderen Slytherins, so übertrieben hilfsbereit war sie noch nie gewesen. Aber der erste Eindruck ist entscheidend und sie wollte nicht, dass James schlecht über sie denkt. Früher war ihr die Meinung anderer Leute egal gewesen, aber dieses Jahr wollte sie sich ändern. Das mit der ungewöhnlichen Slytherin entsprach auch nicht ganz der Wahrheit, da sie vor ein paar Wochen genauso war, wenn nicht noch schlimmer.

[OOC: Sorry ich bin grad so unkreativ -.-]

tbc: zeitsprung
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Thomas Changer



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BeitragThema: Re: Der See   Do Aug 06 2009, 21:15

[OOC: Zeitsprung]

Thomas hatte heute eine Menge Dinge vor, die normaler Weise nicht zu seinem Schulalltag gehörten. Das lag allerdings einzig und alleine daran, dass heute auch kein normaler Schultag war, sondern Hogsmeade-Wochenende und das bedeutete, dass die Schüler in das kleine Zaubererdorf gehen konnten. Die meisten seiner Klassenkameraden hatten es dabei wohl auf Geschäfte wie den Scherzartikelladen oder den Honigtopf abgesehen, doch Tom hatte vor allem praktische Einkäufe zu erledigen und würde sich dann die Zeit im Dorf vertreiben.

Er mochte es, durch die Gassen zu streifen, ohne irgendetwas bestimmtes vorzuhaben. Man fühlte sich irgendwie frei und konnte den Alltag hinter sich lassen. Bester Laune überquerte Tom die Ländereien und näherte sich Hogsmeade.

tbc: Hogsmeade >> Straßen
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Emrys Yaxley



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BeitragThema: Re: Der See   Sa Okt 31 2009, 02:12

pp: Große Halle

Ohne auf Mitschüler oder sonstige Menschen, die hier draußen unterwegs waren, zu achten, ging Emrys ruhig, aber zielstrebig auf den See zu, an dessen Ufer er sich entlang bewegen wollte. Schließlich hatte er nicht vor, sich zu lange auf den Ländereien aufzuhalten, aber er hielt auch nichts davon, sinnlos in der Gegend herumzulaufen. Ein Ziel musste man haben, immer.
Während er das Ufer abschritt, ruhte sein Blick nachdenklich auf der Wasseroberfläche, die von einem leichten Wind gekräuselt wurde - was zu kleinen Wellen führten. Sofort dachte an ein Buch, das er erst kürzlich gelesen hatte, über die mathematische Beschreibung ebendieses Phänomens. Ja, so etwas konnte man in der Schulbibliothek von Hogwarts finden, man musste nur wissen, wo. In der Physik verstand man unter einer Welle, ein sowohl räumlich als auch zeitlich veränderliches Feld, wobei jedoch wichtig war, dass es Energie, jedoch keine Materie durch den Raum transportierte. In der Mathematik sprach man aber erst dann von einer Welle, wenn die sie beschreibende Gleichung eine Lösung einer Wellengleichung ist. Tief in seine Gedanken versunken blieb Emrys schließlich neben ein paar Steinen stehen, den Blick immer noch auf das Wasser fixiert.
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BeitragThema: Re: Der See   Sa Okt 31 2009, 23:01

cf: Straße

Wütend war die Slytherin zurück nach Hogwarts gestapft. Wäre sie doch bloß nicht aufgestanden. Der Tag hatte so schön angefangen, warum musste er in einem Desaster enden, wo es doch gerade erst Nachmittag war? Das konnte doch nicht wahr sein. Gut, einen Erfolg pro Tag erzielen reichte vollkommen aus, es waren in der Tat sogar drei, allerdings steigerte es weder ihre Laune, dass sie einen Ballpartner hatte, noch dass sie sich ein Kleid hatte kaufen lassen und schon gar nicht, dass sie ungesagte Zauber gewirkt hatte. Ihr Bruder machte einfach alles kaputt. Wie konnte man nur so idiotisch sein? Cassandra konnte das nicht begreifen.

In Hogwarts angekommen, brachte sie zunächst ihre Tasche zurück in den Schlafsaal. Es musste sie ja nicht jeder hier mit ihrem Ballkleid in der Tasche herumspazieren sehen. Dann erst machte sie sich wieder auf den Weg, ihre Wangen waren immer noch vor Wut gerötet. Was fiel diesem Typen eigentlich ein? Hätte er doch bloß alleine den Spaß gesucht und sie nicht mit nach Hogsmeade geschleppt. Nicht aufregen, mahnte sie sich selbst und rannte einfach los um ihren Ärger zu vergessen. Irgendwann war sie am See angelangt, doch in ihrer Wut achtete sie gerade auf niemanden. Sie kickte ein paar Steine aus dem Weg, nicht darauf achtend, dass noch jemand am See stand. Vermutlich konnte Emrys den Windzug spüren, der in diesem Moment an seinen Beinen entlang ging, bevor der Stein auf der Wasseroberfläche auftraf. Einen zweiten kickte sie versehentlich und ohne es mitzubekommen sogar gegen ihn.
Ja, Cassandra war wirklich wütend und vermutlich sollte ihr jetzt nur jemand unter die Augen treten, der es entweder schaffte ihr den Wind aus den Segeln zu nehmen oder der sonst in irgendeiner Weise mit ihr klar kam.
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BeitragThema: Re: Der See   Mo Nov 09 2009, 01:15

Den ersten Stein, der gegen seinen Schuh prallte, bemerkte Emrys noch nicht einmal, so vertieft war er in seine Überlegungen, als dann jedoch ein weiterer die Wasseroberfläche traf und das Muster der Wellen veränderte, fand Emrys wieder in die Gegenwart, in die Realität jenseits der Mathematik zurück und hob langsam den Kopf. Wer es wohl war, der seine Konzentration durch etwas so sinnloses wie Steine schießen störte? Wenigstens diese Frage konnte er schnell beantwortet, stapfte doch gerade seine Klassenkameradin und Ballpartnerin Cassandra Jugson auf ihn zu.
Mit erhobenen Augenbrauen betrachtete Emrys sie. Er war kein Fachmann, wenn es darum ging, die Gefühle und Stimmungen seiner Mitschüler zu erkennen, aber wenn jemand sich auf eine solch heftige Art und Weise bewegte und dabei nach Steinen kickte, war die Laune vermutlich nicht allzu gut, überlegte er, während er beobachtete, wie sie näher kam. "Cassandra", sprach er sie mit gewohnt leiser und ruhiger Stimme an. Er würde sie nicht fragen, was los war, ob er richtig lag mit seiner Annahme, dass sie nicht gut gelaunt war, doch seine sparsame Mimik drückte ebenjene Frage aus. Nur ob Cassandra dies würde erkennen können, war nicht unbedingt gesagt.
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Nov 13 2009, 00:19

