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 Can you feel the love tonight?

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Remus Lupin
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BeitragThema: Can you feel the love tonight?   Mo März 15 2010, 22:16

Player Marlene McKinnon & Remus Lupin
Zeitpunkt/-raum 16. Oktober 1975, später Nachmittag

Sind andere Mitspieler erlaubt? Nein.
Fließt das Geschehen in das Hauptplay mit ein? Ja.

Gedankenverloren blätterte Remus in dem Alte Runen-Buch, mit dem er sich an einem der Tische in der Bibliothek niedergelassen hatte. Eigentlich hatte er sich noch ein wenig auf die nächste Stunde vorbereiten wollen, aber er konnte sich heute Abend nicht so recht konzentrieren. Immer wieder tauchte eine ganz gewisse Ravenclaw in seinen Gedanken auf, Marlene. Seit ihrem gemeinsamen Ausflug nach Hogsmeade, der ein so plötzliches Ende gefunden hatte, hatten sie nicht mehr die Gelegenheit gehabt, miteinander zu sprechen, dabei war das doch so dringend nötig. Er schuldete ihr eine Erklärung, so viel stand fest. Und außerdem hatte er ihr versprochen, über ihre Worte nachzudenken. Nun ja, das hatte er auch, und zwar ausführlich, wie hätte er sie auch vergessen können? Fest stand, dass er seine Klassenkameradin wirklich sehr mochte und auch gerne seine Zeit mit ihr verbrachte, aber es war alles so viel komplizierter... Sie hatte sich in ihn verliebt, er auch in sie? Und sollte er sich wirklich auf eine Beziehung mit ihr einlassen? Natürlich, es musste nichts für die Ewigkeit sein, sie waren beide noch so jung, aber Remus war niemand, der mit einem Mädchen zusammen sein wollte, wenn es ihm nicht wirklich ernst war. Nur was war dann mit seinem Geheimnis? Zu einer Beziehung gehörte schließlich auch Ehrlichkeit, aber die konnte er ihr nicht geben.


Ooc: Wenn Ort/Zeit nicht passen, kann ich das auch noch mal editieren^^


Zuletzt von Remus Lupin am Mi März 17 2010, 20:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Marlene McKinnon



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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mo März 15 2010, 23:03

OOC: Nein, eher keine weiteren Mitspieler.

Marlene hatte sich von ihrer Freundin verabschiedet und wollte sich eigentlich auf den Weg zurück in ihren Gemeinschaftsraum machen. Es war ein schöner Nachmittag gewesen, auch wenn etwas viel Quidditch und Schülerzeitung vorgekommen war und zu wenig Hausaufgaben. Dabei hatten sie sich deswegen doch extra einen stillen Ort gesucht.
Na ja, dann würde sie die Hausaufgaben eben nun allein erledigen. Einer plötzlichen Eingebung folgend, bog Marlene von ihrem eigentlichen Weg ab und betrat die Bibliothek. Es war vermutlich am besten, mit dem unangenehmsten Fach anzufangen. In Marlenes Fall war das eigentlich Alte Runen oder Zaubertränke. Auch wenn sie Slughorn zuerst wieder im Unterricht haben würde, entschied sie sich für die Runen.

Sie zog ein Buch aus dem Regal und bemerkte erst jetzt, dass einige Schritte weiter jemand an einem der Tische saß. Fast im gleichen Moment erkannte sie auch, dass es Remus war. Konnten Herzen stehen bleiben? Konnte man sich zu Tode erschrecken? Nun ja, jetzt würde Marlene es nicht herausfinden, aber ihr fiel das Buch mit einem lauten Krach auf den Boden.
Schnell bückte sie sich danach und überlegte, ob sie die Flucht nach hinten antreten sollte. Aber dazu war es längst zu spät, der Gryffindor hatte sie bemerkt. Trotzdem wünschte sich Marlene in solchen Momenten, sich in Luft auflösen zu können.

Okay, das war mehr als nur gelogen. Natürlich wollte sie, dass er sie bemerkt hatte. Und noch mehr wünschte sich Marlene, dass er sie ansprach. Seit dem Hogsmeadeausflug hatte sie es eher vermieden, sich in Situationen zu bringen, in denen sie ungestört mit Remus reden konnte. Wenn sie auch nur daran dachte, dass sie dringend miteinander reden mussten, krampfte sich ihr Magen regelrecht zusammen. Sie hatte Angst vor dem, was er ihr sagen könnte.
Wenn sie doch nur die Zeit zurückdrehen könnte! Wenigstens bis zum letzten Samstag, um zu verhindern, dass sie sich so doof verhielt, Remus zu sagen, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Dann hätten sie wenigstens Freunde bleiben können.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mi März 17 2010, 20:45

Remus zuckte zusammen, als irgendjemand ganz in seiner Nähe ein Buch fallen ließ. Eigentlich war das gar nicht mal so selten, aber dennoch erschrak er jedes Mal, er würde wohl nie lernen, damit zu rechnen. Mehr aus Gewohnheit als aus wirklichem Interesse hob er den Kopf, um zu schauen, wer es denn dieses Mal gewesen war, immerhin konnte es sein, dass es jemand aus seiner Klasse war, vielleicht sogar ein Freund. Doch das Mädchen, das nun vor seinem Tisch stand, starrte er einfach nur an, als ob sie eine Fata Morgana sein musste. Vor Schreck vergaß er sogar zu atmen, denn es handelte sich um niemand anderen als Marlene, an die er gerade eben noch gedacht hatte. Wie konnte sie so plötzlich hier auftauchen, als ob sie gespürt hätte, dass sie ihm im Kopf herumgegangen war?

Und was genau sollte er jetzt tun? Sie hatte ihn auf jeden Fall bemerkt, sonst würde sie ihn nicht so ansehen. Er wusste, dass er sie zu sich rufen sollte, dass nun die ideale Gelegenheit war, genau dieses Gespräch zu führen, das unbedingt notwendig war, auf das sie gewiss seit ihrem Ausflug ins Dorf wartete, doch was sollte er ihr sagen? Wie sollte er sich ausdrücken? In manchen Situationen wollten die richtigen Worte einfach nicht kommen, war das normal?

Es dauerte ein paar Sekunden, in denen Remus nichts anderes tat, als seinen Mund zu öffnen und ihn dann wieder zu schließen ohne einen einzigen Ton von sich zu geben, bis er sich wieder daran erinnerte, wie man atmete. Tief holte er Luft und stand dann langsam auf, den Blick immer noch fest auf Marlene gerichtet. Wenn nicht jetzt, wann dann, versuchte er sich selbst Mut zu machen, und auch wenn es nicht ganz den gewünschten Effekt hatte, so war er danach wenigstens dazu imstande, etwas zu sagen und sie nicht nur anzustarren, als ob sie das achte Weltwunder wäre.