Hätte Emrys die junge Jugson nicht angesprochen, so hätte die es erst gar nicht mitbekommen, dass da überhaupt jemand stand, den sie doch eher schon zu ihren Freunden zählten. Wie gut dass es Emrys war und nicht irgendwer, ansonsten hätte sie nun befürchten können, dass sie direkt ausgefragt wurde. Und eigentlich hatte sie nicht wirklich das Bedürfnis mit jemanden zu sprechen.
Cassandra sah ihren Klassenkameraden kurz an und ihre Lippen zuckten zu einem Lächeln, welches allerdings sogleich wieder verschwand. „Hallo“ grüßte sie ihn leise und stellte sich neben ihn. Etwas unbeholfen sah sie aus, musterte Emrys kurz und betrachtete dann den See. Sie wusste nicht, was sie gerade erzählen sollte, aber sie empfand die Stille auch nicht als schlimm. Wohlmöglich wollte Emrys auch gar nicht erst wissen, warum sie gerade nicht gut drauf war und das war dann wiederum auch gut so. Und wenn sie ehrlich war, mochte sie die Stille sogar, sie hatte nicht das Gefühl sagen zu müssen, dass sie nicht gut drauf war, dass sie eigentlich ihre Ruhe wollte, eigentlich sah man das sogar von selbst. Sie konnte ja auch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob Emrys sich das überhaupt alles so anhören wollte.
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BeitragThema: Re: Der See   Di Nov 17 2009, 01:27

Direkt, nachdem Emrys seine Klassenkameradin begrüßt hatte, hatte er den Blick wieder gesenkt und betrachtete nun erneut scheinbar vollkommen versunken die Wasseroberfläche, doch in Gedanken war er noch immer bei Cassandra, nicht mehr bei der Berechnung der Wellen, die er beobachten konnte. Sie hatte ihn ebenfalls nur gegrüßt und stand nun schweigend neben ihm, und an jedem anderen Tag wäre Emrys das nur recht gewesen, und auch bei jedem anderen seiner Mitschüler, Jezebel vielleicht ausgenommen. Er hielt nichts von Gesprächen ohne Inhalt, die einfach nur dem Zweck dienten, eine Stille, die wohl als unangenehm empfunden wurde, wie Katrina ihm einmal erklärt hatte, zu unterbrechen und zu füllen. Allerdings war Cassandra seine Ballpartnerin, also sollte er vermutlich etwas Interesse an ihr und ihrem Wohlergehen zeigen, wenn möglich ohne zu aufdringlich zu sein.

Nachdem er zu diesem Schluss gekommen war, drehte Emrys leicht den Kopf in Cassandras Richtung, schaute aber knapp über ihre Schulter anstatt ihr ins Gesicht zu sehen. "Du bist nicht gut gelaunt", stellte er mit leiser, ruhiger Stimme fest und wartete auf ihre Reaktion. "Zumindest gehe ich davon aus." Ganz sicher konnte er sich schließlich nicht sein, jeder Mensch konnte sich täuschen. Errare humanum est, irren ist menschlich, so hieß es doch. Er würde es dem Mädchen selbst überlassen, ob sie ihm erzählen wollte, was ihre Stimmung so gedrückt hatte, denn soweit er es beurteilen konnte, war diese heute morgen bei ihrem gemeinsamen Frühstück in der Großen Halle noch besser gewesen.
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BeitragThema: Re: Der See   Di Nov 17 2009, 13:08

Cassandra erwartete gar nicht, dass Emrys nach dem Grund ihrer Laune fragte. Vielleicht war es sogar gut, dass er wohlmöglich gar nicht festgestellt hatte, dass sie schlecht drauf war. Auch wenn das eigentlich nicht zu übersehen war. Und Cassandra machte wohl auch keinen großen Hehl daraus, es war ziemlich offensichtlich, dass ihr jemand in die Quere gekommen war und sich damit noch mächtig Ärger einfangen würde. Zur Not konnte sie auch ziemlich gut mit Ignoranz strafen, was wohl bei den meisten am besten fruchtete.
Ein kurzer Seitenblick zu ihrem Ballpartner verriet ihr, dass Emrys sich wieder der Wasseroberfläche widmete. Vielleicht war dies auch ganz gut so, so musste sie immerhin nicht erzählen, was passiert war. Das Gute an Emrys war wirklich, dass er nur die nötigsten Fragen stellte, wenn überhaupt. Selten hatte sie jemanden erlebt, der so ruhig war und nicht so neugierig war, dass es schon mehr als nur nervte. Sie hielt ihm das wirklich zu Gute.

Cassandra hatte sich wieder dem Wasser gewidmet, als Emrys ihr auf den Kopf zusagte, dass sie nicht gut gelaunt war. Die Slytherin zuckte kurz zusammen, sie hatte nicht damit gerechnet, dass Emrys ihr mit Worten so nahe kam. Noch weniger hatte sie allerdings damit gerechnet, dass er sie tatsächlich auf irgendetwas ansprach und somit gar in einer Weise Interesse an der Siebtklässlerin zeigte. Auch wenn für sie nicht auszumachen war, warum. Soweit ging zumindest keine Freundschaft zwischen den beiden. "Stimmt", war der kurze Ausruf der Slytherin. "Du hast Recht." Was sollte sie noch mehr sagen? "So ist das halt, wenn der Bruder über jemanden bestimmen möchte.." Das wiederum war nur eine Teilwahrheit. Tristan hatte sie lediglich dazu gezwungen mit ihm nach Hogsmeade zu gehen. Der Rest war von ihr ausgegagen, sie konnte sich selbst dafür tadeln, dass sie Tristan überhaupt auf dumme Ideen gebracht hatte. Immer noch aufgewühlt, sah sie stur geradeaus, auch wenn es unhöflich gegenüber Emrys war, dass sie ihn während des Gespräches nicht ansah.
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BeitragThema: Re: Der See   So Nov 22 2009, 20:32

In der Tat war Cassandras schlechte Laune schon so offensichtlich, dass sie selbst Emrys nicht entgehen konnte, und das, obwohl es ihn sonst meist nicht interessierte, welches Gesicht seine Mitschüler zogen. Das war immerhin ihre Angelegenheit, und es war nicht sicher, ob er der Siebtklässlerin überhaupt auf den Kopf zugesagt hätte, dass sie schlechter Stimmung war, wenn sie sich nicht an diesem Morgen für den Halloweenball verabredet hätten, immerhin hatte es bislang noch nicht sehr viele Gespräche zwischen den beiden gegeben, waren sie doch beider eher ruhig, wenn auch auf unterschiedliche Arten.