"Hallo, Marlene..." Merlin, wie heiser er auf einmal klang, oder bildete er sich das nur ein? "Möchtest... also...möchtest du dich zu mir setzen?" Die Bibliothek war vielleicht gar kein so schlechter Ort für dieses Gespräch, auch wenn er nie darauf gekommen wäre, sich hier mit ihr zu verabreden. Aber immerhin würden sie hier ungestört bleiben, wenn sie leise genug sprachen. Die meisten, die in Hogwarts lebten, nahmen noch Rücksicht, wenn zwei Schüler hier zusammensaßen und sich unterhielten, es war ja auch möglich, dass sie sich nur über die Schulaufgaben für morgen beratschlagten. "Wir... konnten uns schon lange nicht mehr richtig unterhalten..." fuhr er etwas lahm fort. Natürlich nicht, wie denn auch, wenn er es nicht gerade darauf angelegt hatte, in eine Situation zu geraten, in der er mit ihr allein war.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Do März 18 2010, 00:01

Dass Remus sie so lange ansah, anstarrte, sogar ohne auch nur ein einziges Mal mit der Wimper zu zucken, wurde ihr unangenehm. Marlenes Haut begann zu kribbeln und sie konnte genau fühlen, wie ihr das Blut ins Gesicht schoss. Bestimmt glühten ihre Wangen jetzt im schönsten Signalton. Dabei drückte sein Gesichtsausdruck doch nichts anders als Überraschung und Erschrecken aus.
In Zeitlupentempo richtete Marlene sich wieder auf. Nachdem sie einige Male geschluckt hatte, beschloss sie, es mit Reden zu versuchen. „Entschuldige“, murmelte sie leise und stellte das Buch zurück ins Regal, „ich wollte dich nicht bei deinen Hausaufgaben stören.“

Ihren Worten nach müsste sie sich jetzt doch endlich umdrehen und gehen. Aber stattdessen blieb das Mädchen stocksteif dort stehen, wo sie war. Sie wollte abwarten, wie er reagierte. Ob er irgendetwas sagen würde, auch wenn sie gleichzeitig darauf hoffte, dass er schwieg. Zumindest über das, was sie ihm in Hogsmeade gesagt hatte.
Eine kurze Zeit lang sah es auch so aus, als würde Marlenes Hoffnung in Erfüllung gehen, doch dann erinnerte sich anscheinend auch der Junge daran, dass er sprechen konnte. Den Mund hatte er schon des Öfteren geöffnet und wieder geschlossen, als fehlten ihm die richtigen Worte, und mit jedem Mal hatte sich irgendetwas in Marlis Magen weiter verkrampft.

Bei seinen ersten Worten entspannte sie sich jedoch wieder. Es klang einerseits unverbindlich, andererseits tat es gut, seine Stimme mal wieder zu hören, auch wenn sie aus irgendeinem Grund etwas gepresst klang. Sie lächelte sogar. Warum war sie ihm eigentlich so lange aus dem Weg gegangen?
„Hey“, gab sie zurück und machte einige Schritte auf den Tisch zu, an dem Remus saß. Es fühlte sich ein wenig so an, als ginge sie über das Deck eines Schiffes und das bei hohem Seegang. Vielleicht doch eher den Rückwärtsgang?
Als sie sich ihm gegenüber auf einen Stuhl gesetzt hatte und Remus tatsächlich den befürchteten Satz ausgesprochen hatte, wünschte sie sich, doch direkt in den Gemeinschaftsraum gegangen zu sein. Aber dazu war es längst zu spät. Also, was sollte sie tun? Konnte sie behaupten, dass sie das in Hogsmeade nicht so gemeint hatte? Würde er ihr glauben? Vielleicht schon, aber das machte die Situation auch nicht besser. Es würde ihn kränken. Sicherlich.

Vorsichtig nickte sie. „Ja… vielleicht…“, besorgt sah sie sich um. Ihre Stimme klang etwas zittrig und verriet genau, wie nervös sie war. Wenigstens schienen sie ganz allein hier in der Bibliothek zu sein. Nur ihre Bibliothekarin würde sich vielleicht noch irgendwo in der Nähe des Eingangs aufhalten. Es musste nicht sein, dass jemand mitbekam, worüber sie sich jetzt wohl oder übel einerseits und endlich und hoffentlich andererseits unterhalten würden.
Nein, grundsätzlich war es nicht so, dass Marlene ihre Gefühle für Remus unangenehm waren und sie für immer und ewig geheim halten wollte. Im Gegenteil, manchmal wollte sie sie laut herausschreien. Aber sie wollte nicht, dass man sie breit trat, sich darüber lustig machte. Dafür waren sie zu wertvoll.

Sie sah Remus wieder an. Eigentlich müsste, sollte sie doch darauf warten, das er anfing.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Sa März 20 2010, 16:51

Remus hätte Marlene gerne beteuert, dass sie ihn ganz gewiss nicht störte, selbst dann nicht, wenn er wirklich gerade konzentriert Hausaufgaben erledigt hätte anstatt nur auf sein Buch zu starren ohne besonders viel aufnehmen zu können, doch er brachte noch keinen Ton heraus. Er wusste überhaupt nicht, was er sagen sollte, noch nicht einmal, was er denken sollte. Es war alles so unglaublich kompliziert, und dabei auch so einfach. Er wollte doch mit der Ravenclaw reden, warum also tat er es nicht einfach? Warum musste er sie zuerst anstarren, als ob sie von einem anderen Planeten käme? Es dauerte seine Zeit, bis Remus seine Überraschung darüber, sie, an die er gerade gedacht hatte, so plötzlich vor ihm zu sehen, dass er wieder dazu in der Lage war, mit ihr zu sprechen.

Unruhig beobachtete er, wie sie seiner Einladung folgte und sich zu ihm setzte, er hörte das leichte Zittern in ihrer Stimme, als sie ihm zustimmte, dass sie sich wieder unterhalten sollte. Das Gespräch war schon so lange überfällig, drei Wochen waren vergangen. Zwar vielleicht drei ereignisreiche Wochen, aber das machte es nicht weniger. 21 Tage, in denen er jede Chance hatte verstreichen lassen. Was hatte er sich dabei gedacht? Es war doch eigentlich klar gewesen, dass er es dadurch nicht einfach machen würde. Er hätte früher mit ihr sprechen sollen, sie vielleicht gehen lassen damals in Hogsmeade. Aber er da einfach noch nicht gewusst, was er erwidern sollte, er hatte ihr Geständnis erst einmal verdauen müssen. Schließlich sagte ihm nicht jeden Tag ein Mädchen, das es sich in ihn verliebt hatte. Und schon gar nicht ein Mädchen wie Marlene.

"Also, es ist schön, dich zu sehen..." begann er etwas lahm und schob sein Buch vor sich auf dem Tisch hin und her, bevor er sich einen Ruck gab und es in seine Tasche verschwinden ließ. Er wollte von nichts abgelenkt werden, wenn er mit Marlene über Gefühle sprach. Das wäre außerdem äußerst unhöflich ihr gegenüber gewesen. "Ich hoffe, es geht dir gut..." Schon wieder verklang seine Stimme, ohne dass er auf das eigentliche Thema ihres Gesprächs kommen konnte. Das Thema, auf das sie mit Sicherheit schon wartete. Aber es beruhigte ihn etwas, das sie ähnlich nervös zu sein schien wie er selbst, das machte vieles einfacher. Sie waren im Grunde doch in derselben Situation, nur dass Marlene darauf wartete, dass er die Intiative ergriff, und genau das musste er auch tun. "Ich wollte mit dir über unseren Hogsmeade-Ausflug sprechen..." Vorsichtig sah er sie an.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Sa März 20 2010, 19:12

Wahrscheinlich war Remus ebenso nervös wie sie selbst. In dem das Mädchen sein Gesicht genau betrachtete, suchte sie nach den kleinsten Anzeichen dafür. Einerseits sah er sie ebenso aufmerksam an, andererseits flackerte sein Blick unruhig hin und her, auch wenn sie versuchte, diesen festzuhalten.
Marlene mochte die Farbe seiner Augen und meistens auch den Ausdruck darin, wenn sie nicht grade aussahen, ob Remus alles Leid der Welt auf ihren Schultern tragen müsse. Gerne hätte sie gewusst, was es war, das ihn manchmal so traurig machte, und ob sie ihm einen Teil der Last abnehmen könnte.
Vielleicht hatten die Narben damit zu tun, die sich quer über sein Gesicht zogen. Die beiden dünnen Linien waren kaum zu sehen und waren nur ein wenig heller als seine normale Hautfarbe. Ob man sie wohl fühlen würde, wenn man mit der Hand über sein Gesicht strich?