So aber nickte Emrys langsam und gemächlich, als seine Klassenkameradin seinen Verdacht bestätigte. Schweigend wartete er ab, ob sie noch etwas hinzufügen würde, und auch wenn sie ihm nicht unbedingt genau in den Grund ihrer Stimmung einweihte, so gab sie ihm zumindest einen Anhaltspunkt, in dem sie meinte, so wäre es, wenn ein Bruder über jemanden bestimmen wollte. "Tristan", bemerkte er mit ausdrucksloser Stimme, denn natürlich kannte er Cassandras Bruder, gingen sie doch alle in eine Klasse. Allerdings war die Schwester seiner Meinung nach eine angenehmere Gesellschaft als Tristan, den er auch zwar auch in seiner Gegenwart akzeptierte, mit dem ihn ansonsten aber nicht sehr viel verband.

Kurz wanderten seine Gedanken dann jedoch zu seiner eigenen Schwester, Rhiannon, aus der 3. Klasse. Hatte er nicht auch schon versucht, über sie zu bestimmen? Es lag ihm fern, dem Mädchen etwas vorzuschreiben, allerdings hatte er das unbestimmte Gefühl, sie manchmal vor sich selbst beschützen zu müssen, auch wenn er selbst das Wort 'beschützen' in diesem Kontext nie verwendet hätte. Aber da Rhia im Augenblick vermutlich noch in Hogsmeade war, auf jeden Fall nicht hier bei ihnen, verdrängte er sie wieder aus seinen Gedanken und konzentrierte sich auf Cassandra. "Warst du mit ihm in Hogsmeade?" erkundigte er sich deshalb. Er konnte sich nicht ganz sicher sein, da er seine Klassenkameradin seit dem Frühstück nicht mehr gesehen hatte, aber die Vermutung lag nah, immerhin hielten sich heute die meisten Schüler des Schlosses im Dorf auf, und es war offensichtlich, dass die Jugson-Zwillinge Zeit miteinander verbracht hatten.
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BeitragThema: Re: Der See   Mo Nov 23 2009, 23:26

Mittlerweile war Cassandra doch ganz froh, dass sie auf Emrys und nicht auf irgendwen gestoßen war. Es wäre nicht auszumachen, wenn sie die Herren Mackenzie – obwohl sie Jezzie doch irgendwie mochte, er war nur in solchen Angelegenheiten nicht der richtige Gesprächspartner – Lestrange, Malfoy oder Avery schlichtweg gemieden hätte. Auch wenn sie sich nicht sicher sein konnte, ob jetzt Emrys wirklich die beste Unterhaltungsmöglichkeit war. Doch immerhin war sie sich sicher, dass er weder viel erzählen würde, noch Zwischenfragen stellte, noch es dem erst besten Menschen weiter erzählen würde, was sie für Sorgen hatte. Ganz davon abgesehen, dass Cassandra es auch nicht erzählen würde.

Cassandras Blick streifte Emrys kurz. „Richtig, Tristan…“ gab sie zurück und zog eine Schnute, nicht wissend, was sie dazu noch sagen sollte. Vermutlich kannte Emrys ihn besser, als Cassandra es sich denken konnte. Zumindest wusste sie, dass sie jetzt nicht noch beschreiben musste, wer Tristan überhaupt war, immerhin waren sie alle im selben Haus und in derselben Klasse. Das konnte an niemanden vorbei gehen. Und Tristan zu ignorieren war Cassandras Meinung nach schon ein schwieriges Unterfangen, wann machte ihr jüngerer Zwilling nicht auf sich aufmerksam? Etwas, was die Jugson niemals verstehen würde…

Sie nickte. „Ja, er meinte ja, er müsste mich nach dem Frühstück gleich dahin verschleppen, ohne mich vorher zu fragen, ob ich überhaupt möchte. Meine Foltermethoden haben nichts genützt, er hat das getan, was er wollte, ich hab schlechte Laune und die anderen werden noch ihren Spaß haben.“ Die Slytherin zuckte mit den Schultern, kurz schlich sich ein gemeines Grinsen auf ihre Lippen, wenn sie daran dachte, welch Wunder sie vollbracht hat, um Tristan auch mal die Peinlichkeit zu bescheren, die ihm gebührte. Immerhin stieß er sie auch an den Rand des Wahnsinns mit seinen Aktionen.
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Nov 27 2009, 14:13

Mit einem fast schon nachdenklichen Blick hörte Emrys Cassandra schweigend zu, auch wenn sie nicht ansah sondern nach wie vor die Wasseroberfläche betrachtete. Nur dachte er nicht mehr Wellen nach, sondern vielmehr über seine beiden Klassenkameraden, die Jugson-Zwillinge. Ja, Tristan schien es in der Tat manchmal darauf anzulegen, aufzufallen, ein Verhalten, das Emrys nicht wirklich verstehen konnte, sah er doch keinen Vorteil darin. Es mochte positiv sein, bekannt zu sein, allerdings war es seiner Meinung nach besser, seine Ruhe haben zu können. Tristan jedoch schien dies wohl anders zu sehen, ganz im Gegensatz zu seiner Schwester Cassandra, die eher Emrys' Vorstellungen von einer guten Gesprächspartnerin erfüllte, auch wenn es noch nicht allzu häufig zu einer richtigen Unterhaltung zwischen den beiden stillen Siebtklässlern gekommen war.