Als Marlene bemerkte, dass Remus das Buch vor ihm hin und her schob, richtete sie automatisch den Blick darauf. Eigentlich wollte sie den Text gar nicht lesen, hinzukam, dass das Buch aus ihrer Perspektive falsch herum lag, trotzdem formten sich in ihrem Kopf Worte:
’Der Begriff ‚Rune’ wird von dem germanischen Wort rūn- (gotisch runa) abgeleitet, dass die Bedeutung „Geheimnis“ hat. Verwandt damit ist auch das deutsche Wort „raunen“.’
Diesen Text hatten sie vor zwei Jahren in einer Runenstunde gelesen. Damals war Professor Heaven noch gar nicht an der Schule gewesen und sie hatten grade erst mit diesem Fach begonnen.
Es schien als hätte der Gryffindor bemerkt, dass ihre Aufmerksamkeit abschweifte. Jedenfalls schloss der das Buch und schob es in seine Tasche.

„Es ist auch schön, dich zu sehen“, gab Marlene zurück und lächelte. Es war nichts, was sie nur sagte, weil es zum guten Ton gehörte, sondern sie meinte es wirklich so. Man konnte es auch an ihrer Stimme hören, die bei diesem Satz kein bisschen zitterte.
Ihre Unterhaltung verlief noch immer schleppend, da eigentlich keiner von ihnen auf das Thema zu sprechen kommen wollte, was sie beschäftigte. Marlene überlegte, für wen die Situation eigentlich schlimmer sein musste, kam aber zu keinem richtigen Ergebnis. Fast hätte sie darüber vergessen, dass Remus ihr eine Frage gestellt hatte. – Okay, es war keine richtige Frage gewesen, aber eine Antwort wurde sicher trotzdem erwartet. – Eigentlich sollte sie nicken, aber Marlene war sich nicht sicher, ob es ihr gut ging.
„Also so krank, dass ich auf die Krankenstation müsste, bin ich ganz sicher nicht“, versuchte Marlene zu scherzen, auch wenn es ihr nicht richtig gelang. Es klang zu gezwungen und aufgesetzt. „Hoffentlich geht es dir auch gut?“

Sollte dies doch auf eine ganz normale Unterhaltung hinauslaufen? Die Ravenclaw öffnete grade den Mund, um zu bemerken, dass sie gerne eine Antwort gehabt hätte. Doch Remus kam ihr zuvor, auch wenn sich seine Bemerkung darauf beschränkte zu sagen, dass sie über Hogsmeade sprechen mussten.
„Es tut mir Leid“, murmelte Marlene als Antwort. „Nein, eigentlich tut es mir nicht Leid, dass ich dir gesagt habe, wie ich mich fühle, was ich fühle. Nur war es vielleicht nicht die richtige Situation, der Tag hätte schöner enden können.“ Wenn er nicht reden wollte, konnte sie sein Schweigen vielleicht nutzen, zu sagen, was sie loswerden wollte. Dabei, was war das eigentlich?
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   So Apr 04 2010, 12:31

Auch nachdem er das Buch in seine Tasche gesteckt hatte, konnte Remus die Hände nur sehr schwer still halten, er war zu nervös, zu unsicher, um durch besondere Ruhe aufzufallen. Nachdem er für geschätzte zwei Sekunden, die sich für ihn allerdings anfühlten wie eine Ewigkeit, die Hände über die Tischplatte wandern ließ, verschränkte er sie in seinem Schoß, fast so, als ob er beten würde. Und vielleicht war das gar kein so schlechter Vergleich, denn immerhin hoffte er, ja, betete er in der Tat fast, dass er jetzt nichts dummes tun oder sagen würde, dass er mit Marlene über das, was ihn so bewegte, sprechen konnte, dass sie beide endlich wieder Klarheit hatten. Dazu wurde es wirklich höchste Zeit, und doch konnte er zunächst die richtigen Worte finden.

Über ihren versuchten Scherz konnte er auch nicht wirklich lachen, doch er gab sich Mühe, wenigstens zu lächeln. "Das ist gut. Das beruhigt mich." Irgendwie klang seine eigene Stimme ein wenig steif und hölzern in seinen Ohren, blieb nur zu hoffen, dass sich das noch geben würde, sobald sie zum eigentlichen Thema ihres Gespräches kamen, oder zu dem, was das Thema sein sollte. "Mir geht es gut, glaube ich." In weniger als einer Woche war Vollmond, aber bis dahin war noch genug Zeit, noch wurde er davon nicht wirklich beeinflusst, zumindest nicht, wenn er nicht richtig darüber nachdachte. Und im Augenblick gab es wesentlich wichtigeres in seinem Leben als eine Nacht in der nächsten Woche.

Marlenes leise Worte, als er es endlich schaffte, ihren Hogsmeade-Ausflug zu erwähnen, brachten ihn dann jedoch wieder etwas aus dem Konzept. Er wusste nicht, was er erwartet hatte, aber doch gewiss keine Entschuldigung. Sie hatte doch nichts falsch gemacht, und es war ihr gutes Recht, über ihre Gefühle zu sprechen. Eher lag der Fehler noch bei ihm, weil er nicht dazu in der Lage gewesen war, irgendetwas zu erwidern und so vielleicht zu verhindern, dass sie wegging und sie erst jetzt, drei Wochen später, wieder die Gelegenheit fanden, sich darüber zu unterhalten. "Nein..." Er hob leicht eine Hand, die er bislang in seinem Schoß geknetet hatte, um sie aufzuhalten, und räusperte sich. "Du musst dich für nichts entschuldigen, du hast ja nichts falsch gemacht. Und wenn nicht dieser Tag, wann dann..." Ja, wann dann? Eigentlich war die Situation fast ideal gewesen. Sie waren allein gewesen, keiner hatte sie belauscht, sie konnten ganz in Ruhe miteinander sprechen, oder hätten es tun können, wenn er es geschafft hätte, den Mund aufzumachen.

"Mir tut es leid, Marlene. Ich hätte etwas sagen sollen, irgendetwas, dich nicht einfach so gehen lassen dürfen... Und vorher wieder mit dir sprechen sollen..." Beschämt senkte er den Blick und starrte auf einen kleinen Kratzer in der Tischplatte, den wohl irgendein gelangweilter Schüler beim Lernen hier hinterlassen hatte. Er hatte Glück gehabt, dass er nicht von einer der Bibliothekarinnen erwischt worden war. Oder vielleicht war das geschehen? Er konnte es nicht wissen. "Ich war einfach überrascht, überrumpelt, wenn du so willst... Ich hatte nicht mit so etwas gerechnet... Weißt du, ich bin niemand, der viel darüber nachdenkt... über die Liebe meine ich..." Seine Stimme wurde immer leise, bis er am Ende nur noch flüsterte. Er sagte die Wahrheit. Durch seinen Zustand war er wohl nicht gerade der ideale feste Freund für ein Mädchen, schon gar nicht für eines wie Marlene, und er hatte sich die Enttäuschung ersparen wollen. Da war es doch besser, wenn er sich so wenig Gedanken wie möglich über so etwas machte, oder nicht? "Und... es war ein schöner Tag..." Noch nie zuvor hatte ihm ein Mädchen erklärt, dass sie sich in verliebt hätte.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mo Apr 12 2010, 23:12

Ob sie es wollte oder nicht, ihre Augen folgten Remus’ Händen. Unruhig wanderten diese über die Tischfläche und sorgten irgendwie dafür, dass Marlene sich selbst ebenfalls noch nervöser zu fühlen begann. Warum konnte das Leben nicht wenigstens manchmal einfach sein?
War es ja, aber leider nicht in dieser Situation. Sobald etwas für jemanden wichtig war, wurde es kompliziert. Ohne Gefühle müssten Menschen um ein Vielfaches besser dran sein. In diesem Moment war Marlene sich dessen ganz sicher.
Schließlich entschied Remus sich dafür, seine Hände unter den Tisch verschwinden zu lassen und auf ihre Antwort und Gegenfrage zu antworten. Nach Scherzen und Lachen war ihm genauso wenig zu Mute, die Reaktion auf ihren versuchten Witz fiel jedenfalls sehr sparsam aus. Und Marlene war es plötzlich peinlich, dass sie nicht ganz normal auf seine Frage geantwortet hatte. „Doofer Witz“, bemerkte sie, „aber ich freue mich, dass es dir gut geht.“
Ging es ihm gut? Konnte sie das glauben? Prüfend musterte Marlene den Jungen noch ein Mal genau an. Doch, entschied sie dann. Abgesehen davon, dass er sich offensichtlich unwohl fühlte und extrem nervös war, müsste eigentlich alles so weit in Ordnung gehen. Es war ihre Schuld, dass er sich jetzt so fühlte. Definitiv. Aber aufstehen und gehen? – Das brachte Marlene dann doch nicht fertig.

Er nahm ihre Entschuldigung nicht an. Ein Lächeln schlich sich auf das Gesicht der Blonden. Sie hatte darauf gehofft, dass Remus so reagieren würde und er hatte doch auch Recht. Es war Unsinn, sich zu entschuldigen. Erstens, weil es eh zu spät war und zweitens… „Gar nicht?“, fragte Marlene leise zurück. Wenn sie den Mund gehalten hätte, dann wäre alles jetzt so viel besser. Sie hätten in den letzten Tagen ganz normal miteinander reden können, keiner von beiden müsste sich in irgendeiner Form schlecht fühlen und Marlene würde nicht das Gewicht ihrer Kette um den Hals vermissen.
Sie war nicht schwer gewesen, aber manchmal, wenn sie zum Beispiel alleine über ihren Hausaufgaben brütete, hatte sie diese unter der Kleidung hervorgezupft und mit dem Anhänger gespielt. Jetzt tastete ihre Hand manchmal noch immer reflexartig nach dem Anhänger und fand nichts. Trotzdem war es nicht schlimm, dass sie sie Remus gegeben hatte. Auch wenn er sie nur als gute Freundin sah, würde er gut darauf aufpassen.

„Es muss dir nicht Leid tun. Ich glaube, ich hätte auch nicht anders reagiert, wenn mir jemand gesagt hätte, dass sich diese Person in mich verliebt hat, und wer rechnet schon damit? Eine Antwort in dem Moment habe ich auch nicht erwartet. Ich war einerseits so froh, dass ich endlich ausgesprochen hatte, wie ich mich fühle, und andererseits habe ich es sofort bereut, weil ich gedacht habe, dass es alles zerstört. Dass wir nie mehr miteinander reden können, schon gar nicht mehr Freunde sein.“
Der gesamte Monolog kam ohne zu stocken über Marlenes Lippen, aber trotzdem sprach sie nur leise und langsam, als wolle sie jedes einzelne Wort am liebsten und eigentlich lieber doch nicht aussprechen. So viel über sich und ihre Gedanken und Gefühle hatte sie schon lange nicht mehr gesprochen.
„Hörst du mich? ‚Ich’, ‚ich’, ‚ich’ – das ist alles, was ich hier von mir gebe. Nicht ein Gedanke daran, dass du mit Sicherheit auch eine Meinung zum Thema hast.“

„Danke“, spontan streckte Marlene die Hände aus und drückte Remus’ kurz, „das ist lieb, dass du das sagst.“ Dann zog sie sie sofort zurück, auch wenn sie sie gerne dort liegengelassen hätte.

OOC: Ich hoffe, man kann mit diesem Kauderwelsch was anfangen!
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mo Apr 19 2010, 19:57

Remus schüttelte leicht den Kopf. "Nein, Marlene. Du musst dich für gar nichts entschuldigen", wiederholte er leise, aber dennoch mit einigermaßen ruhigerer Stimme. Vielleicht würde dieses Gespräch doch nicht so peinlich werden, wie er gedacht hatte - das hieß, warum sollte es ihm überhaupt peinlich sein? Ein Mädchen hatte sich in ihn verliebt und ihm davon erzählt. Er hatte darüber nachgedacht, und er war ebenfalls in sie verliebt. Im Grunde war es doch so einfach, es gab doch eigentlich keine Probleme. Abgesehen davon, dass er ein Werwolf war. Den Kopf etwas gesenkt und den Blick immer noch auf die Tischplatte gerichtet, lauschte er dann den Worten der Ravenclaw, ohne sie ein einziges Mal zu unterbrechen. Auch noch, nachdem sie längst geendet hatte, schwieg er noch ein paar Momente und dachte über alles nach, was sie gesagt hatte.

"Ich habe eine Meinung dazu, Marlene, selbstverständlich habe ich sie..." begann er schließlich wieder zu sprechen. "Aber ich finde nicht, dass du zu viel an dich denkst. Ich meine, in einer solchen Situation... nun ja, ist es da nicht normal, das man über seine eigenen... Gefühle nachdenkt?" Leider kamen seine Worte nicht ganz ohne Stocken über seine Lippen, ganz anders als es bei der Ravenclaw der Fall gewesen war. Wieder hielt Remus kurz inne und griff in seine Tasche, in der er Marlenes Kette aufbewahrt hatte, seit sie ihm diese gegeben hatte am Ende ihres Hogsmeade-Aufenthaltes. "Hier..." Er schob sie zu ihr hinüber und sah ihr kurz in die Augen.

"Es ist nur... das ganze ist kompliziert, vielleicht komplizierter, als du es dir vorstellen kannst..." Wie sollte er ihr genau erklären, woran er dachte? Er wollte und konnte ihr nicht von seiner Lykantrophie erzählen, zumindest jetzt noch nicht. Auch wenn er nicht glaubte, dass sie es jemandem weitersagen würde, er fürchtete sich vor ihrer Reaktion, wenn sie davon wusste. Aber wie sollte es je eine Beziehung zwischen ihnen geben, wenn er nicht ehrlich zu ihr sein konnte? "Ich mag dich, Marlene. Ich mag dich wirklich sehr. Und... ja, ich habe mich... auch in dich verliebt." Jetzt war es raus, und er konnte es nicht mehr zurücknehmen. "Nur... da ist noch etwas..."
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Sa Mai 15 2010, 23:21

„Hm, ich weiß, aber manchmal denke ich, ich könne Dinge ungeschehen machen, wenn ich mich nur entschuldige“, sie lächelte dabei über sich selbst. Es klag so bescheuert oder verrückt, auch wenn es so war. Abgesehen von ihr dachte vermutlich kein Mensch so und sie erwartete auch nicht, dass Remus sie verstand. Hauptsache, er war da, hörte ihr zu, sprach noch mit ihr.
Aber anscheinend überlegte er sich das während ihres langen Vortrags anders, denn auch nachdem sie schon längst den Mund wieder geschlossen hatte, sprach der Gryffindor kein Wort. War es so ermüdend und langweilig, was sie sagte, hatte er ihr nicht zu gehört? Oder hatte sie irgendetwas gesagt, was ihn verletzt hatte? Marlene spürte, wie ihr Tränen in die Augen zu steigen drohten, und sie entschied sich, lieber zu gehen, bevor Remus dies mitbekam.

Die Ravenclaw hatte sich schon halb erhoben, als ihr Gegenüber doch zu sprechen anhob. Sofort ließ sie sich wieder auf den Stuhl fallen und bestimmt polterten dabei auch noch einige Steine von ihrem Herzen zu Boden, oder jedenfalls fühlte sie sich so. Er hatte nur über eine Antwort nachdenken müssen. Puh!
Besonders sicher schien er sich jedoch noch nicht zu sein, bei dem, was er sagen wollte. Aber egal. Konnte man behaupten, dass sich jedes einzelne Wort anfühlte, wie ein warmer Sonnenstrahl, der sie an der Nase kitzelte, aber statt zum Niesen zum Lächeln brachte? (- Vielleicht sollte Marlene ab jetzt doch Kitscherzählungen für die Schülerzeitung schreiben. Aber viel schlimmer war, dass sie jetzt darüber nachdachte!)