"Ich gestehe, dass mir nicht ganz klar ist, was geschehen ist", kommentierte er Cassandras Worte, nachdem er sie sich mehrfach hatte durch den Kopf gehen lassen. Seine Antwort sollte jedoch keinesfalls eine Aufforderung an das Mädchen sein, mehr zu erzählen, denn der nüchterne Ton, in dem er sprach, machte deutlich, dass es sich lediglich um eine Feststellung handelte. "Du sprichst von Foltermethoden, deiner schlechten Laune und dem Spaß anderer. Jedoch hast du außer deinem Bruder keine anderen erwähnt. Und Folter ist eine recht drastische Methode, Tristan deinen Willen näherzubringen." Ihn beschlich das Gefühl, dass Cassandra es vielleicht nicht ganz wörtlich gemeint hatte, schließlich dürfte sie ihren Zwillingsbruder kaum mitten in der Großen Halle mit einem Cruciatus-Fluch belegt habe, aber weshalb benutzte sie dann dieses Wort? Foltermethoden?
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BeitragThema: Re: Der See   Sa Nov 28 2009, 21:41

Da sprach sie einmal ausführlich und in ganzen Sätzen – und dazu noch mit jemanden, mit dem sie sonst eher weniger sprach – und dann war sie schon wieder nicht sehr verständlich, was ihren Ausdruck anging. Vermutlich hätte sie sich selbst nicht verstanden, wenn sie sich ihre Worte nochmal durch den Kopf gehen lassen würde. Sie blickte Emrys an und lächelte kurz.
„Sagen wir, ich habe mich etwas an meinem Bruder ausgetobt. Ich wollte nicht nach Hogsmeade, schon gar nicht mit ihm. Ich muss dann immer die Sachen machen, die er will, seine Freunde sind immer mit dabei und ich fühl mich dann einfach nutzlos und als wäre ich ihnen nur ein Klotz am Bein. Ich mein, wer will schon mit mir etwas zu haben …“ Sie machte eine kurze Pause und wandte ihren Blick wieder auf den See. „Ich habe die Bedingung gestellt, dass er mir dafür ein Ballkleid kauft. Damit fing eigentlich schon alles an. Ich hatte meinen Spaß ihn damit zu foltern, ihm war langweilig und dann musste er der dummen Verkäuferin auch noch vorsingen..“ Cassandra ballte die Hand zur Faust. Es machte sie schon wütend, wenn sie nur daran dachte, in welche Peinlichkeiten Tristan sie beide stürzte. „Ich mag es einfach nicht, wenn er solche peinlichen Dinge tut. Jedenfalls konnte er nicht aufhören zu sticheln und dann hab ich ihm rote und grüne Haare mit blauen Punkten verpasst und ‚Ich bin doof!’ auf der Stirn erscheinen lassen.“ Kurz zuckte sie mit den Schultern. „Vielleicht nicht die feine englische Art, aber ich wette davon hat er nichts mitbekommen. Eigentlich ein Erfolg, dass ich einen unausgesprochenen Zauber gewirkt habe…“ Warum erzählte sie das alles überhaupt? Es interessierte doch ohnehin niemanden. Entschuldigend sah sie wieder zu Emrys. „Entschuldige, ich wollte dich nicht mit der Geschichte meines Vormittags nerven..“
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Dez 04 2009, 01:00

Emrys nickt nur, auch dann, als Cassandra meinte, sie wolle ihn nicht mit der Geschichte seines Vormittags nerven. Noch war er nicht genervt, kam er mit seiner Klassenkameradin doch noch ganz gut zurecht, allerdings hielt er wohl für übersichtlich, es ihr auch zu sagen. Denn würde er sich durch ihre Anwesenheit gestört fühlen, so sähe er keinen Grund, noch länger neben ihr stehen zu bleiben, insofern bewies doch schon seine andauernde Anwesenheit, was er darüber dachte. Nur darüber, was er ihr stattdessen erwidern würde, musste er wenig länger nachdenken. Mittlerweile glaubte er zwar, ihre Geschichte verstanden zu haben, aber er war niemand, der viel zu den Zaubern sagen konnte, die Cassandra verwendet haben. Allerhöchstens zu ihrem Schwierigkeitsgrad.

"Es ist gut, unausgesprochene Zauber wirken zu können. Praktisch", kommentierte er die Worte seiner Klassenkameradin also nach einiger Zeit, während er mittlerweile ein Holzstück beobachtete, das an ihnen vorbei auf der Wasseroberfläche trieb. Vermutlich würde es bald am Ufer hängen bleiben. "Hat dein Bruder dir denn ein Ballkleid gekauft?" fügte er nach einer Weile noch hinzu. Immerhin war dieser Punkt für ihn gewissermaßen wohl am interessantesten von all diesen Ereignissen, war Cassandra doch seine Ballpartnerin. Er selbst würde seinen schlichten schwarzen Festumhang tragen, den seine Mutter ihm vor einigen Monaten schon gekauft hatte. Zwar hatte Elen Yaxley zu diesem Zeitpunkt noch nichts von dem anstehenden Halloweenball wissen können, doch war sie der Meinung, dass man immer anständige, feine Kleidung gebrauchen konnte.
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BeitragThema: Re: Der See   So Dez 13 2009, 16:31

Cassandra nickte. Es war tatsächlich praktisch, unausgesprochene Zauber wirken zu können. Allerdings erforderten diese eine hohe Konzentration und es war nicht nur so, dass Cassandra eigentlich viel zu ruhig und zu wenig Selbstbewusstsein hatte, um solche Zauber wirken, im Normalfall fand sie dies sogar tatsächlich unhöflich. Aber sie glaubte auch nicht daran, dass ihr dies noch einmal gelingen würde, zumindest nicht bewusst. Und bevor sie unbewusst Zauber von sich gab, musste schon viel passieren, es gab eigentlich nicht viel, was die Siebtklässlerin aus der Ruhe brachte. „Du hast Recht. Aber sie sind zu schwer und … na ja praktisch fast unmöglich zu schaffen...“ gab sie kurz von sich, bevor sie Emrys kurz ansah.
Emrys hatte sie tatsächlich nach ihrem Kleid gefragt. Nicht direkt, aber immerhin ob sie schon eins hatte. Klasse Anfang dafür, dass sie nichtmal alleine auf die Idee gekommen wären, den jeweils anderen als Ballbegleitung auszuwählen. „Ja, ich hab ein Kleid für den Ball gefunden“ gab sie kurz zur Info, das war es aber auch. Sie musste ja jetzt wohl nicht noch erzählen, was es für ein Kleid war? Sie konnte sich jedenfalls nicht vorstellen, dass die Kleidungswahl der beiden gar nicht zueinander passen würde und darum machte sie sich auch noch die wenigsten Sorgen. „Bei uns ist das ja eh alles etwas komplizierter als bei euch“, seufzte sie dann. Sie hätte sich ja immerhin den Stress ersparen können, aber dann wäre sie vermutlich mit einem Kartoffelsack als Kleid zum Ball gekommen.
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BeitragThema: Re: Der See   Mo Dez 21 2009, 23:19

Emrys schüttelte knapp den Kopf und warf Cassandra einen kurzen Blick zu. "Sie sind schwer, da hast du vermutlich recht. Aber nicht unmöglich. Vieles kann man durch Übung erlernen." Zwar war er selbst auch alles andere als ein Meister in den unausgesprochenen Zaubern, wurde dieses Thema doch im Unterricht bislang nur angeschnitten und noch nicht in aller Ausführlichkeit behandelt, doch glaubte der Slytherin nicht, dass es für ihn unmöglich sein würde, sie zu erlernen. Soweit er informiert war, war sein Vater in diesem Bereich der Magie begabt, warum also sollte er es nicht auch schaffen, wenn er genug übte? Und wenn er es würde lernen können, warum dann nicht auch Cassandra? Zwar war Emrys in vielerlei Beziehung ein egoistischer Mensch, aber manchmal dachte er auch andere. Zumal er manchmal dazu neigte, von sich auf andere zu schließen - was aber erst recht dazu führte, dass er seine Mitschüler oft nicht richtig verstand, ihr Verhalten nicht nachvollziehen konnte.

Er nickte, als Cassandra bestätigte, ein Kleid gefunden zu haben. "Gut." Es war ihm im Grunde nicht wichtig, was seine Partnerin zum Ball trug, aber es war dennoch gut, dass sie etwas passendes gefunden hatte, hieß dies doch, dass sie auf den Abend vorbereitet war. Und das war etwas, das Emrys äußerst wichtig war, er wollte immer vorbereitet sein, von Überraschungen hielt er nichts. "Warum ist es komplizierter?" erkundigte er sich nach einer kurzen Pause. Gut, er selbst hatte sich nicht viele Gedanken um seine Ballkleidung gemacht, aber er kam auch nicht auf die Idee, dass dies nicht bei allen der Fall war.
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BeitragThema: Re: Der See   Di Dez 22 2009, 23:11

Cassandra nickte kurz. „Ich weiß. Sie können auch nützlich sein. In allen Lebenslagen irgendwie. Aber trotzdem weiß ich nicht, ob ich das können möchte. Ich meine … es macht einen doch irgendwie besonders oder? Ach ist auch eigentlich egal, es war ohnehin ein Versehen, dass ich einen gewirkt habe“, gab sie zu. Sie wusste, dass Emrys nicht genauer nachfragen würde. Oder zumindest hoffte sie das. Die Aussage war ja doch irgendwie etwas unverständlich, wenn man Cassandra nicht kannte. Oder zumindest nicht viel über ihr bisheriges Leben wusste. Die Slytherin konnte sich aber auch nicht vorstellen, dass Emrys nachfragen würde, sei es, weil er kein Interesse hätte, oder weil er schlicht und ergreifend nicht in das Seelenleben anderer hineinblicken wollte. Cassandra wusste, dass man eigentlich bei Emrys keine Nachforschungen erwarten musste und sie schätzte dies sehr an ihrem Hauskameraden.

Als Emrys sie fragte, warum es komplizierter sei, drehte Cassandra sich zu ihm um. Sie wusste nicht, ob sie lachen sollte oder nicht. Vermutlich wertete er es dann auch noch, dass sie ihn wegen dieser Frage – die für sie einfach so sonnenklar war, dass es eigentlich keiner Nachfrage bedurfte – auslachen würde und das war wohl eher nicht ihre Intention. Ein Schmunzeln konnte sie dennoch nicht verbergen. „Naja … ich schätze es liegt zum einen daran, dass bei uns nicht alle Kleidungsstücke gleich aussehen. Bei Kleidern gibt es halt verschiedene Variationen, wie dir bestimmt schon aufgefallen ist. Ich mein, sie sind kurz oder lang, rückenfrei oder schulterfrei, haben Träger oder eben nicht und selbst dann ist nicht jedes Kleid gleich. Farblich muss man ebenfalls überlegen, was man möchte und der ganze Schnickschnack muss einem auch noch zusagen. Ich finde schon, dass ihr es dabei etwas einfacher habt. Ihr nehmt eine Hose, die wohl kaum in jeglichen Variationen geschnitten sein kann, dazu ein Hemd, welches in seiner Form auch nicht variieren wird, dazu ein Festumhang. Ich finde schon, dass ihr es in Sachen Abendgarderobe schon etwas einfacher habt.“
Und irgendwie kam sie sich gerade furchtbar bescheuert vor, als sie Emrys dass nun erklärte. Fehlte nur noch, dass sie zugab, dass auch noch die Schuhe und die Tasche zum Kleid zu passen hatten, wenn es nach etwas aussehen sollte.
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Emrys Yaxley



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BeitragThema: Re: Der See   Do Dez 24 2009, 13:59

Tatsächlich dachte Emrys im Augenblick nicht daran, noch weiter nachzufragen, das Thema 'unausgesprochene Zauber' war hiermit für ihn beendet. Er hatte seine Meinung gesagt, Cassandra ebenfalls, es gab also nichts weiter mehr zu besprechen, weshalb er auch gar nicht mehr auf ihre letzten Sätze hierzu einging, noch nicht einmal zu erkennen gab, dass er sie überhaupt gehört hatte. Stattdessen interessierte er sich nun für ihr Ballkleid, oder, besser gesagt, die Frage, warum es für Mädchen schwieriger sein sollte, die passende Ballkleidung zu finden als für Jungen. Es erschien ihm widersinnig, sich so viele Gedanken um sein Aussehen zu machen, zwar achtete er selbst auch darauf, einigermaßen gepflegt und ordentlich zu erscheinen, aber das konnte man schließlich in fast jeder Kleidung.

Cassandras Erklärung sorgte dann erst einmal dafür, dass er den Kopf zu ihr drehte und sie mit erhobenen Augenbrauen ansah. Er konnte nicht gerade behaupten, ihre Worte wirklich verstanden zu haben. "Es erscheint mir unlogisch, bei den Temperaturen, die Ende Oktober hier herrschen, ein kurzes Kleid zu tragen. Zwar mag es in der Großen Halle recht warm sein, aber draußen mit Sicherheit nicht. Somit würde man frieren, wenn man an die frische Luft möchte", entgegnete er mit seiner ausdruckslosen Stimme. Emrys hatte es bisher immer so gemacht, wenn er zu lange in einem Raum mit vielen Menschen war, hatte er irgendwann etwas Abstand gewinnen wollen und war nach draußen gegangen, und er vermutete, dass es dieses Mal beim Halloweenball nicht anders sein würde. Und warum sollte es den anderen Schülern Hogwarts' anders ergehen? Folglich war es für ein Mädchen doch sinnvoller, ein längeres Kleid anzuziehen.
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Jan 08 2010, 21:38