Dass er plötzlich eine längere Pause machte, ließ sie wieder aufhorchen. Fragend sah sie ihn an und beobachtete dann, wie er etwas auf den Tisch legte. Ihre Kette. Natürlich hatte er sie gut aufbewahrt und dadurch, dass er sie hatte, wären sie früher oder später gezwungen gewesen, wieder miteinander zu reden. Ob sich dann auch ein so perfekter, ungestörter Ort gefunden hätte, wie die Bibliothek? Oder vielleicht hätte sie auch einfach nur eine Eule bekommen, oder…
Marlene nahm die Kette und ließ sie nervös von einer Hand in die andere gleiten. Um den Verschluss richtig zu öffnen und zu schließen und sie sich wieder umzuhängen, zitterten ihre Hände wahrscheinlich zu sehr.

Nach einer längeren Pause, redete Remus dann doch weiter. Dass er es dabei vermied, sie anzusehen, fiel Marlene sofort auf. Grade noch hatte er ihr in die Augen gesehen, jetzt schien die Tischplatte wieder wahnsinnig interessant zu sein. Warum nur? Und was konnte noch komplizierter sein, als sie schon vermutet hatte?
In einer anderen Situation wäre Marlene sicher ungeduldig geworden, hätte vielleicht spöttisch gefragt, ob sie irgendwo kurbeln müsse, damit er schneller redete. Jetzt spielte sie einfach nur mit ihrer Kette und betrachtete Remus aufmerksam.
Aber mit jedem weiteren Wort schien sie sich weiter zu entspannen. Wärme und Ehrleichterung machte sich in ihr breit, wenn auch ein wenig Traurigkeit darunter war. Er mochte sie, fand sie nett. Nett klang nach kleine Schwester, beste Freundin. Aber immer noch besser als gar nichts.

„Wah?!“, ein überraschter Ton entfuhr Marlene. Dass er ihre Gefühle erwidern könnte, damit hatte sie inzwischen nicht mehr gerechnet, auch wenn sie immer gebetet und gehofft hatte. Das Mädchen strahlte glücklich über das ganze Gesicht. Da Remus jedoch noch nicht fertig zu sein schien, sagte sie nichts, sondern streckte nur wieder die Hände nach seinen aus und hielt sie fest.
Welches Aber würde jetzt noch kommen?
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mo Mai 31 2010, 21:05

Remus lächelte flüchtig, als Marlene einen seltsam klingenden Laut ausstieß, der wohl von ihrer Überraschung auf sein Liebesgeständnis zeugte, und kurz danach so glücklich strahlte. Wie gerne hätte er es einfach gut sein lassen, hätte ihr Glück einfach nur geteilt. Warum war das Leben nie so einfach wie er es sich wünschte? Für einen Moment drückte er ihre Hand, dann zog er seine wieder zurück und spielte nervös mit dem Verschluss seiner Schultasche neben ihm. Klick. Klick. Klick. "Marlene..." begann er schließlich wieder. Wie sollte er es ihr nur sagen? Beziehungsweise, was konnte er ihr sagen ohne zu viel zu verraten? "Ich... ich weiß nicht..." Wie er mit ihr zusammen sein konnte? Denn das erwartete sie nun vermutlich. "Wie..." Aber das konnte er so auch nicht sagen. Er musste noch einmal an das denken, was Sirius und James ihm gestern geraten hatten. Er solle es einfach nicht erwähnen. Sie hatten wohl in einer Beziehung recht, Marlene würde kaum fragen, ob er ein Werwolf war, also log er sie ja nicht direkt an, wenn er ihr das einfach verschwieg. Nur konnte er das auch? In der Theorie war so etwas viel leichter als in der Praxis.

"Also, ich habe mich... verliebt... in dich." Er holte noch einmal tief Luft. Wenn er sich nicht schnell etwas einfallen ließ, würde sie am Ende noch misstrauisch werden. "Ich bin in solchen Dingen einfach unsicher... weißt du, ich war vorher noch nie mit einem Mädchen zusammen, ich war noch nicht einmal richtig verliebt, und ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll... was du von mir erwartest..." Diese Worte waren ganz plötzlich aus ihm herausgesprudelt, so schnell, als ob er sich beeilen müsste, es hinter sich zu bringen. Immerhin war es nicht gelogen. Nur weit von dem entfernt, was ihm eigentlich im Kopf herum ging. Vorsichtig hob er wieder den Kopf und sah sie an. Wie sie jetzt wohl reagieren würde?


Zuletzt von Remus Lupin am Do Jun 03 2010, 14:03 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Di Jun 01 2010, 22:51

Wo war der Haken? Warum konnte Remus sich nicht genauso über seine Worte freuen wie sie? Was…? Wurde hier grade eine Mücke zum Elefanten? – Dieser Gedanke war nicht nett. Es war keine Kleinigkeit, keine Mücke, verliebt zu sein. Eigentlich sollte sie das aus eigener Erfahrung wissen. Wenn sie darüber nachdachte, müsste sie sogar zu geben, sich ebenfalls manchmal ganz schön angestellt zu haben.
Sie brauchte jetzt nicht so tun, als sei es immer einfach gewesen, mit den eigenen Gefühlen umzugehen. „Du klingst, als erwartest du, dass es ein Patentrezept gibt. Das kann ich mir nicht vorstellen. Entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht. Wie…“, Marlene zuckte mit den Schultern.
„Irgendwie kommen mir meine Worte grade total hochgestochen und weise vor. Wobei ich bestimmt nicht weniger nervös bis. Ich kann nur so daher reden, weil ich viel mehr Zeit hatte, mich“, sie stockte. Wie sollte sie ihren Satz am besten beenden? Mit einer Umschreibung? Das war vielleicht besser. „Damit auseinander zu setzen.“

Gerne wäre sie aufgestanden und ein wenig vor den Regalen auf- und abgetigert. Vielleicht hätte ihr das geholfen, einen klareren Kopf zu bekommen, zu verstehen, wie Remus auf das kam, was er da sagte. Andererseits, hatte sie sich jemals überlegt, was sie erwartete? Von einer Beziehung an sich und von Remus im Besonderen? Die Ravenclaw schwieg und sah in Richtung Fenster. Was dort vor sich ging, interessierte sie jedoch nicht im Geringsten. Stattdessen versuchte sie, sich über ihre eigenen Vorstellungen klar zu werden.
Die Stille dauerte lange, musste erst ein wenig drückend werden, bevor sie Marlene auffiel. Entschuldigend lächelte sie kurz und strich sich nervös eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Oder war diese vielleicht nur eingebildet?
„Warum billigst du mir eigentlich das Recht zu, irgendwelche Forderungen zu stellen? Mag sein, dass es nicht so gemeint war, aber du klangst so.“

Auch wenn ihr Kopf voller Vorstellungen, Wünsche, Erwartungen gewesen wäre, sie würde nicht eine davon aussprechen. Man sagte zwar, Beziehungen würden nicht funktionieren, wenn eine Person sich völlig aufgeben würde. Oder zumindest seine eigenen Wünsche immer zurückstellen. Trotzdem war Marlene sich sicher, dass sie bereit wäre, genau das zu tun.
Es war mehr eine Kopfsache. Auch bei anderen Dingen konnte sie deswegen genauso absolut reagieren. Entweder ganz oder gar nicht. Einen Mittelweg schien es meistens nicht zu geben.