Mihael Keehl, 6. Klasse Slytherin


[Mihael||Isabella]

Es war nun nicht mal ein Monat vergangen seit dem ‚tragischen‘ Tod der Schülerin Rebecca Oate und bereits jetzt schien niemand mehr in Hogwarts es für wichtig zu halten ihren Namen zu erwähnen oder in irgendeiner Art über ihren Tod zu sprechen. Die Trauerfeier, die extra für die Verstobende gehalten worden war, war in Mihaels Augen sowieso überflüssig gewesen. Was hatte sie der Allgemeinheit schon gebracht? Die Menschen neigten dazu den Tod überzubewerten. Er gehörte genau so wie die Geburt zum Leben dazu und doch hielt niemand eine solche Feier wenn ein Kind geboren wurde. Dieses arme Geschöpf musste nun in einer missratenen Welt aufwachsen, in der nichts anderes als Leid und Tod eine Rolle spielten. In den Augen des Slytherin schien also eine Trauerfeier für Neugeborene sehr viel angemessener, als bei Leuten die das Glück hatten diesen dreckigen Planeten zu verlassen. So war Mello ‚ausversehen‘ einige Minuten zu spät zu der Feier erschienen und hatte den Anfang von Dumbledores Rede verpasst. Niemand schien dies wirklich bemerkt zu haben, so hatte man ihm kaum Aufmerksamkeit geschenkt und sich, im Angesicht der Abschiedsrede, lieber die Augen aus dem Kopf geheult.
Mihael saß nun an einem dicken Baum gelehnt und sah direkt auf den See hinaus. Seine Haare waren einen Tick unordentlicher als sonst, und auch seine Augen warnen deutlich dicker mit Kajal umrahmt. Der schwarze Nagellack, der seine Fingernägel zierte, war an einigen Stellen abgeplatzt, woraufhin dies noch einen extra Blickfang ausmachte.
Stumm starrte er auf den See und hoffte, dass der Kraken erscheinen würde, um Seelen entgegen zu nehmen – schließlich hatte er heute noch nichts gefressen! Bei diesem Gedanken musste Mello schief grinsen. In gewisser Weise war es schon verrückt an einen Kraken zu glauben, der Seelen verschlang, und dann auch noch in dem See bei Hogwarts lebte. Einen kurzen Moment lang dachte er darüber nach ob man die Seele der verstorbenen Schülerin an den Kraken verfüttern könnte, schließlich verließ die Seele den Körper nach dem Tod, doch dann verwarf er diesen Gedanken wieder. Die gesuchte Seele schwirrte sicherlich nicht in der Nähe umher, und zudem war sie sicherlich unverträglich, schließlich war sie schon längere Zeit von ihrem einst besessenen Körper getrennt und eine Magenverstimmung wollte er seinem treuen Freund beim besten Willen nicht anhängen.
Langsam und ein wenig taumelnd stand Mihael auf und hockte sich ans Ufer des Sees um damit zu beginnen Kiesel hinein zu schnippen, als würde er hoffen, dass der Kraken dadurch auftauchen würde. Ob ihm nur langweilig oder er nun ganz den Verstand verloren hatte, konnte der Slytherin selbst nicht wirklich beantworten.
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Jan 08 2010, 22:06

Isabella & Mello

Isabella hatte schlechte Laune. Genau genommen hatte sie die schon länger, aber heute hatte sie einen neuen Tiefpunkt erreicht. Seit nunmehr fast einem Monat wartete sie auf Nachricht von ihrer Schwester, doch die hielt es nach dem versäumten Treffen in Hogsmeade offenbar nicht einmal für nötig ihr eine Entschuldigungseule zu schreiben. Isa hatte ihr im Abstand von mehreren Wochen zwei Eulen geschickt, die zweite nur für den Fall, dass die erste den Weg vielleicht nicht gefunden hatte, aber Antwort hatte sie nicht erhalten.
Okay, sie gestand es ihrer Schwester ja zu, dass sie einmal im Monat schlechte Laune haben durfte, aber das war noch lange kein Grund sie wochenlang zu ignorieren.
Vielleicht hatte Eliza ja mit der T-W-P so viel zu tun, erledigte irgendwelche geheimen Aufträge. Irgendwie machte der Gedanke Isabella fast noch wütender. Sie wollte endlich mehr darüber wissen als die geheimnisvollen Andeutungen, die Liz immer machte. Sie hatte sich schon fest vorgenommen gehabt, ihre Schwester mit Fragen zu löchern, doch dann war sie zu ihrem Treffen in Hogsmeade einfach nicht erschienen. Und wen sonst sollte sie denn bitte fragen?
Um Shell nicht auf die Nerven zu gehen, hatte sie beschlossen, dass ein wenig Alleinsein und Nachdenken nicht schaden konnte und war in dem Versuch die letzten schönen, aber kalten Tage des Herbstes noch draußen zu verbringen an den See gegangen. Überrascht stellte sie fest, dass an einem ihrer Lieblingsplätze schon jemand war, ein Junge aus Slytherin, einen Jahrgang unter ihr. Er hieß Mihael Keehl, soweit sie wusste, und sie erinnerte sich undeutlich daran schon einmal mit Michelle über sein merkwürdiges Aussehen gelästert zu haben.
Isa fragte sich, was er wohl hier draußen machte und kam zu dem Schluss, dass er sich wohl nur langweilte und nichts Bestimmtes im Sinn hatte.
Eigentlich gehörte er zu den Leuten, mit denen sie nicht einmal redete, weil sie so seltsam drauf waren, aber irgendwie – das musste sie zugeben – faszinierte er sie auch. Er war einer dieser Menschen, die in kein Schema passten und die man nie völlig begreifen konnte.
Kurzerhand beschloss sie, dass es nicht schaden konnte, ihn kennen zu lernen, ging zu ihm und hockte sich neben ihm hin.
„Hey.“, sagte sie. „Hätte nicht gedacht, dass heute jemand außer mir hierher kommt.“
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BeitragThema: Re: Der See   Fr Jan 08 2010, 23:20

Mihael Keehl, 6. Klasse Slytherin


[Mihael||Isabella]