„Aber“, Marlene legte unwillkürlich den Kopf schief uns sah Remus aufmerksam an, „das ist nicht alles, oder? Es gibt noch irgendwas, was dich bedrückt? – Ich erwarte nicht, dass du mir dein Geheimnis verrätst. Ein einfaches ‚ja’ oder ‚nein’ genügt.“ Wieder machte das Mädchen eine Pause, jedoch ohne den Blick abzuwenden, um Remus eine Gelegenheit zum Antworten zu geben.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Do Jun 03 2010, 14:17

Unsicher biss Remus sich auf die Lippe und sah Marlene mehr aus den Augenwinkeln als direkt an. Ja, er hatte gewusst, dass es kein Patentrezept für die Liebe gab, somit hatte er auch gar nicht von ihr erwartet, ihm eines zu geben, ihm war nur nichts anderes eingefallen, was er ihr hätte sagen sollen, und ganz gelogen war es ja nicht gewesen. Er hatte wirklich keine Ahnung, wie er sich in einer Beziehung verhalten sollte, er hatte wirklich keine Erfahrung. Aber andererseits fragte er sich auch, ob ihm denn Erfahrung hier weitergeholfen hätte. Sollte man sein Verhalten denn nicht lieber an sein Gegenüber, das hieß in einer Beziehung an den Partner anpassen? Und Marlene war anders als die anderen Mädchen, die er bislang kennengelernt hatte. Und gerade deshalb hatte er sich wohl auch verliebt, auch wenn es ihm immer noch fast ein wenig seltsam vorkam, so zu denken. Über Liebe nachzudenken.

"Hm, ja..." erwiderte er leise, auch wenn ihm bewusst war, dass er genauso gut hätte schweigen können, das wäre in etwa genauso aussagekräftig gewesen. Nur wollte er nicht einfach nur hier sitzen und nichts sagen, das kam ihm einfach falsch vor. Nur was er auf ihre Frage erwidern sollte, dass wusste er nun wirklich nicht, weshalb er sie für ein paar Sekunden nur hilflos ansah, während die Gedanken in seinem Kopf ratterten und er nach den richtigen Worten suchte. "Ich weiß einfach nicht so ganz, was ich jetzt sagen soll. Und ich hatte gehofft, du könntest mir vielleicht helfen..." begann er schließlich und kam sich selbst dabei unglaublich dumm vor. Im Gespräch mit Sirius und James gestern hatte alles viel einfacher geklungen als es jetzt wirklich war. "Also, ich verlange nichts von dir, das wollte ich damit nicht sagen. Ich möchte nur nicht... dass ich dich verletze oder so..." Seine Stimme wurde immer leise, bis er schließlich ganz verstummte. Hoffentlich würde er ihr gegenüber in Zukunft nicht immer so unsicher sein.

Was sie nun jedoch noch zu sagen hatte, sorgte erst einmal dafür, dass er erschrocken zusammenzuckte. Es hatte nicht funktioniert, sie wusste, dass er ihr noch etwas verschwieg. Und nun? Er konnte es ihr unmöglich sagen, das ging einfach nicht! Es dauerte einen Moment, bis er begriff, dass Marlene das auch gar nicht von ihm verlangt hatte, sie wollte gar nicht, dass er ihr sein Geheimnis verriet. Sie wollte nur wissen, ob es eines gab. Ein wenig erleichtert lächelte er sie kurz an. Ja, so viel Ehrlichkeit war er ihr schuldig, eine Antwort auf diese Frage würde sie bekommen. Er holte noch einmal tief Luft, dann nickte er. "Ja." Mehr nicht, und mehr war auch nicht nötig. Und es war dann doch gar nicht so schwer gewesen, dieses Geständnis zu machen wie er es befürchtet hatte.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   So Jun 13 2010, 22:42

„Kein Mensch“, murmelte Marlene leise, „kann einen verletzen, so lange man es nicht selber zulässt.“ Schon wieder so eine absolute aussage. Ihr Selbstbewusstsein würde ganz sicher nicht dafür ausreichen, sich nicht doch irgendwie verletzen zu lassen. Immerhin sagte man gleichzeitig auch, dass einen die Menschen, die einem am meisten bedeuteten, einen am meisten verletzen konnten.
Doch wenn sich Remus so viel Gedanken darüber machte, brauchte sie keine Angst haben. Sollte sie irgendwann ein man einen Grund finden, verletzt zu sein, würde das sicher keine Absicht sein. Marlene lächelte.

Doch für diesen Moment sollte sie sich vielleicht eher um etwas Anderes Gedanken machen. Es war offensichtlich, dass Remus noch etwas anders bedrückte. Wäre er reinblütig, hätte Marlene befürchten können, er würde ihr nun von seiner Verlobten erzählen. Von einem Mädchen aus einer reichen, reinblütigen Familie, der er bei der Geburt versprochen worden war. Doch das wäre zu einfach.
Während die Ravenclaw auf eine Antwort wartete, dachte sie angestrengt darüber nach, ob sie erraten konnte, was Remus vor ihr verbergen wollte. Es musste etwas Großes sein, vermutlich beschäftigte es ihn auch schon länger und ganz sicher war es nichts, worüber er reden wollte.
Nach einigen Sekunden des Schweigens bekam Marlene doch noch ihre Antwort. Sie nickte. Der Tisch zwischen ihnen störte sie plötzlich gewaltig. Sie wäre gerne aufgestanden, um Remus zu umarmen. Doch das traute sie sich dann doch nicht. Egal wie selbstsicher sie in den letzten Minuten gewirkt haben mochte.

Stattdessen ging sie hinüber zum Fenster und legte die Stirn gegen die kühle Scheibe. Es dauerte, bis sie sich wieder zu Remus umsah. „Was auch immer es ist“, Marlene bemühte sich um einen möglichst eindringlichen Tonfall, der Remus auch mitteilen sollte, er solle ihr auf gar keinen Fall die Wahrheit sagen. – Solange er nicht wollte.
Für sie bedeutete das nicht, dass er ihr nicht vertraute. Würde er ihr nicht vertrauen, hätte er abgestritten, dass es noch ein Problem gab. „Es gehört zu dir. Es ist genauso ein Teil von dir, wie beispielsweise deine Augen. Nur dass es dich wahrscheinlich mehr geprägt hat.
Und auch wenn es sich in deinen Augen unverständlich anhören mag, ich bin irgendwie froh darüber. Wer weiß, wie du heute sonst wärst? Vielleicht – auch wenn ich es mir gar nicht vorstellen kann und will – wärst du so ein Idiot geworden, wie – Ludo.“
Hoffentlich konnte Remus verstehen, was sie meinte. Vielleicht hätte sie sich einen anderen Mitschüler als Vergleich aussuchen sollen. Wahrscheinlich war es nur aus der Perspektive einiger Mädchen nachvollziehbar, dass und warum dieser Junge so furchtbar war. Es gab immerhin noch genug, die ihn toll fanden.
Uninteressant, ja. Sie war schon wieder dabei, abzuschweifen. Wo war ihr Faden noch gewesen? Ah ja, bei dem Versuch, Remus davon zu überzeugen, dass sie ihn so akzeptieren wollte, wie er war.
„Aber wenn es irgendwas gibt, was ich für dich tun kann“, fragend sah sie ihn an.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Sa Jul 24 2010, 15:12

Remus sah nur kurz auf, als Marlene aufstand, doch als er sah, dass sie zum Fenster ging, senkte er den Blick wieder und betrachtete die Tischplatte. Mal wieder. Er hatte zwar keine Erfahrung mit solchen Gesprächen, aber irgendwie hatte er sich ein Liebesgeständnis immer anders vorgestellt. Vielleicht romantischer, und nicht so... problembeladen. Aber das lag wohl an ihm, er konnte und wollte der Ravenclaw keinen Vorwurf machen. Sie konnte schließlich nichts für sein 'kleines pelziges Problem', wie seine Freunde es genannt hatten. Im Grunde konnte er doch auch nichts dafür, er hatte sich dieses Leben nicht ausgesucht. Sein Fehler war es nur gewesen, nachts allein im Wald rumzurennen, etwas, das er seit diesem Tag bitter bereute. Immerhin hatte er gelernt, vorsichtiger zu sein, aber eine weniger eindrucksvolle Lektion hätte ihre Wirkung auch nicht verfehlt. Doch genau genommen konnte er niemandem die Schuld geben, auch wenn es manchmal eine Erleichterung gewesen wäre. Dieser Werwolf, der ihn gebissen hatte, er musste die Kontrolle über sich verloren haben. Er wusste, was bedeutete, einmal im Monat praktisch den Verstand zu verlieren, er wusste, wie es sich anfühlte, nach Monduntergang zu erwachen und sich an nichts erinnern zu können...

Energisch schüttelte er den Kopf. Nicht jetzt, ermahnte er sich selbst in Gedanken. Er konnte später in Selbstmitleid versinken, aber jetzt musste er sich auf Marlenes' Worte konzentrieren, und tatsächlich schaffte das Mädchen es, ihn kurz zum Lächeln zu bringen, auch wenn dieses nicht ganz frei von Bitterkeit war. "Du hast vermutlich recht, es gehört zu mir..." erwiderte er leise. "Und es hat mich geprägt, das kann ich nicht abstreiten. Nur kann ich keine Dankbarkeit empfinden..." Und du würdest es auch nicht können, wenn du wüsstest, worum es geht... fügte er in Gedanken noch hinzu, sprach es jedoch nicht laut aus. Würde er es schaffen, mit der Ravenclaw zusammen zu sein, ohne ständig daran denken zu müssen, wie sie ihn hassen würde, sobald sie wüsste, was sein Geheimnis war? Er wusste es nicht, und eigentlich bezweifelte er es. Aber er würde es versuchen. Remus holte noch einmal tief Luft, dann stand er ebenfalls auf und stellte sich neben Marlene ans Fenster, sah jedoch nicht nach draußen sondern ließ des Blick über ihre blonden Haare gleiten. Gerne hätte er die Hand gehoben und darüber gestrichen, aber er war noch so unglaublich unsicher in dem, was er nun tun sollte. "Danke für das Angebot", sagte er noch, auch wenn für ihn feststand, dass sie ihm nicht helfen konnte. Der Gedanke zählte. Zögerlich griff er nach ihrer Hand und hielt fast den Atem an, während er auf ihre Reaktion wartete.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mo Aug 02 2010, 10:05

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16.10.1975 | Bibliothek
Marlene und Remus


Es musste ein leichter Wind wehen, der die Zweige der Bäume bewegte. – Achtete sie jetzt doch darauf, was draußen vor sich ging? Obwohl es niemals interessanter sein konnte, als das, was hier in der Bibliothek gesagt wurde? Anscheinend. Zum Glück konnte Remus nicht wissen, worauf sie ihre Gedanken für einige Zeit konzentrierte. Sie hätte schließlich auch genauso gut Schäfchen zählen können bei dem Versuch, sich selbst ein bisschen zu beruhigen.
Doch auch der Gryffindor schien sich in seinen Gedanken auf Wanderschaft begeben zu haben. Marlene beobachtete ihn, während sie auf eine Antwort wartete. Schon als sie ihn wieder angesprochen hatte, hatte sie sich wieder umgedreht. Es schienen keine angenehmen Gedanken zu sein, so wie sein Gesicht aussah. Die Blonde begann bereits, zu überlegen, was sie sagen konnte, um ihn wirklich auf andere Gedanken zu bringen. Aber sie war zu langsam.
Bei seiner Antwort hätte Marlene entweder rot anlaufen müssen, sich wegdrehen oder die Hände vors Gesicht schlagen müssen. Da führte ihr grade – unabsichtlich natürlich – jemand vor, wie dumm sie war. Wie wenig sie eigentlich nachdachte, auch wenn sie glaubte, an alles gedacht zu haben. „Tut mir leid“, gab sie ebenso leise zurück, “ich hätte das nicht sagen sollen.“ Dieses Mal würde sie sich richtig entschuldigen, sich nicht nur mit einem ‚tut mir leid‘ zufrieden geben. “Es war eher eine dumme, unüberlegte Aussage. Auch wenn ich mich so angehört haben mag, ich will dein Geheimnis damit nicht herunterspielen. Nicht so tun, als sei es überhaupt nicht wichtig.“ ‘Es sollte nur ausdrücken, dass es kein Hindernis? Ist‘, diesen Teil ihrer Überlegung sprach sie nun lieber nicht aus. So langsam wurde sie doch neugierig, was es war, das Remus so belasten konnte. Würde es immer zwischen ihnen stehen? War dieses Geheimnis schuld, dass Remus ihr zwar sagen konnte, dass er in sie verliebt war, aber trotzdem nicht mit ihr zusammen sein wollte?

Während sie darüber nachdachte, hatte sich die Ravenclaw wieder zum Fenster gedreht und starrte hinaus. Wind und Blätter konnten ihr in diesem Moment jedoch gestohlen bleiben! Als sie hörte, wie ein Stuhl zurückgeschoben wurde, zuckte sie zusammen. Hatte sie etwas völlig Falsches gesagt? Würde es dieses Mal Remus sein, der dann einfach ging?
Nein, er wandte sich nicht zur Tür, sondern kam zu ihr herüber. Erleichterung breitete sich in Marlenes Körper aus, die sie lächeln ließ. Warum sie Remus dabei nicht ansah und ihm zeigte, dass sie sich darüber freute, konnte sie selbst nicht sagen. Sie blieb einfach still am Fenster stehen. Vielleicht wollte sie abwarten, was passieren würde. “Du kommst dann bei Gelegenheit darauf zurück“, beendete sie seine Antwort. So wirklich hatte sie nicht damit gerechnet, dass sie irgendwas für ihn tun konnte. Wahrscheinlich hätte er ihr dafür genauer erzählen müssen, worum es ging.
Es war ein schönes Gefühl, zu erfahren, dass er wirklich aufgestanden war, um in ihrer Nähe zu sein. Auch wenn Remus jetzt ‚nur‘ ihre Hand festhielt. Es war immerhin ein Anfang. Ein Versprechen? Marlene blieb noch einige Momente still stehen. Sie hatte die Augen geschlossen und versuchte, diesen Moment ganz tief in sich aufzusaugen. “Danke“, wahrscheinlich hatte sie so leise gesprochen, dass Remus sie nicht gehört hatte. Aber das machte nichts.
Mit einem Lächeln drehte sie sich dann doch zu Remus um, versuchte, seinen Blick zu finden. Sie hätte gerne gewusst, ob es okay für ihn wäre, wenn sie ihn umarmte. Oder ob es zu früh war. Ob sie ihm Zeit lassen musste. Ob dieser Schritt von ihm ausgehen musste?


Zuletzt von Marlene McKinnon am So Aug 22 2010, 02:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mo Aug 16 2010, 21:50

Remus nickte langsam. „Ja, vielleicht tue ich das…“ erwiderte er, doch im Grunde wusste er schon, dass seine Antwort nur aus Höflichkeit so lautete. Er konnte sich nicht vorstellen, dass er ihr eines Tages tatsächlich alles erzählen würde. Aber andererseits, wie stellte er es sich denn vor? Wollte er sie auf ewig anlügen? Womöglich würde er ihr eines Tages ja doch genug vertrauen können, und womöglich würde sie ihn als Menschen gut genug kennen, sodass sie ihn auch dann nicht verlassen würde, wenn er ihr die Wahrheit sagen würde. Aber das wagte er kaum zu hoffen. Seine Freunde hatten recht, er sollte sich jetzt keine Gedanken darum machen. Frühestens am nächsten Vollmond würde es Thema sein, denn dann würde er sich wohl auch für sie eine Ausrede einfallen lassen müssen.

Außerdem war es im Augenblick wirklich schöner, sich nicht um die Zukunft zu sorgen. Er war zwar immer noch ein wenig verunsichert, aber immerhin hatte er sich nun endlich getraut, Marlenes Hand zu halten, und zu seiner großen Erleichterung ließ sie ihn gewähren und zog ihre Hand nicht weg. Der Gryffindor merkte, wie ein Teil seiner inneren Anspannung langsam verschwand und erwiderte ihren Blick glücklich. Für einen Moment war er damit zufrieden, sie schweigend zu betrachten. Sie hatte wirklich wunderschöne blaue Augen, warum war ihm das nicht schon viel früher aufgefallen? Er kannte sie doch schon seit über vier Jahren, aber in der ersten Klasse hatte er wohl nicht wirklich auf ihre Augenfarbe geachtet. Gut, sie waren damals beide noch Kinder gewesen.