Mihael hatte mittlerweile unzählige Kiesel und Steine in den See geschmissen, doch noch immer war der Kraken nicht aufgetaucht und langsam aber sicher kam Enttäuschung über diesen Zustand in ihm auf. Vielleicht war der Kraken sauer auf ihn, obwohl, das nicht sein konnte, schließlich war er der einzige der ihm Seelen zukommen ließ und dafür Sorgte, dass das Tier nicht qualvoll verhungerte. Doch ihm blieb nicht lang genug Zeit um sich über diese Situation Gedanken zu machen, so hörte er wie jemand auf ihn zu kam und sich sogar neben ihn hockte. Einen Moment lang starrte er noch in den See, bevor er seine Nachbarin missmutig musterte. Dann legte er seine Hände auf die Knie und beugte sich so weit nach vorne, dass man Angst haben musste, dass er jeden Moment das Gleichgewicht verlieren würde und Kopf über ins Wasser fallen würde. Doch hingegen aller Erwartungen stand Mello auf und ging ein wenig taumelnd zurück zu dem großen Baum. Der Grund dafür war schlicht und einfach der, dass er etwas Platz zwischen sich und die Schülerin bringen wollte. Er mochte es nicht, wenn ihm unbekannte Personen auf die Pelle rückten. Als er sich wieder hingesetzt hatte sah Mihael zu ihr und musterte sie nun ausführlicher als er es zuvor getan hatte. Sie kam aus Slytherin und war eine Klasse über ihm, so viel stand fest. Doch auf ihren Namen kam er nicht und so legte er den Kopf ein wenig schief als hoffe er, dass ihm der Name bei einer anderen Betrachtung der Person wieder einfallen würde. Doch als auch dies nichts half, seufzte er leise.
„Ich bin ziemlich oft hier“, meinte Mello dann als Antwort auf die vor Minuten gestellte Äußerung, „Da spielt Wetter keine Rolle.“ Seine Stimme war wie immer für sein Alter ungewöhnlich tief, sodass die Vermutung, dass er rauchen würde, nicht all zu fern lag. Diese Tatsache belustigte ihn immer wieder, so hatte er in seinem Leben noch nie eine Zigarette angepackt.
Den Grund warum er hier am See war behielt er für sich, sie würde schon fragen, wenn es sie interessierte und wenn nicht, dann war es nur umso besser. Vielleicht ging sie ja davon aus, dass Mello aus den gleichen Gründen wie sie hier sein würde – was für Gründe das auch immer waren. Neugierig musterte er die Slytherin. Es beschäftigte ihn, wie sie hieß, doch fragen wollte er sie nicht, das würde gegen sämtliche seiner Prinzipien verstoßen. Also saß er an den Baum gelehnt da und sah sie einfach nur an.
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BeitragThema: Re: Der See   Sa Jan 09 2010, 00:09

Isabella & Mello

Der Slytherin sprang plötzlich auf und setzte sich an einen Baum etwas weiter entfernt.
Schräg, dachte Isa und musste grinsen, als ihr einfiel, dass Shell damals eben dieses Wort verwendet hatte, um ihn zu beschreiben. Sie folgte ihm nicht, warum auch? Allein schon ihr Stolz verbot ihr das. Sollte sie einem Sechstklässler hinterherlaufen, nur weil sie neugierig war?
Als Isabella schon gar nicht mehr damit rechnete, dass er ihr antwortete, hörte sie ihn sprechen und drehte sich zu ihm um. „Es ist ja auch noch gar nicht kalt.“, entgegnete sie. „Ich finde es angenehm so.“ Das lag vermutlich daran, dass sie den Hochsommer hasste, wenn es so warm war, dass einem selbst ein Top an der verschwitzten Haut kleben blieb. Wenn sich ihre Haut wieder einmal krebsrot färbte wegen des Sonnenbrands, dann konnte sie auch den Sonnenschein nicht genießen und hatte meistens noch schlechtere Laune als jetzt.
Sie fragte sich, wie man wohl dazu kam, am See zu sitzen und Steine ins Wasser zu werfen. Vielleicht hatte Mihael ja Liebeskummer. Die Vorstellung brachte sie zum Schmunzeln, denn eigentlich konnte sie es sich gar nicht vorstellen. Das war etwas so Banales, Nahe liegendes, dass es bestimmt nicht zutraf. Eher konnte man die Theorie in Betracht ziehen, dass er auf Besuch von seinen außerirdischen Freunden wartete. Oder er hatte Selbstmordgedanken und wollte, dass der Krake ihn in die Tiefe zog.
Sie bremste ihre Fantasie ein bisschen und überlegte, dass er vielleicht auch einfach nur Langeweile hatte oder allein sein wollte. Nun, an letzterem hatte sie ihn wohl gehindert, stellte sie ohne den geringsten Anflug von Reue fest. Na ja. Wenn sie ihn stören sollte, konnte er immer noch gehen.
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BeitragThema: Re: Der See   Sa Jan 09 2010, 15:16

Mihael Keehl, 6. Klasse Slytherin


[Mihael||Isabella]

Mihael legte den Kopf wieder schief, dieses mal in die andere Richtung, und betrachtete die Slyhterin. Dass sie sitzen geblieben war, wunderte noch störte es ihn. Vielmehr war er über diese Reaktion erleichtert und beruhigt, so währe es in seinen Augen eine Katastrophe gewesen, wenn sich die Schülerin neben ihn gesetzt hätte. Es war in seinen Augen schon komisch, dass er überhaut mit ihr sprach. Er kannte sie schließlich kaum, und zu den Menschen die jede fremde Person mit offenen Armen empfing gehörte Mello nun beim besten Willen nicht. Als Isabella dann sagte, dass sie das Wetter noch gar nicht so kühl sondern als angenehm empfand zuckte Mihael mit den Schultern. „Besser als strahlender Sonnenschein ist es alle male“, murmelte er und strich sich eine Strähne seines Haares aus dem Gesicht, nur damit gleich darauf eine andere Strähne deren Platz einnehmen konnte. „Warum bist du hier?“, fragte er schließlich die Slytherin, und strich sich über sein Bärtchen, während er auf eine Antwort wartete. Warum er sie dies fragte wusste Mello nicht, vielleicht war ihm doch langweiliger als er angenommen hatte und machte sogar keinen Halt davor mit anderen Leuten zu sprechen. „Komisch“, meinte Mihael zu sich selbst, griff in seine Manteltasche und holte eine Tafel Schokolade heraus. Wenn er etwas essen würde, würde er hoffentlich keine weiteren Fragen stellen und so gegen die Grundlagen seines Lebens verstoßen. Knackend biss er ein großes Stück ab, woraufhin die Hälfte des Schokoladenstückes aus seinem Mund herausragte und er in gewisser Weise wie ein kleines Kind aussah.
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BeitragThema: Re: Der See   Mo Jan 11 2010, 18:14