Doch dann bedankte sie sich bei ihm, denn auch wenn die Ravenclaw sehr leise gesprochen hatte, er hatte sie dennoch verstehen können. Vermutlich der einzige Vorteil seines Werwolf-Daseins war, dass er über ein gutes Gehör verfügte – auch wenn er darauf liebend gern verzichtet hätte, wenn er sich nur nicht mehr verwandeln müsste. „Danke?“ Ein wenig irritiert sah er sie an. „Wofür bedankst du dich?“ Es war an ihm gewesen, sich zu bedanken, denn immerhin hatte sie ihre Hilfe angeboten, aber was hatte er für sie getan?
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Di Aug 17 2010, 02:10

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Marlene und Remus


"Vielleicht", wiederholte Marlene und malte mit einem Finger Figuren auf die Fensterbank. Herzen. Ein R. - Sie glaubte nicht daran, dass Remus reden wollte. Aber verdammt noch mal, sie hatte ihm eben noch mitteilen wollen, dass er es nicht musste! Dass er ihr schon sein Vertrauen dadurch bewies, dass er nicht abstritt, dass es ein Geheimnis gab. Und jetzt reagierte sie so. "Vielleicht aber auch nicht", bemüht gleichgültig zuckte sie mit den Schultern.
Es würde zwischen ihnen stehen, ja. Immer, wenn sie es nicht versuchte, zu vergessen. Nur so weit, dass sie in Erinnerung behielt, keine Fragen zu stellen. Marlene wusste jetzt schon, dass sie das wohl kaum schaffen würde.

Aber was brachte es eigenltich, darüber nachzudenken? Vielleicht würde sie eh nie wieder in die Situation kommen, Fragen stellen zu können. Und sie sollte das hier und jezt genießen. Dass sie in der Bibliothek am Fenster standen, dass Remus ihre Hand wirklich festhielt. Die Betonung musste hier auf 'fest' liegen, sonst hatte er sie immer so schnell wieder losgelassen, als hätte er sich verbrannt.
Vielleicht konnte er spüren, dass sich ihre Haur wirklich anfühlte, als brenne sie. Manchmal vielleicht, so wie jetzt, wenn sie Remus so nah war und doch nicht so nah, wie sie es gerne wäre. Aber anscheinend konnte man das einem anderen Menschen nicht mitteilen, in dem man diesen ansah.
"Für alles", er hatte sie also doch gehört. Die Blonde lächelte. Dafür, dass es ihn gab, dafür, dass er ihr so wichtig war, dafür, dass sie hier jetzt so standen und sich grade ausgesprochen hatten.

"Du hast das vorhin nicht nur gesagt, weil du das Gefühl hattest, es wird von dir erwartet? Weil du mich nicht enttäuschen wolltest?" Die Worte waren ganz plötzlich da gewesen und bevor sie sie überhaupt gedacht hatte, waren sie auch schon ausgesprochen. Sie schwebten im Raum senkten sich über sie und verfestigten sich. Wurden eine Mauer, ein Graben, der sie immer weiter von einander entfernte.
Sie musste sich entschuldigen. Dass hätte sie nicht sagen dürfen. Niemals. Auch wenn er diesen Eindruck erwecken mochte. Ihr Mund öffnete sich, doch es kam nur ein merkwürdiges Geräusch heraus.
Sie ließ seine Hand los. Jetzt war sie es, die sich verbrannt hatte. An ihren eigenen Worten. "Ich geh dann mal", Marlene ging wieder zm Tisch hinüber, "meine Tasche..." Sie hob sie hoch. "...zurück in den Schlafsaal bringen. Man sieht sich." Nach einem letzten sehnsuchtsvollen Blick zu Remus verschwand das Mädchen hinter dem nächsten Regal.
Mit langsamen Schritten durchquerte sie die Bibliothek, bog, auf dem Gang angekommen, jedoch nicht in Richtung ihres Gemeinschaftsraums ab. Es wäre Selbstmord, da jetzt hinzugehen. Um diese Uhrzeit war sicherlich die Hälfte der Ravenclaws anwesend und wenn sie aussah, wie sie sich fühlte, würden sie sich alle auf sie stürzen. Wie Aasgeier.


Zuletzt von Marlene McKinnon am So Aug 22 2010, 02:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Mi Aug 18 2010, 19:34

Remus hatte das Gefühl, als würde es wirklich gut laufen. Er war zwar immer noch ein wenig unsicher und wusste nicht ganz, was er sich erlauben durfte und was nicht, und da war auch immer noch die Sache mit seinem Geheimnis, die zwischen ihnen beiden zu stehen schien, aber er hatte den Eindruck, als ob Marlene es akzeptiert hätte. Vorsichtig drückte sie ihre Hand ein wenig fester, als sie sich auch noch bei ihm bedankte. Ganz verstand er immer noch nicht, warum sie das getan hatte, aber er lächelte. "Keine Ursache. Auch wenn ich nicht weiß, was ich schon getan habe..." Er war froh, dieses Gespräch mit ihr jetzt hinter sich gebracht zu haben, seit ihrem gemeinsamen Hogsmeade-Ausflug hatte er immer wieder darüber nachdenken müssen, was er ihr sagen sollte, und eigentlich war es dann doch nicht ganz so schwer gewesen, wie er befürchtet hatte. Doch wie standen sie jetzt zueinander? Waren sie jetzt so etwas wie... ein Paar? Diese Frage stellte er allerdings nicht, das kam ihn dann doch falsch vor.

Und dann fing an, alles wieder schief zu gehen. Fast schon ein wenig erschrocken sah er sie an. Glaubte sie wirklich, er hätte sie nur angelogen? Hätte alles, was er gesagt hatte, nur gesagt, weil sie es vielleicht von ihm erwartete? Das würde er doch niemals tun...! Er würde kein Mädchen anlügen, wenn es um Gefühle ging. Überhaupt vermied er es, allzu viel zu lügen, er hatte auch immer gleich ein schlechtes Gewissen, wenn er es trotzdem tat, obwohl er wusste, dass es manchmal notwendig war. An Vollmond beispielsweise. Und da war er schon wieder, dieser verdammte Vollmond, schon wieder hatte er sich in seine Gedanken geschlichen. Wie oft wollte er denn noch sein ganzes Denken beherrschen?! Er öffnete den Mund um etwas zu sagen, um Marlene zu beteuern, dass er die Wahrheit gesagt hatte, doch es war zu spät. Schon zog sie ihre Hand aus seinem Griff, murmelte eine Entschuldigung und ging.

Für etwa ein oder zwei Minuten blieb Remus wie angewurzelt stehen und starrte die Tür an, durch die sie verschwunden war, dann ließ er sich langsam wieder neben seine Tasche auf den Stuhl gleiten. Doch auf seine Bücher konnte er sich im Augenblick wirklich nicht konzentrieren. Er hatte es vermasselt, das war alles, was er denken konnte. Es war schief gegangen, und er hatte noch nicht einmal mehr die Gelegenheit gehabt, sich bei Marlene zu entschuldigen. Vermutlich würde sie ihm jetzt aus dem Weg gehen, so wie er es in den Tagen nach dem Hogsmeade-Wochenende wohl getan hatte, nur, dass es von ihm ein Fehler gewesen war, sie aber ein gutes Recht dazu hatte. Vielleicht hätte er ihr nachlaufen sollen, aber das war ihm zu dreist vorgekommen, und außerdem, wenn sie wirklich in ihren Gemeinschaftsraum gegangen war, hätte er ihr ohnehin nicht mehr folgen können. Es war für ihn offensichtlich gewesen, dass sie nicht wünschte, weiterhin Zeit mit ihm zu verbringen. Remus seufzte schwer und verbarg das Gesicht in den Händen.
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BeitragThema: Re: Can you feel the love tonight?   Sa Sep 04 2010, 01:35

Beendet
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