Isabella & Mihael

Isabella wusste nicht recht, was sie noch sagen sollte und schwieg erst einmal. Nach einer Weile fiel ihr auf, dass der Slytherin sie beobachtete und aus Prinzip starrte sie provokant zurück.
"Besser als strahlender Sonnenschein ist es allemal.", antwortete Mihael irgendwann, so leise, dass man ihn kaum verstehen konnte. Sie nickte zustimmend. Zwar schien die Sonne, aber ihre Strahlen waren müde und kraftlos - schließlich war der Sommer vorbei. Er hatte ja auch lange genug gedauert, Isa wäre es viel lieber, wenn es gar keinen Sommer gäbe und Frühling und Herbst einfach so ineinander übergehen würden.
"Sehe ich auch so.", fügte sie ihrem Nicken noch hinzu. Es überraschte sie nicht, dass der Slytherin Sonnenschein nicht mochte - er sah auch nicht so aus, als hätte er dieses Jahr schon besonders viel Sonne abgekriegt.
"Warum bist du hier?" Isa hatte nicht erwartet, dass er noch eine Frage stellen würde - er wirkte nicht sehr gesprächig auf sie. Aber nun gut, dann konnte sie ihn wenigstens ebenfalls fragen, was er hier machte und ihre Theorien bezüglich der Außerirdischen überprüfen.
"Ich mag den Ort hier. Und außerdem hab ich schlechte Laune und wollte das den anderen nicht antun.", erklärte sie. "Und du?"
"Komisch." Als Mihael anfing Selbstgespräche zu führen, war Isa dann doch ein wenig irritiert. Aber vielleicht fing man damit ja automatisch an, wenn man oft allein war? Sie fragte nicht nach, was denn genau komisch war, denn eigentlich interessierte es sie nicht.
Kurz danach fing der Slytherin an, Schokolade zu essen und Isa verzog angewidert das Gesicht. Prinzipiell war daran ja nicht Falsches, aber ihr Gegenüber konnte definitiv nicht normal essen und ihrer Meinung nach sah es äußerst widerlich aus.
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BeitragThema: Re: Der See   Do Jan 14 2010, 19:47

Jewel Jensson, 6. Klasse Hufflepuff


MIKE WALLET & JEWEL JENSSON

    Vorsichtig fühlte die Hufflepuff das blaue Wasser neben sich mit den Fingerspitzen ihrer Hand und fuhr sanft über die Oberfläche, beinahe als würde sie einen leichten Stoff befühlen. Es war nicht sehr kalt, so dass sie ihre Hand tiefer ins Wasser bohrte, bis es ihr Handgelenk erreicht hatte. Jewel liebte den See, es tat gut an sonnigen Tagen sich draußen an der frischen Luft aufzuhalten und einfach nur alles ein wenig zu genießen. Anfangs, kurz nach Beccas Trauerfeier, hatte ihr das Schloss so erdrückend gewirkt und sie hatte sich gefühlt als ob sie in einem Käfig eingesperrt gewesen war, auch wenn sie wohl in Hogwarts sicher war.
    Inzwischen war ungefähr ein Monat vergangen und irgendwie hatte sich alles ‚normalisiert‘, so komisch es auch klang. Die Schwedin zog ihre nasse Hand aus dem Wasser und streckte im Gegenzug ihre beiden nackten Füße hinein. Der Blick war auf den See gerichtet, nachdem sie vorhin sehnsüchtig zum Schloss geschaut hatte. Sie wartete auf ihren besten Freund, alleine war sie nicht gerne.

    Noch immer wehrte sie sich gegen ihr pochendes Herz, welches wie verrückt schlug sobald sie auf Mike traf. Ärgerlich schnappte sie sich einen kleinen Stein neben ihrer Hand und schmiss ihn ins Wasser. Warum hörte das nicht auf? Wollte es ihr alles zerstören, die Freundschaft zu dem Hufflepuff? Sie schüttelte den Kopf, nein, ihr Wille war stärker. Bestimmt.

    "Ach mir ist langweilig!" stöhnte das blonde Mädchen und schloss die Augen, sie musste irgendwie auf andere Gedanken kommen.

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BeitragThema: Re: Der See   Sa Jan 23 2010, 15:05

Black/Snape

Die Sonne spitzte neugierig durch die tief hängenden Wolken, die in den letzten Tagen des Herbstes allgegenwärtig waren, und wärmte mit ihren entfernten Strahlen den Granit der Stufen vor dem Eichenportal, aus dem Snape soeben getreten war. Als würde er sich davor scheuen, wich er einen Schritt zurück in den Schatten; dann ließen seine Finger den Türring los, er atmete die nach sterbendem Laub und kommendem Winter duftende Luft ein und begab sich hinaus auf die Ländereien von Hogwarts.

In den letzten Tagen suchte er des Öfteren die Einsamkeit, weil sie das geringere der beiden Übel war. Die andere Möglichkeit hätte darin bestanden, seine Launen von denen seiner Mitschüler provozieren zu lassen, und davon hatte Snape durchaus genug. Ziellos mit den Stiefeln das feuchte Laub auf den Wegen aufwirbelnd, stapfte er durch das gelbgewordene Gras und machte erst Halt, als er an das Ufer des Sees gelangt war.

Die Wasseroberfläche lag glatt vor ihm, wie ein Spiegel, der nur das Wesentliche aller Dinge zu zeigen vermochte, wie die schwarzen Umrisse der umstehenden, vereinzelten Bäume und den grauen, fleckigen Himmel. Snape blickte geistesabwesend ans andere Ufer und fühlte sich entrückt. Es lag ihm nicht nahe, an etwas oder jemanden zu denken, noch irgendetwas zu fühlen oder sich irgendetwas zu wünschen. Das, was momentan seinen Kopf füllte, war so grau und nichtssagend, wie das Oktoberwetter und die verschwindenden Farben um ihn herum. Er schob seine Hände tiefer in die Taschen seines Umhangs, ging ein klein wenig in die Knie und tauchte die Spitze eines Stiefels ins glatte Wasser. Ringe aus kleinen Wellen umkreisten sofort den Punkt der Berührung und verzerrten sein Spiegelbild, als er sich herunterbeugte, um auf den Grund des Sees zu lugen.

Eine leichte Brise umwehte sein schwarzes Haar und brachte ihn dazu, wieder von seiner sinnlosen Beschäftigung abzulassen. Er atmete durch, setzte sich unter die Weide am Ufer und schlug ein Schulbuch auf, schon ordentlich gebraucht und mit eigenen Notizen versehen. Heute war ein Tag wie jeder andere.
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